First month

Erstes Monat in Pittsburgh

Sorry, dass ich erst so spät etwas poste, aber ich bin nicht wirklich dazu gekommen bis jetzt. Ich kann natürlich nicht alles aufschreiben, was ich bisher so getan hab, aber ich versuch mal eine brauchbare Zusammenfassung abzugeben 🙂

Abschied/Ankunft 

Am 13.8. begann endlich die lang ersehnte Reise in die USA, nach ewigem Warten auf Wohnort & Gastfamilie. Viele Leute haben mich Wochen und Tage vorher schon gefragt, ob ich aufgeregt bin, und ich hab jedem das gleiche gesagt – eigentlich nicht. Ich habs bis zu dem Moment am Flughafen, als ich durch die Sicherheitskontrolle gehen musste, nicht realisiert, dass ich mein Zuhause für ein halbes Jahr zurücklassen werde. Vielleicht auch besser so, denn am Flughafen muss ich zugeben, hab ich dann doch ziemlich geheult. Meine Freunde sind mir irrsinnig wichtig, sie haben eine Woche vorher schon eine Überraschungsparty organisiert (das war wirklich soso süß) & die Besten sind auch zum Flughafen mitgekommen. Vor allem aber von meinen Eltern konnte ich mich sehr schwer trennen.

Downtown Pittsburgh

Downtown Pittsburgh

Jedenfalls nach 100€ für das Übergepäck zahlen, einem 10 stündigen Flug nach NYC, einer Weiterfahrt auf den Lingoria Airport, wo unser Flug nach Pittsburgh erst wieder 3 Stunden Verspätung hatte, bin ich nach 24 Stunden Reise endlich am Arrival Camp mit 2 anderen Austauschschülern angekommen. Ich persönlich fand das Arrival Camp unnötig, weil ich sowieso nur mit 2 anderen dort war (mit dem Austauschschüler aus Schweden hab ich mich allerdings gut angefreundet), all die Regeln eh schon mal gehört hab, wirklich, wirklich müde war und eigentlich nur mehr zu meiner neuen Familie und schlafen wollte.

Familie

Ursprünglich sollte ich mein Semester bei einer alleinstehenden Frau die selbst 2 Hunde, ein riesiges Farmhaus und eine Hundepension hat, verbringen. Die erste Woche verlief auch gut, allerdings hab ich von Anfang an gemerkt, dass sie irrsinnige Probleme mit ihrem Knie hat. Nach 2 Wochen bekam sie die Mitteilung, dass sie eine Knie OP Ende September haben wird und somit war klar, dass ich die Familie wechseln muss. Das war natürlich keine lustige Situation, denn wie jeder weiß, sind Gastfamilien nicht so einfach aufzutreiben, vor allem in so einer kurzen Zeit. Verständlicherweise war ich natürlich auch besorgt, weil ich nicht wusste wohin es gehen wird und ich auf gar keinen Fall die Schule wechseln wollte, da ich schon einige Freunde hatte. Dazu später mehr. Jedenfalls hatte ich wahnsinniges Glück, dass mein Betreuer mich 1 Woche später aufgenommen hat. Seine Frau, er und 2 supersüße Hunde wohnen nämlich nur 10min von meinem vorherigen Zuhause entfernt. Somit konnte ich in meiner Schule bleiben. Mit meinen neuen Gasteltern versteh ich mich soo gut und es stört mich auch gar nicht, dass ihre Kinder schon erwachsen und somit ausgezogen sind, da ich selbst ein Einzelkind bin. Ich bin ihnen wirklich dankbar, dass sie mich aufgenommen und aus der unangenehmen Situation befreit haben & ich bin sicher, ich werd eine super Zeit mit ihnen haben 🙂

Freunde

Da meine Schule erst am 4.9. begann, hatte ich noch 3 Wochen Ferien nach meiner Ankunft. Das war zwar echt angenehm, da ich allerdings keine Gastgeschwister habe, war es nicht so einfach, Leute kennenzulernen und seine Zeit sinnvoll zu nützen.

Amusementpark

Amusementpark

Ich hab trotzdem schnell ein paar Freunde gefunden und viel mit ihnen unternommen. Sie haben mich ein bisschen herumgeführt und mir gezeigt, wo & was man mit seiner Freizeit am besten anfängt. Vor allem die Shoppingmalls. Ich bin echt froh, dass ich 3 Monate Pflichtpraktikum machen musste, bevor ich herkam und somit genug Geld zum ausgeben hab!! Keine Ahnung, wie ich das ganze Gewand jemals wieder nach Wien bringen werde.

trailriding

trailriding

Auch mit AFS Freiwilligen und Verwandten meiner ersten Gastmutter hab ich viel Zeit verbracht und vor allem Downtown Pittsburgh angeschaut oder Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten gemacht z.B: Zoo, Freizeitpark, Museum, University .. Und wenn ich mal nichts zu tun hatte, hab ich viel gelesen, fern geschaut oder bin Laufen gegangen (was ganz schön hart ist, da es verdammt hügelig hier ist). Ich war auch mit einer Freundin im Reitstall, wo ihr Pferd steht. Das war ziemlich cool, da ich selbst reite und die Landschaft wunderschön ist.

Was auch ziemlich ereignisreich war, war mein erstes Baseballgame. Mit einer AFS-Freiwiliigen, ihrem Mann und Axel aus Schweden sind wir zu einem Baseballgame der Pirates gegangen. Vor allem das PNC Stadium hat mich echt beeindruckt, der Ausblick auf eine der vielen Brücken in Pittsburgh ist einmalig. Ich hab zwar nicht alles verstanden, was bei Baseball vor sich ging, aber mit dem anderen Austauschschüler & French Fries with Cheesesauce wars ein echt super Abend!!

Schule

Mein erster Schultag war alles in allem ziemlich cool. Vieeele Fragen kamen auch, vor allem „Austria or Australia?“ Entsetzt sind auch alle, dass wir nicht all das essen, was in den USA gegessen wird. Ich glaub, den Satz „OMG you have to eat this/you have to go there/I’ll take you there someday“ hab ich mittlerweile 100 Mal gehört. Was ich allerdings ziemlich süß find 😛
Die Lehrer und ich glaub auch Schüler haben zuerst nicht ganz gecheckt, dass ich eine Austauschschülerin bin, denn als die Fragen über „Summerreadings“ und „Seniorprojects“ aufkamen, hab ich etwas blöd geschaut. Mittlerweile kann ich aber schon meinen „Locker“ (Schließfach) öffnen und verlauf mich auch nicht mehr so. Es gibt wirklich super Leute und ich hab schon einige Freunde gefunden. Ich find aber, dass es im Allgemeinen zwar einfacher ist mit Leuten in Amerika zu reden, allerdings sind die Gespräche eher oberflächlich, wirklich Leuten nahe zu kommen ist schwieriger. Meine Schule ist echt riesig & dadurch fühlt man sich auch manchmal ziemlich dumm, wenn sich alle Leute am Gang grüßen und man selbst vielleicht 3 Menschen kennt. Es wird allerdings von Tag zu Tag besser 😉
Meine Fächer sind echt cool und die Lehrer sehr sympathisch. Das Schulsystem ist total anders als unseres in Österreich. Vor allem die Sportteams & Clubs begeistern mich. Ich war schon auf 2 Footballgames. Auch wenn unser Team beide Male verloren hat, war die Atmosphäre einfach super. Es gibt auch immer Mottos wie „Blackout oder Neonight“ Das ist echt leiwand.
Ich werde ab Oktober hoffentlich dem Schwimmteam beitreten, sofern ich die try-outs bestehe.

Jetzt werde ich mal meine Hausübungen machen. Ich werd versuchen, bald wieder von meinen Erlebnissen zu berichten. Aja, fast vergessen:  zu Englisch. Mir machts richtig Spaß, Englisch zu reden, auch wenn ich nicht immer alles verstehe. Ich bewundere allerdings wirklich jeden Austauschschüler, der in ein Land reist, wo er kein Wort der Sprache spricht. Ich bin nämlich schon sehr froh über meine bisherigen Englischkenntnisse!

Würd mich interessieren, wie es euch so in den Ländern geht, wo ihr die Sprache noch gar nicht konntet?!

 

Alles Liebe,

Katie

9 Gedanken zu „First month

  1. Finde deine Schilderung einfach Klasse. Du hast deine Erlebnisse und dich in eine interessante Story eingebracht.
    Gratuliere :)))

  2. hey katrin, super eintrag! also die „austria oder australia“-frage kommt mir seeehr bekannt vor 😉 ich bin jetzt schon seit einem monat in peru und verstehe immer noch nicht sehr viel, manchmal ist das ziemlich anstrengend, weil ich dann 100x nachfragen und mir jemanden suchen muss, der englisch kann (das ist hier gar nicht so einfach, es kann quasi niemand richtig englisch…)
    ganz liebe grüße, anna

    • Hey Anna Danke für dein Kommentar! 🙂
      Ich bewunder das wirklich wenn Leute in ein Land gehen in dem sie die Sprache noch gar nicht können das muss so anstrengend sein! Wie ist das denn mit Freunden dann so also sprechen die Englisch mit dir bzw fragen dich viele Leute ob du was mit ihnen unternehmen willst?
      Ganz liebe Grüße

      • hey katrini, also in meiner klasse sprechen ca. 3 leute gut englisch, die anderen reden spanisch mit mir auch wenn ich nichts verstehe 😉 und ja sie fragen mich ob ich was mit ihnen unternehmen will (sie müssens halt immer 100x wiederholen :P) und ich hab das glück das mich meine gastschwester oft wohin mitnimmt 🙂
        liebe grüße

  3. Hey Anna Danke für dein Kommentar! 🙂
    Ich bewunder das wirklich wenn Leute in ein Land gehen in dem sie die Sprache noch gar nicht können das muss so anstrengend sein! Wie ist das denn mit Freunden dann so also sprechen die Englisch mit dir bzw fragen dich viele Leute ob du was mit ihnen unternehmen willst?
    Ganz liebe Grüße

  4. Hallo Katrin!!!

    Freu mich so, daß es Dir so gut geht und sich alles doch noch zum Guten gewendet hat! Wünsch Dir weiterhin soviel Spaß und toitoitoi für Deine Schwimmerzukunft :-))

    Bussi, Gabi

  5. Hi, liebe Katrin dein Blog ist sehr cool und wirklich sehr süss geschrieben! Hab noch eine schöne Zeit…Alles Liebe Martina und Veronika-BMF

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