Weihnachten.

Mein Weihnachten in Costa Rica war definitiv anders. Doch auf keinen Fall schlecht oder langweilig, eigentlich könnte ich es mir vorstellen immer so den 24. Dezember zu verbringen. (Aber nur weil meine Familie Weihnachten immer einen Tag früher feiert! 🙂 )
Als ich in der Früh des 24. Dezembers aufstand, gab es schon mal ein riesiges Frühstück. Mit Pancakes, Kuchen, Reis, Bohnen, und noch gaaaanz viel mehr. Danach haben wir das ganze Haus mit Lichterketten geschmückt und dazu Weihnachtsmusik gehört und auch ganz schön falsch gesungen. Es war so toll, da ich mich bei solchen Dingen immer noch mehr als Familienmitglied sehe.

Tamales!

Tamales!

Nach dem vierten Mal „Last Christmas“ und einer Soloeinlage meines Bruders rief uns meine Gastmutter zum Mittagessen. Es gab Tamales. Das ist ein costaricanisches Gericht, welches um die Weihnachtszeit oft gegessen wird.
Ich kann es nicht genau beschreiben, es ist eine, in Palmenblättern eingewickelte weiße Paste, inder Fleisch ist, oder auch manchmal Ei, Bohnen, Reis. Eigentlich immer das, was man gerade Zuhause hat.
Am Anfang habe ich es gar nicht gemocht, doch mit der Zeit wird es besser, nun kann ich es sogar schon selber kochen! 🙂

Meine Schwester und ich

Meine Schwester und ich

Nach dem Essen gingen ich und meine kleine Gastschwester auf den Balkon. Ich, um mich zu sonnen, das ist mein neues Hobby hier geworden, denn ich bin noch immer nicht wirklich braun. Meine Schwester versteht das natürlich gar nicht, denn sie, und die meisten anderen Costericaner, wollen nicht braun werden. Somit lag ich in der Sonne, sie im Schatten und gemeinsam schauten wir DVDs.
Als wir um fünf am Nachmittag fertig waren, spazierten wir in die Stadt, um die DVDs wieder zurückzugeben. Ich fragte mich natürlich ob das Geschäft überhaupt geöffnet hätte, doch wie mir später auffiel, war meine Sorge um sonst.
Das Center war voll mit Menschen, die noch schnell Weihnachtsgeschenke kauften! Da habe ich gleich an meine Mama in Österreich denken müssen, denn sie bekommt schon immer die Krise, wenn sie am 2. Adventsonntag nicht alle Geschenke hat!

Am Abend meinte meine Gastmutter zu mir, dass ich bitte um halb acht fertig sein sollte, da wir zu ihrer Mutter fahren würden. Ich war natürlich fertig, doch wir fuhren erst eine Stunde später. Ich liebe so etwas einfach. Wirklich.
In Österreich bin ich IMMER die letzte, und mein Stiefvater und meine Mama regen sich oft darüber auf. Hier nicht!

Als wir dort ankamen waren, lief es eigentlich so ab wie immer. Meine Gastmutter ging zu ihren Schwestern und ihrer Mutter in die Küche, mein Gastvater zu den anderen Männern auf den Balkon und ich und meine Geschwister setzten wir uns zuerst zu unseren Cousins ins Wohnzimmer. Wir schauten bis Mitternacht „The Big Bang Theory“ und aßen nebenbei Gegrilltes. Um Mitternacht, gab es dann Geschenke für die Kleinen und meine Schwester, meine Lieblingscousine, Francini, und ich gingen in ein Nebenzimmer, spielten Musik und tratschten. Ich mag das total gerne, weil bei solchen Gelegenheiten merke ich, dass ich schon ziemlich gut Spanisch spreche.

Später bekamen auch wir Geschenke, sogar ich! Ich hatte mir eigentlich nicht gedacht, dass ich auch etwas bekomme, doch ich bekam ein Handtuch, mit einer Fahne von Costa Rica drauf und einen Schlüsselanhänger.
Meine Familie freute sich total über meine Geschenke!
Als wir dann nach Hause fuhren, war ich einfach nur glücklich. Dieses Weihnachten war total schön und Heimweh hatte ich überhaupt keines. 🙂

Feliz Navidad!!