Erste Erlebnisse

Es ist schon mehr als ein Monat vergangen, seitdem ich in Thailand bin und es ist ziemlich viel seitdem passiert.

Heimweh

Der erste Monat ist sicher der schwerste, man muss sein ganzes Leben quasi wieder von Anfang beginnen (neue Freunde, neue Familie, neuer Lebensstil, neue Umgebung, usw.), wobei man das alte auch vermisst. Bei mir war es nicht schlimm. Meine Gastfamilie hat mich seit dem ersten Tag wie ihren Sohn behandelt, und ich fühle mich echt zu Hause, und auch mit dem Heimweh hat es (bis jetzt) nichts Großes gegeben.

Obwohl…

Thailand ist gaaanz anders als Italien oder Österreich, also war mein Kulturschock ziemlich „mächtig“. Thailänder sind auf den ersten Blick ein bisschen europäisch, aber wenn man sie näher betrachtet, bemerkt man, dass Thailand und Österreich wie Erde und Mars sind.

Zum Beispiel: Thailänder behandeln ihre Lehrer mit so viel Respekt, dass wenn man, wenn man neben einem Lehrer vorbeigeht, sich verbeugen muss. Wer wurde sowas in Österreich  tun?

Oder: jeder weiß, dass man in Asien mehr Reis isst als in Europa. Ich weiß zwar nicht, wie es in den anderen asiatischen Ländern aussieht, aber in Thailand wird Reis zu jeder Speise serviert, und ist es nicht mehr „nur ein Essen“, sondern ein alltägliches Wort. Zum Beispiel werden Mahlzeiten allgemein „kin-kao“ genannt, was wörtlich übersetzt bedeutet „essen-Reis“, oder die Nummer neun heißt auch „kao“ und die Farbe Weiß heißt „si-kao“.

Schule

Die Schule ist wahrscheinlich der beste Ort um Freundschaften zu knüpfen und auch der Ort, wo man die meiste Zeit während der Woche verbringt.

In Thailand ist Schule ganz anders als in Österreich, aus allen Seiten: schon die Tatsache, dass ich der 51. Schüler in meiner Klasse bin, ist ein Beweis dafür. Hier sind Klassen mit ungefähr fünfzig Schülern etwas Normales, und interessanterweise ist meine Klasse hier ruhiger als meine Klasse in Österreich (wir waren in 35, und es war ziemlich unmöglich) und auch der Klassenraum ist viel kleiner als die allgemein in Österreich.

Auf dem Stundenplan stehen fünf Stunden Mathematik, sechs Biologie und vier Physik und Chemie. Die restlichen sind Informatik, Geschichte, soziales Wesen, Sport, Chinesisch, English, Thailändisch und „guidance“, was am besten als ein Gruppenbesuch beim Psychologen beschrieben wird.

Die Schulstunden fangen um 8.40 an, jedoch muss man um ungefähr (es gibt keine genaue Zeit, es ist jeden Tag anders) acht Uhr an der Schule sein, weil man beten und die Hymne singen muss. Der Schultag endet für die meistens um 15.30, aber es kann auch 14.40 oder 18 sein. Dazwischen gibt es natürlich auch eine Stunde fürs Mittagessen, das man in der Kantine kauft. Man kann zwischen Reis und Nudeln (mit oder ohne Suppe) wählen.

Sprache

Das Thailändische ABC

Das Thailändische ABC

Mein Thailändisch ist ziemlich schlecht. Ich kann bis jetzt ein bisschen über mich sprechen, bis zehn zählen und einige andere Wörter, die immer hilfreich sein können.

Die Sprache hat 44 Konsonanten und unendlich viele Akzente, Tone und Sachen, die wahrscheinlich keine andere Sprache hat; und deswegen haben sie auch eine eigene Schrift und Nummern entwickelt, aber meistens benutzen sie unsere Nummern.

Muttertag

Am 12. August feiert man den Geburtstag der Königin und somit auch Muttertag. Da die Eltern in Thailand etwas sehr Wichtiges sind (die Mutter inbesonders) und auch die Königin natürlich höchst angesehen ist, hatten wir am Freitag davor eine Feier und am 12. hatten wir schulfrei 🙂

Wie war eure erste Begegnung mit der Sprache? Wie war euer Kulturschock oder Heimweh?

 

LG,

Mihael 🙂

2 Gedanken zu „Erste Erlebnisse

  1. Hallo!
    Hast du vorher in Österreich schon einen Thailändisch Sprachkurs gemacht?
    lg

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