Sightseeing in Nanjing

大家好!
Hallihallohallöchen 🙂

Lange lange ist’s her, dass ich von mir hören hab‘ lassen! (Naja, eigentlich nicht, aber so fühlt es sich zumindest an :D) Aber glaubt mir, die Zeit vergeht wie im Flug!!! Gerade erst hier angekommen und schon sind 7 Monate um?! Ich frag‘ mich nur, wann das passiert ist 😀 Also, in den letzten Monaten ist waaahnsinnig viel passiert! Es fühlt sich an, als wäre seit Februar ein halbes Jahr vergangen und gleichzeitig, als wären es nur 2 Wochen! Was ich neben lernen vorwiegend in den letzten Wochen gemacht habe, war Sightseeing through Nanjing 🙂 Nanjing ist eine nicht allzu kleine Stadt mit langer Geschichte und dementsprechend vielen Historic Spots.

中山陵 – Dr. Sun Yat-Sen Maosoleum

Das Dr. Sun Yat-Sen Maosoleum ist eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Nanjing. Es ist eine Gedenkstätte des ersten provisorischen Präsidenten der Republik China (1911). Mit ihm endete das 2000-jährige Kaiserreich. Bevor ich dort das erste Mal war, wusste ich nur, dass eine lange, lange Stiege zu der Gedenkstätte hoch führt. Meine Klassenkollegen meinten, es wären um die 3000 Stufen !!!!!!! Das war aber Gott sei Dank FALSCH! Es sind nur um die 400 🙂

明孝陵 – Ming Tombs (Ming Gräber)

明孝陵 (Ming Xiaoling) ist das Grab des Kaisers 朱元璋 (Zhu Yuanzhang), der Gründer der Ming Dynasty  1368 bis 1644 (diese Jahreszahlen hab ich natürlich alle im Kopf :D) Zum Grab führt der berühmte „Sacred Path“ (Seelenweg), der seitlich von Steinskulpturen in Form von 12 verschiedenen Tieren begrenzt wird.

In der Ming Tomb Area gibt es auch noch den bekannten 梅花山 (Plum Blossom Hill), der waaaaahnsinnig schön ist! Ein ganzer Berg voller Plum Blossom Bäumen! Leute picknicken dort oder genießen einfach den schönen Anblick der Blumen. In einer Großstadt wie Nanjing ist es ja nicht gang und gebe mal einen ganzen „Berg“, Hügel besser gesagt, voll mit Blumen vor sich zu haben. 梅花 (Meihua=Plum Blossom) represäntiert übrigens Nanjing und man findet diese Bäume im Prinzip in der ganzen Stadt immer irgendwo vor.

Massacre Museum

In der Zeit des zweitens Weltkrieges fand auch der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg statt. Da damals Nanjing die Hauptstadt der Republik China war, (南京, 南 nán=Süden, 京 jing= Hauptstadt; =Südliche Hauptstadt) ist hier besonders viel Leid passiert. Das Massaker begann am 13. Dezember 1937 und dauerte einige Wochen. Über 300 000 Menschen wurden ohne Grund grauenvoll gefoltert und getötet, außerdem über 20 000 Mädchen und Frauen vergewaltigt. China hat Japan dieses Massaker nie verziehen, auch aus dem Grund, dass Japan sich nie für das, was passiert ist, entschuldigt hat. Spricht man Chinesen auf Japan an wird deshalb auch meistens abgelenkt und schnell das Thema gewechselt.

Nanjing Brocade

Ein weiteres wirklich berühmtes Museum in Nanjing ist die Nanjing Brocade. Brocade, auf Deutsch heißt das, glaub‘ ich, auch einfach Brokade, ist eine Art Stoff, der dann zu verschiedenen Dingen verarbeitet wird: Kleidung, Accessoires, Polster und und und. Besonders an diesem Museum ist, dass die Brocade dort selbst verarbeitet wird. Ist zwar wahnsinnig spannend anzusehen, aber wahrscheinlich kein wahnsinnig lustiger Job.
Wie genau das ganze funktioniert, hab‘ ich nicht so ganz herausgefunden, aber ich weiß, dass sie unter dem Gewebe einen Spiegel haben um zu sehen, was sie machen. Eine Person sitzt auf diesem riesigen Webstuhl oben und sortiert die Fäden oder so ähnlich und eine andere Person sitzt unten und verarbeitet das Ganze.

 

Nanjing hat natürlich noch viiiiel mehr zu sehen, aber das ist zumindestens das was ich die letzten Wochen so gesehen hab‘ 🙂 Was ich sonst noch so getrieben habe? Also, wie gesagt, wenn ich nicht gerade am Chinesisch pauken bin oder mit Freunden unterwegs bin oder noch letzte Reisen plane, habe ich Chinesisch-Lehrerin gespielt 😀 Ja, richtig gelesen, ich habe Chinesisch-Lehrerin gespielt. Nach 7 Monate Chinesisch-Schülerin sind meine Freundin und ich mal kurz zum Lehrerinnen-Sein umgestiegen und haben 14 Amerikanern Chinesisch nähergebracht. Das waren Gott sei Dank nur 2 Stunden, denn so viel Chinesisch-Erfahrung um Lehrer zu sein, haben wir dann ja doch noch nicht. Aber es war definitiv eine Erfahrung wert.

Außerdem war Mitte März mal für eine Woche eine Gruppe holländischer SchülerInnen an meiner Schule und haben hier eine Woche verbracht, um die Kultur näher kennenzulernen. Und da bin ich auch gleich mal „gejoined“ und hab‘ mit ihnen KungFu Stunden gehabt und hab‘ mit ihnen in der Volksschule, 3 Mal dürft ihr raten, Lehrerin gespielt. Dieses Mal haben wir zuerst Englisch unterrichtet und den Schülerinnen dann die Zahlen von 1-10 auf Holländisch beigebracht. Das war auch definitiv eine Erfahrung wert. Ich hab‘ mich ganz gut geschlagen, würd‘ ich sagen, ist ja dem Deutschen sehr ähnlich 😀

Außerdem ist bei uns endlich der Sommer angekommen. Ok gut, gerade schüttet es mal wieder, aber vergangene Woche war der Sommer da, kurze Hosen und Tanktops sind schon ausgepackt 🙂 Und seit 3 Wochen übe ich mich nun an Kalligraphie! Nicht ganz einfach, aber wahnsinnig cool!
Die Zeit rennt und in etwa 80 Tagen bin ich schon wieder auf meinem Weg zurück nach Österreich! Deshalb heißt es, jede Gelegenheit nützen und noch 100% aus den letzen Monaten herausholen und die Zeit genießen!

Wie immer bis bald und 再见,
Eure Catherine