National Champion

Hallo!

Zuerst einmal möchte ich mich entschuldigen, da ich seit zwei Monaten nichts geschrieben habe. Es war immer so viel los mit Schule, Powerlifting, Rodeos, usw. Auf der anderen Seite ist aber nicht wirklich viel Aufregendes passiert.

Schwer zu glauben, aber wahr, in 54 Tagen werde ich schon im Flugzeug auf meinem Weg nach Österreich sitzen. Nur mehr eine Woche Schule + Finals (wieder einmal 4 Tage – 7 Tests – ganzer Semesterstoff). Und die Seniors unserer Schule sind schon fertig mit der Schule, also musste ich mich schon von ein paar Freunden verabschieden. Weniger als zwei Wochen nach Schulschluss werde ich mit meiner Schwester Shelbie auf einen 14-tägigen East Coast Trip fahren und danach bleiben mir auch nur mehr 12 Tage. So viele Dinge, die ich noch mit meiner Familie erleben möchte, aber so wenig Zeit. Ich werde dauernd gefragt, ob ich mich schon auf Österreich freue, aber ehrlich gesagt weiß ich nie so recht, was ich antworten soll. Natürlich freue ich mich auf Österreich, meine Familie, Freunde und einfach alles andere. Aber auf der anderen Seite will ich einfach nur hier bleiben, da es sich so anfühlt, als würde ich ein ganzes Leben zurücklassen. Einerseits fühlt es sich so an, als wäre ich gerade erst aus dem Flieger gestiegen, andererseits fühlt es sich so an, als wäre ich schon ewig hier, weil alles so vertraut ist. Der Gedanke, dass mir nicht mehr viel Zeit bleibt, ist natürlich immer in meinem Hinterkopf, aber trotzdem muss ich versuchen, meine letzten Wochen zu genießen und das Beste daraus zu machen, auch wenn ich schon einige „letzten Male“ hatte.

Powerlifting

Nationals in Houston

Nationals in Houston

Bei unserem Powerlifting Banquet (bei Sportbanquets werden Sportler ausgezeichnet) habe ich den „Most Dedicated“ Award bekommen, da ich immer mit vollem Herzen dabei war und bei so gut wie jedem Training war. Im April habe ich beim Training wirklich hart gearbeitet und habe alle meine persönlichen Rekorde noch einmal gebrochen. Demnach habe ich auch immer ordentlich Muskelkater gehabt. Am 19. April fuhren drei Powerlifter von unserem Team gemeinsam mit zwei Powerliftern von einer anderen High School nach Houston zu einem National Powerlifting Meet. Ich wurde 2. in Benchpress und 1. in Deadlift. Theoretisch bin ich jetzt National Champion, aber da nicht viele bei diesem Meet teilnahmen, finde ich nicht, dass es wirklich zählt. Aber immerhin habe ich den Texas State Record in Deadlift mit 132kg aufgestellt. Das war wenigsten ein nettes Ende für Powerlifting und ich vermisse es jetzt schon, aber ich glaube, dass ich in Österreich leider keine Zeit dafür haben werde.

Akademische Leistungen

Da ich auf eine Privatschule gehe, legt meine Schule hohen Wert auf akademische Leistungen und ich wurde für „Academic Excellence“ und „Outstanding Performance“ in World History, Algebra, Spanisch und Englisch (worauf ich besonders stolz bin) ausgezeichnet. Wie würde es wohl aussehen, wenn ich für die Schule so viel lernen würde wie in Österreich…? Also, ich kann auf jeden Fall sagen, dass die Schule hier einfacher ist und es sagen alle in meiner Schule, dass unsere Schule als Privatschule schwerer ist.

Unser jüngstes Familienmitglied.

Unser jüngstes Familienmitglied.

Immer etwas los

Vor zwei Wochen hatten wir eine Fundraiseparty, auch Jubilee, für unsere Schule und ich habe den ganzen Abend und die halbe Nacht mit Servieren und Auktionen verbracht und danach noch aufräumen. Ich bin demnach nicht früh schlafen gegangen. Kein Problem, wenn man sich auschlafen kann, aber für meine Schwester und mich kam es anders. Um 9 Uhr kam unsere Mom in unsere Zimmer: “ Ihr habt 5 Minuten! Wir müssen zu einer ‚heifer auction‘ fahren!“ Also fuhren wir dorthin und kamen wenige Stunden später mit zwei Kühen wieder heim. Momentan müssen wir viel arbeiten, weil meine Schwester schon zwei neue Stiere für das nächste Jahr hat, 3 neue Kühe und wir haben sogar ein Kalb bekommen. 😀

Nächstes Wochenende ist auch schon die dreitägige Pre-Return Orientation in New Braunfels. Ich freue mich schon sehr darauf, wieder mit anderen Austauschschülern zu reden und zu hören, was alle erleben und wie sie damit umgehen, dass uns nur mehr <7 Wochen bleiben …

Ich werde jetzt noch versuchen, das Beste aus diesen letzten 50 Tagen zu machen und ich muss mir schon Gedanken darüber machen, wie ich meine ganzen Sachen zurück nach Österreich bekomme. Ich gehen nämlich seeehr gerne shoppen.. :p