Halbzeit

150 Tage meines Lebens hier in China liegen schon hinter mir. 163 liegen noch vor mir. Es fällt mir ziemlich schwer zu glauben, dass fast die Hälfte meines Austauschjahres schon Vergangenheit ist. Man könnte meinen, fünf Monate sind eine lange Zeit. Ein ganzes Schulsemester, zwei Jahreszeiten, fast ein halbes Jahr. Aber fünf Monate als Austauschschüler sind nicht mehr als ein Augenblick und wenn man nur einen Moment lang nicht aufpasst, steht man auf einmal da und realisiert, dass man nicht so viel Zeit hat, wie man dachte.
Mein Leben hier fühlt sich mittlerweile normal an, so als wäre es immer schon so gewesen. Als hätte ich nie was anderes als Reis zum Frühstück gegessen und hätte meine Physik-Hausübungen immer schon mit Hilfe von Google-Übersetzer erledigen müssen. Es ist unglaublich, wie schnell man sich ein neues, völlig anderes Leben aufbauen kann und wie schnell man etwas als Routine ansieht, das man ein paar Monate zuvor noch als verwirrend und eigenartig betrachtet hat. Genauso beängstigend ist aber auch die Tatsache, dass dieses Leben genauso schnell wieder vorbei sein wird und ich mich wieder in mein altes Leben einfügen werd müssen. Und obwohl ich alles hier mittlerweile als mehr oder weniger normal ansehe (oder mich zumindest daran gewöhnt habe, in nichts mehr nach verständlicher Logik zu suchen), ist es keineswegs langweilig geworden.

Ereignisse, Erlebnisse, Erfahrungen…

Lasst mich ein wenig erzählen, was in letzter Zeit hier so los war. Die letzten Wochen waren voll von Ereignissen, Erlebnissen und einzigartigen Erfahrungen, für die ich so unglaublich dankbar bin und die ich in meinem Leben nicht missen wollen würde. Und natürlich will ich das alles mit euch teilen;)

Meine Erzählungen fangen am Sonntag dem 15. 12. 2013 an. Das war der Tag an dem eine der wahrscheinlich lustigsten Wochen des ganzen Jahres begann. Warum?! Der AFS-Trip nach Yunnan stand an!

Jedes Jahr werden von AFS-China zwei große Reisen organisiert. Eine davon ging nach Yunnan, eine wunderschöne Provinz im Südwesten von China und ein bekanntes Ziel für Touristen (sowohl von innerhalb der chinesischen Grenzen als auch aus dem Ausland). Sieben Tage haben wir im Süden Chinas verbracht und ich muss sagen es war eine Erfahrung für sich. Aber lasst mich von Anfang an berichten:

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…?!

Unsere Reise begann zwar erst am Sonntag, aber genau genommen fängt meine Geschichte schon einen Tag zuvor an. Am Samstag vor meiner Abreise, den ich hauptsächlich mit Kofferpacken verbracht hab. Kofferpacken ist etwas Schreckliches für mich, da ich mich einfach sehr schwer für etwas entscheiden kann und sich einem tausend Fragen aufdrängen. Lieber die warmen Schuhe oder die Sportschuhe einpacken? 4 Paar Hosen oder reichen auch drei? Brauch ich Dinge wie Sonnencreme? Nachdem ich mich entschieden hatte, was ich einpacken WILL, gab es dann noch ein anderes Problem. Da wir wirklich die ganze Provinz abreisen wollten und in China alles relativ weit auseinander liegt, würden wir jeden Tag in einer anderen Stadt verbringen und jede Nacht in einem anderen Hotel übernachten. Das hieß große, sperrige Koffer waren fehl am Platz und unsere Chinesischlehrerin teilte uns zwei Tage vor Abreise nebenbei mit: “Ach ja, ihr könnt übrigens nur Handgepäck mitnehmen. Das heißt 5 kg Gewichtsbegrenzung!“

Ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt wie schwierig es ist alles, was man für eine Woche braucht, in EINEN Rucksack zu packen. Aber da ich es auch geschafft hatte, alles was ich für ein Jahr brauche in einen einzigen Koffer zu packen, hatte ich ja schon ein bisschen Erfahrung, was das anging. Meine Gastmama machte mir das Packen allerdings nicht gerade leichter, da sie mindestens genauso aufgeregt war wie ich und alle zwei Minuten gekommen ist, um mir einen Regenschirm, Essen oder sonstige Wichtigkeiten zu geben und darauf zu bestehen, dass ich das auch noch einpack. Am Ende hatte mein Rucksack 5,001 kg und ich trug 2 T-Shirts , 3 Pullis und ein paar Paar Socken übereinander (nicht weil es so kalt war, aber weil das in meinem Rucksack keinen Platz mehr hatte). Aber immerhin war gepackt.

Der große Tag!

Das hat meine Gastschwester mit Hilfe von Google Übersetzer für mich gemacht :)

Das hat meine Gastschwester mit Hilfe von Google Übersetzer für mich gemacht 🙂

Am Sonntag, dem großen Tag der Abreise hieß es Punkt vier Uhr morgens raus aus dem Bett, denn um fünf Uhr mussten wir beim Treffpunkt in der Schule sein. Der Abschied von meiner Gastfamilie war echt emotional und ihr könnt mir glauben, es ist ein richtig komisches Gefühl sich von seiner Gastfamilie für eine Reise zu verabschieden. Es ist merkwürdig, wenn einem klar wird, dass diese Menschen, die anfangs nur Namen in einem Formular waren, sich plötzlich tatsächlich zu so was wie einer Familie entwickelt haben und sich um einen sorgen und kümmern. Ich glaub, die Beziehung, die man zu seiner Gastfamilie aufbaut, ist nicht einfach zu beschreiben und eigentlich ist mir selbst nicht so wirklich klar, wann der Punkt war, an dem ich angefangen hab, wildfremde Menschen als Familie anzusehen. Nachdem wir den Abschied gut hinter uns gebracht hatten folgen noch zwei Stunden Autofahrt zum Flughafen in Nanjing (der nächsten größeren Stadt) und vier Stunden Flug bis es endlich soweit war: YUNNAN!:D

云南 (Yunnan) Südlich der Wolken

Die Zeit die ich in Yunnan verbracht habe war unglaublich und ist aus so vielen Gründen unvergesslich. Neues Wissen und unglaubliche Erfahrungen, kleine Sensationen und überwältigende Eindrücke, Probleme und Ärgernisse, Diskussionen und lange Gespräche, jede Menge chinesische Kultur gemixt mit ein klein bisschen multikulturellem Austausch. Das ist die unfehlbare Anleitung für eine unvergessliche Woche.

Der berühmte "Stone Forest Park" in Yunnnan

Der berühmte „Stone Forest Park“ in Yunnnan.

Aber von Anfang an: Am Montag wurde, obwohl alle Austauschschüler von der (bei manchen langen) Anreise und der Aufregung müde waren, gleich volles Besichtigungsprogramm abgezogen. Wir sind von der Hauptstadt 昆明 (Kunming), wo wir die erste Nacht verbracht hatten nach 石林 (Shi Lin) gefahren um den berühmten „Stone Forest Park“ zu besichtigen. Das Ganze lief aber nicht ganz ohne Probleme ab, da es in Yunnan Schnee gab! SCHNEE! Vielleicht würden jetzt einige sagen, dass Schnee im Dezember keine Seltenheit ist. Im Süden Chinas allerdings schon. Man könnte es sogar als kleines Wunder bezeichnen, wie uns die Reiseführerin erklärte, denn es war der erste Schnee in diesem Gebiet seit 15 Jahren und 3 Tage vor unserer Ankunft herrschten noch die gewohnten 20 °C.

Unser Schneemann:)

Unser Schneemann:)

So eine ungewohnte Situation bringt natürlich auch Probleme mit sich, da das System nicht an diese Art von Wetter angepasst ist. Ganz ehrlich, 2 cm Schnee sind eigentlich kein Hindernis, trotzdem hatte unser Bus schon am ersten Morgen zwei Stunden Verspätung, der Rest des Tages war nicht einfacher. Das größte Problem war allerdings, dass auch der Flugverkehr nicht wie geplant ablief und wegen des „Schneesturms“ keine Flugzeuge flogen, sodass ein paar der Austauschschüler in einer anderen Stadt festsaßen und am ersten Tag nicht kommen konnten. Am zweiten Tag war das Problem allerdings gelöst und schlussendlich waren alle dort, wo sie hin sollten.

Kultur pur!

Die nächsten fünf Tage war dann chinesische Kultur pur angesagt. Wir haben diverse Altstädte besichtigt, einen Haufen Shows und Performances gesehen, uns mit den einheimischen Leuten unterhalten, mit Straßenhändlern um tiefere Preise gehandelt und viel über die Sitten und Brauchtümer in dieser Provinz gelernt. Außerdem haben wir die chinesische Art des Urlaubs kennengelernt, denn die meiste Zeit unserer Reise haben wir im Bus verbracht. Aber versteht mich nicht falsch, das mindert die Erfahrung der Reise keineswegs. Dadurch, dass wir praktisch halb Yunnan mit dem Bus durchquert haben, gab es jedes Mal, wenn man aus dem Fenster sah, eine andere beeindruckende Landschaft zu bewundern.

Das Ende naht!

Gruppenfoto^_^

Gruppenfoto^_^

Am Samstag, dem sechsten und letzten Tag unserer Reise, konnte man die Bedrücktheit in der Luft geradezu greifen. Die Zeit ist einfach viel zu schnell vergangen und eigentlich wollte noch keiner heim. Denn die Reise hatte auch noch einen anderen tollen Nebeneffekt. Es war (nach dem Arrivalcamp) die zweite Gelegenheit, bei der alle (oder zumindest fast alle) AFSer in China zusammen waren. Das ist ein Gefühl, das man nicht leicht beschreiben kann. All diese Leute aus den unterschiedlichsten Ländern der Erde wieder zu sehen, die für einen mittlerweile zu einer großen, interkulturellen Familie geworden sind und die, wie man selbst, seit fünf Monaten damit kämpfen sich an die merkwürdigen chinesischen Sitten und Gewohnheiten anzupassen. Das war ein weiterer Grund, warum diese Wochen eine unentbehrlich Erfahrung war. Man unterhält sich, tauscht sich aus und einem wird klar, wie sehr man sich verändert hat. Natürlich ist einem klar, dass man sich irgendwie verändert hat, nur fällt es einem an sich selbst nicht auf. Aber wenn man dann wieder mit all den AFSern zusammen ist, die man schon am Anfang im Arrivalcamp kennengelernt hat, und man sieht wie sehr sie sich alle verändert haben, wird einem klar, dass man selbst wahrscheinlich auch nicht ganz dieselbe Person geblieben ist.

Im Großen und Ganzen war die Reise nach Yunnan eine unglaubliche Erfahrung und ein richtiges Abenteuer.

圣诞节! (Weihnachten!)

Kurz nachdem wir unsere Reise beendet hatten, stand dann auch schon Weihnachten vor der Tür und ich möcht euch natürlich nicht vorenthalten, wie mein Weihnachten dieses Jahr abgelaufen ist. Also vorweg, es war außergewöhnlich und ganz anders als jedes Weihnachten, dass ich zuvor in meinem Leben gefeiert hab. Was aber nichts Schlechtes ist, es war einfach…anders.

Weihnachten:)

Weihnachten:)

Erst mal muss ich sagen, dass ich wirklich beeindruckt und gerührt war, wie bemüht alle hier sind die westlichen Feste neben den chinesischen nicht zu vergessen. Denn natürlich ist die Anfälligkeit für Heimweh an Festtagen am schlimmsten, aber sowohl meine Gastfamilie als auch meine Klassenkameraden, Lehrer und überhaupt alle geben sich extrem viel Mühe, mich hier ein bisschen wie zu Hause fühlen zu lassen.
Genau genommen hab ich mich aber nicht wie zu Hause gefühlt, sondern eher wie ein Austauschschüler in Amerika. Warum? Naja, Weihnachten ist ja nicht grade ein traditionelles chinesisches Fest und deswegen weiß eigentlich keiner so richtig, worum es geht, wie man Weihnachten feiert oder warum es überhaupt gefeiert wird. Was allerdings keinen davon abhält, trotzdem Festlichkeiten vorzubereiten, basierend auf Dingen, die man im Fernsehen über Weihnachten sieht, oder von denen man glaubt, dass sie gut zu Weihnachten passen würden. Und da alles, was aus den USA kommt hier als DER Trend gilt, schauen sich Chinesen sehr gern was davon ab. Niemand hat Ahnung, wie etwas läuft? Dann wird es einfach von den USA kopiert.

Ein ganz besonderes Geschenk

Eine riesige Überraschung erwartete uns am Abend des 25.12., denn unser AFS-Coordinator hat für uns ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk organisiert. Dazu müsst ihr wissen, dass AFS-Ma’anshan der Meinung ist, dass es für viele Familien in unserem Komitee eine zu große finanzielle Belastung ist, einen Austauschschüler für ein ganzes Jahr aufzunehmen, weswegen für jeden Austauschschüler zwei Familien gesucht werden und wir zum zweiten Schulsemester einmal die Gastfamilie wechseln. Und am Abend des 25.12 hat unser Coordinator ein Essen mit beiden Gastfamilien organisiert! Um ehrlich zu sein, es war das wahrscheinlich merkwürdigste Essen meines Lebens. Man ist die ganze Zeit hin und her gerissen zwischen der alten und der neuen Gastfamilie. Einerseits ist schon der Fakt EINE „Gastfamilie“ zu haben merkwürdig. Da man seine Familie im Heimatland ja auch nicht vergisst und nicht weiß wie man mit zwei Familien umgehen soll. Man fühlt sich jedes Mal irgendwie schuldig wenn man seine Gastmama mit „Mama“ anspricht, aber auch, wenn man seiner Gastfamilie von seiner „richtigen“ Familie erzählt. Man ist ständig hin und her gerissen. Und mit zwei Gastfamilien im selben Raum ist das dann noch viel, viel schwieriger. Einerseits möchte man natürlich viel mit der zweiten Familie reden und sich gegenseitig kennenlernen, da man die nächsten fünf Monate mit ihnen verbringen wird. Andererseits will man auch seine erste Gastfamilie nicht benachteiligen, immerhin haben sie die letzten fünf Monate so viel für einen getan und man betrachtet sie mittlerweile wie die eigene Familie. Und ich denke, auch für die Gastfamilien war es nicht einfach, mit der Situation klarzukommen. Also kurz gefasst: Der Abend war sehr chaotisch und vor allem von der moralischen Seite her schwierig zu meistern, aber es war trotzdem ein tolles Weihnachtsessen und eine interessante Erfahrung.

新年快乐! (Frohes neues Jahr!)

Und direkt nach Weihnachten stand ja noch ein anderer Anlass zu Feierlichkeiten an: Neujahr! Europäisches Neujahr…um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Das wird im Gegensatz zum traditionellen chinesischen Neujahr hier nicht groß gefeiert. Meine Schwester war zwar anfangs überschwänglich begeistert von der Idee, bis Mitternacht aufzubleiben, aber länger als bis halb elf hat sie dann doch nicht durchgehalten und um 12:00 hat dann meine ganze Familie schlussendlich tief und fest geschlafen. Ich hab das Neue Jahr hier also mit meiner österreichischen Familie über Videochat verbracht (was bei ihnen dank dem Zeitunterschied zwar erst fünf am Abend war, aber es war trotzdem schön).

Der See im 雨山湖公园 (RegenBergSee-Park) zu Neujahr:)

Der See im 雨山湖公园 (RegenBergSee-Park) zu Neujahr:)

Zuvor wurden Edoardo (ein italienischer Austauschschüler in meiner Stadt) und ich noch von unseren chinesischen Freunden zu einem „europäischen Neujahrsdinner“ überredet, was hieß, dass wir uns bei McDonalds Cheeseburger und Pommes holten (was „Europäisches“ findet man leider nicht so leicht, und unsere Freunde meinten, McDonalds kommt zumindest näher ran, als Reis und Nudeln) und uns dann in unsern Lieblingspark setzten um gemeinsam zu essen und über Unterschiede zwischen unserem und chinesischem Neujahr zu diskutieren.

 

Wie habt ihr die Feiertage in eurem Gastland erlebt? Oder wie stellt ihr es euch vor Weihnachten in einer anderen Kultur zu feiern?

13 Gedanken zu „Halbzeit

  1. super Bericht – und weiterhin noch eine schöne und abwechslungsreiche Zeit in China…

  2. Hey!
    Toller Bericht, total spannend geschrieben uuuunnd – ja, auch für uns ist „Halbzeit“ ein Knackpunkt an dem sich die Gefühlslage ein klein wenig ändert.
    Nur ist es bei uns eher umgekehrt, wir freuen uns zwar, dass du da sein kannst, wo du bist und sind deiner Familie absolut dankbar, aber bei uns ist mit Halbzeit ständig der Gedanke „jetzt dauert´s nicht mehr so lange wie´s schon war bis Bianca endlich wieder da ist“….Obwohl wir natürlich wissen, dass wir dich nie mehr so ganz zurückkriegen werden, denn ein Teil von dir und deinem Herzen wird immer an China und an diesem einen Jahr hängen 😉

    • Danke^-^
      Umgekehrt? Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht auch freuen würde wieder nach Österreich zu kommen:) Ganz im Gegenteil-
      Ich kannst gar nicht erwarten euch alle wieder zu sehen und wieder Deutsch zu sprechen und Schnitzel zu essen und und und..aber auch hier gibt es so viele unglaubliche Dinge, die ich glaub ich ganz schön vermissen werde:D

  3. Na, wie schön, da geben zwei mit ihren Kenntnissen der chinesischen Schriftzeichen an und keiner weiß, wovon sie reden 😀
    Wie heißen die Zeichen eigentlich auf Chinesisch? (: Ein paar verstehe ich ja ;D

    Wow, echt ein guter Beitrag! (: Total interessant, es freut mich, dass es dir anscheinend so gut geht, Bianca! Das klingt alles echt cool!
    Was sind denn das für Läden, die man dort alle fünf Meter finden konnte? 😀
    Ach, und was genau habt ihr Weihnachten denn gemacht? (:
    Und dass du deine Gastfamilie wechseln musst tut mir echt leid für dich ): Aber du kannst an derselben Schule bleiben, oder?
    Das muss echt total seltsam sein, mit beiden zu essen…
    Ich wünsche dir noch eine wundervolle Zeit! (:
    Eva

    • Hey Eva:)
      Die Schriftzeichen werden 汉字 (hànzì) genannt:)
      Aber das mit den japanischen Schriftzeichen war etwas das ich noch nie so ganz verstanden hab- Ihr habt die selben Schriftzeichen, aber andere Bedeutungen? Oder ist nur die Aussprache anders? Und dann gibt’s ja auch noch Schriftzeichen, die mit Chinesisch nichts zu tun haben, oder?:)

      Danke!:D
      Hauptsächlich Kleinigkeiten wie Anhänger, Armbänder, Schals und alles Mögliche:)
      Weihnachten- Hmm, also am 24.12 haben meine Schwester und ich Socken im Wohnzimmer aufgehängt und am nächsten Morgen haben wir sie dann gegenseitig mit kleinen Geschenken gefüllt, Kekse gegessen und „Merry Christmas“ gesungen:D
      Ja, ist echt schade, aber mittlerweile find ich das gar nicht mehr so schlimm- und da meine neue Gastfamilie nur zwei Häuser weiter wohnt, muss ich die Schule nicht wechseln:D
      Danke, ich wünsch dir auch weiterhin ganz viel Spaß und viele tolle Erfahrungen in Japan:)
      LG Bianca

      • Ah verstehe, danke! (:
        Hm, also ich finde das auch kompliziert^^ Es gibt im Japanischen ja drei Schriften, zwei davon sich stark vereinfachte chinesische Zeichen (also hànzì), die mit den hànzì nicht mehr viel zu tun haben. Und die Kanji, (wörtlich übersetzt heißt das in etwa „Chinesenschrift ;D ) sind die hànzì. Ich weiß nicht, ob und wie sterk sie verändert wurden, aber einige sind auf jeden Fall gleich und haben dieselbe Bedeutung, die meisten werden aber anders gelesen. Die Japaner hatten schließlich schon Worte, als sie die Schrift aus China übernommen haben, sie brauchten nur noch eine Schrift (: Aber es wurde oft auch die chinesische Lesung übernommen. So gibt es z.B. Schriftzeichen mit vier verschiedenen Lesungen o.o Und das Kanji für „Osten“ (東) liest man alleine „higashi“, verbindet man es aber mit dem Kanji für Norden zu „Nordosten“(東北), nimmt man die andere Lesung und sagt dann „tô(hoku)“.
        Kompliziert 😀
        Ah, okay! Die Läden sehen irgendwie witzig aus 😀
        Ach echt? Hey, die Art von Weihnachten klingt doch super! 😉
        Wieso findest du es jetzt nicht mehr so schlimm?
        Oh,nur zwei Häuser weiter? Das ist natürlich klasse! (:
        Danke, ich dir auch in China!<3

        • Oh Gott, das hört sich ja mal kompliziert an O.o Ich bewundere dich echt dafür, dass du das lernst;D
          Ja Weihnachten war wirklich schön:)
          Einerseits kenne ich meine zweite Gastfamilie ja schon und außerdem ist es eine tolle Gelegenheit noch ein bisschen mehr der chinesischen Sitten kennenzulernen, denn natürlich sich auch alle Gastfamilien unterschiedlich und haben andere kleine Angewohnheiten und ich freu mich darauf, mehrere Versionen des chinesischen Familienlebens kennenzulernen:)
          Danke!:) Und wann gibt’s denn wieder mal Neuigkeiten aus Japan? Schon lang nichts mehr gehört;D
          Liebe Grüße,
          Bianca

          • haha 😀 „Lernen“ ist vielleicht uebertrieben, ich kann zwar alle Hiragana und Katakana (die einfacheren zwei Schriften, haben je so ca. 46 Zeichen), aber von den Kanji kann ich gerade mal 50^^
            Oh! Das verstehe ich (: Toll, wenn du das so siehst! Ich muss im Februar auch fuer 4 Wochen 4mal wechseln, weil meine Gastmutter nach Finnland fliegt. Bin auch schon gespannt (;
            Und wie du siehst gibt es seit heute wieder etwas Neues…haha ;D
            Eva

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