Vacacioneeeeeees :D

Feeeerien 😀 Endlich ist es soweit und wir haben SOMMERFERIEN!! Kaum zu glauben, dass wir jetzt Sommerferien haben, obwohl es in Österreich jetzt Winter ist. Nun beginnen unsere dreimonatigen Ferien und ich glaube, das wird super! Meine Eltern haben gesagt, dass wir viel reisen werden. Auf das freue ich mich schon besonders! Aber nun erzähl ich euch mal von meinen letzten Wochen.

Día de la tradición

Gruppenfoto

Gruppenfoto

Ich habe in meinem letzten Blogeintrag schon erwähnt, dass die Argentinier wirklich viele Tage feiern, die es bei uns nicht gibt. An diesen Tagen gibt es immer Weiterlesen

La vida en Argentina

Es ist wirklich unglaublich, wie schnell die Zeit hier vergeht! Ich weiß, ich habe das das letzte Mal schon gesagt, aber es ist einfach unglaublich. Je länger ich hier bin, desto besser gefällt es mir hier! Ich bin wirklich froh hier zu sein.

„Dia del Estudiante“

Am Freitag vor zwei Wochen (glaube ich, ich weiß nicht mehr genau welcher Freitag aber egal :D) war der „Tag der Schüler“.  Hier gibt es wirklich Weiterlesen

3 Wochen?!

Jetzt sind schon ganze 3 Wochen vergangen, seitdem ich Österreich verlassen habe und nach Argentinien geflogen bin. Die Zeit hier vergeht so schnell, das hätte ich mir wirklich nicht gedacht! Aber bevor ich von meinen ersten Tagen bzw. Wochen hier erzähle, werde ich von der Reise hierher erzählen.

Anreise

Meine Reise war ziemlich anstrengend, da ich zuerst 2 Stunden nach Wien fahren und dann 2 Stunden am Flughafen warten musste, bis der 1,5-stündige Flug nach Frankfurt startete, wo wir die restlichen AFSer trafen, die nach Argentinien flogen. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir noch gar nicht richtig bewusst, dass ich wirklich ein Jahr weg sein werde. Ich freute mich einfach nur, dass mein Auslandsjahr bald startete! Weiterlesen

Der Countdown läuft

Luftlinie zwischen meinem Heimatort und Coronel Moldes (ca. 12000 km),    (c) googlemaps

In weniger als einem Monat ist es soweit und ich werde nach Argentinien fliegen! 😀 In den letzten Wochen bzw. Monaten habe ich mir noch gedacht, dass es noch so lange dauert und jetzt ist es nicht mal mehr ein Monat! Viele fragen mich, ob ich schon aufgeregt sei und bis vor kurzem war das noch nicht der Fall, aber seit ein paar Tagen bin ich wirklich schon ziemlich aufgeregt! Wenn man so drüber nachdenkt, dass es nur mehr rund 30 Tage sind, bis man für ein Jahr ein anderes Leben lebt und von seiner Familie und Freunden ein Jahr lang getrennt ist, kann man auch aufgeregt sein, glaube ich.. Weiterlesen

Que mueve tu cuerpo y salta …

Señor y Virgen del Milagro

Schon kurz nach meiner Ankunft wurde mir von meiner Familie ganz begeistert erzählt, dass es schon in ein paar Wochen so weit wäre und das größte jährlich stattfindende Fest von Salta wieder gefeiert wird. Sie erklärten mir alles ganz genau, aber ich verstand auch nicht mehr als ihr wahrscheinlich bis jetzt, bis ich das Ganze selbst gesehen habe.

Proezession

Prozession

Also mal langsam: Jedes Jahr im September wird Salta für 9 Tage zum Mittelpunkt vom Norden Argentiniens. Leute aus den umliegenden Provinzen kommen für diese Zeit nach Salta, um an der Feierlichkeit teilzunehmen. Eine Tradition ist es Weiterlesen

So lässt sich’s leben!

Don’t cry for me, Austria…

Ein Jahr im Ausland zu verbringen war schon lange mein Traum. Dass es Argentinien werden soll, hab ich aber eher kurzfristig beschlossen. Aber ich bin froh, denn in den drei Wochen, in denen ich jetzt hier bin, hab ich meine Entscheidung kein einziges Mal bereut.
Aber von Anfang an: Österreich zu verlassen ist mir nicht leicht gefallen. Obwohl die Aufregung und die Vorfreude riesengroß waren, vermisste ich meine Freunde und Familie schon, bevor ich sie verabschiedete.

Als ich dann am Flughafen endlich meinen Koffer aufgegeben habe, überwog aber die Freude der Trauer und ich bestieg höchst motiviert den Flieger. Die insgesamt 15 Stunden andauernde Flugzeit wurde Weiterlesen

Chau, Argentina – hallo, Österreich!

Die letzte Woche in Argentinien war stressig, tränenreich, aufregend, traurig und voller Vorfreude.
Am Samstag wollte ich ja eigentlich meinen Koffer packen anfangen und die Familie meines Freundes wollte mich um 10 Uhr abends abholen, um noch ein paar Tage gemeinsam in Buenos Aires zu verbringen. Es war dann so, dass alle meine Freunde gekommen sind, um mich zu verabschieden und wir mit zwei Stunden Verspätung losgefahren sind. Die Verabschiedung meiner Gastfamilie fiel mir sehr schwer, wir haben ja doch neuneinhalb Monate zusammen verbracht, sind zusammen in den Norden gefahren, in den Süden, haben uns gestritten, wieder vertragen und einfach die beste Zeit miteinander verbracht. Meine ganze Familie hat geweint und ich konnte meine Tränen dann natürlich auch nicht mehr zurückhalten 🙁

Nach 13 Stunden Fahrt kamen wir dann schließlich in Buenos Aires an. Ich liebe diese Stadt, sie ist einfach Weiterlesen

Die Wasserfälle von Iguazú

Die Ruinen von San Ignacio

Die Ruinen von San Ignacio

Jetzt habe ich auch die 2. Reise von AFS miterleben dürfen. Und zwar sind wir zu einem der sieben Naturwunder, den Wasserfällen von Iguazú gefahren! Es war einfach unglaublich schön! Da ich hier im Süden wohne, wollte ich sowieso schon immer einmal den Norden besuchen, was aber natürlich nicht ganz so einfach und billig ist, da Argentinien einfach ein riesiges Land ist.

Zuerst ging es 14 Stunden mit dem Bus nach Buenos Aires. Dort machten wir eine Städtetour und sahen berühmte Sehenswürdigkeiten wie das Haus der Präsidentin und das Boca Stadium.
Am nächsten Tag ging es dann weiter mit der Busfahrt. Nach 16 Stunden Fahrt und einem kleinen Halt, in dem wir die Ruinen von San Ignacio besichtigten, kamen wir endlich in Iguazú an und sind gleich in den Pool gesprungen, da es dort, trotz Winter, noch warme Weiterlesen

Das argentinische Schulsystem

Meine Klasse - 5to CNA I :)

Meine Klasse – 5to CNA I 🙂

Zuerst einmal muss man sagen, dass das argentinische Schulsystem sich vom österreichischen wirklich sehr unterscheidet! Da war es natürlich am Anfang nicht gleich leicht, sich einzuleben.
Hier in Argentinien gibt es die „Primaria“, die von 6 bis 12-Jährigen besucht wird und danach die „Secundaria“, in die die 13 bis 17-Jährigen gehen. Außerdem wird hier zwischen öffentlichen und privaten Schulen unterschieden. Die privaten Schulen haben immer eine Schuluniform und kosten pro Monat ein Vermögen! Schüler aus privaten Schulen und Schüler aus öffentlichen Schulen können sich übrigens nicht so gut leiden. In öffentlichen Schulen hingegen ist es eigentlich Pflicht, ein weißes T-Shirt zu tragen und eine schwarze oder blaue lange Hose mit geschlossenen Schuhen. Im Sommer bei 40 Grad ist das einfach nur schrecklich! ):

Unsere Abschlussjacken

Unsere Abschlussjacken

Was ich für eine besonders tolle Idee halte ist, dass jeder Kurs sich im letzten Jahrgang seine eigene Abschlussjacke designt. Man kann sich die Farben aussuchen und was darauf steht. Meistens ist es ein „Egresados“, was Abschlussschüler bedeutet, und der jeweilige Name des Schülers zu sehen. Die Jacken sind eigentlich dafür gedacht, dass man sie so oft wie möglich trägt, weil sie bequem sind und die Schule repräsentieren.

Am Morgen, bevor man in seinen Klassenraum geht, versammeln sich alle Schüler in der Aula oder im Turnsaal und Mädchen und Jungen müssen sich getrennt in Reihen aufstellen. Danach wird alles ganz still, die Flagge wird von zwei Schülern gehisst (ich durfte es schon zwei Mal machen, das ist immer eine besondere Ehre für den Schüler! 🙂 ) und der/die Direktor/in wird begrüßt. Das Ganze dauert nicht viel länger als 5 Minuten.

In allen Secundarias kann man ab der 4. Klasse ein Fachgebiet wählen. Und zwar kann man sich zwischen Naturwissenschaften, Biologie und Humanismus entscheiden. Das Allgemeinwissen ist leider nicht so gut, auch spricht keiner Englisch, aber in ihren Fachgebieten wissen sie wirklich viel!
Die Lehrer unterrichten nicht nur an einer Schule, sondern an mehreren und müssen immer hin- und herfahren. Nicht selten kommt es vor, dass wir manchmal nur 4 Stunden Unterricht haben, weil Lehrer fehlen!

In meiner Schule findet der Unterricht am Morgen für die Viert- und Fünftklässler statt, der auch nur relativ kurz geht und zwar von halb sieben bis halb eins. Am Nachmittag gehen dann die Erst- bis Drittklässler in die Schule und dann gibt es noch die Abendschule, die man mit unserem Abendgymnasium vergleichen kann.
Die Noten gehen von 1 bis 10, wobei 10 die beste Note ist und alles unter 7 sehr schlecht ist. Am Ende des Schuljahres muss man also in allen Gegenständen mindestens eine 21 erreichen, da das Schuljahr in Trimester eingeteilt ist. Wenn man das nicht schafft, kann man den Gegenstand im Dezember und im Februar wiederholen. Am Ende der 5. Klasse gibt es nicht so etwas wie die Matura. Wenn man eine schlechte Note hat, muss man einfach eine Nachprüfung im Sommer machen und wenn nicht, dann geht’s gleich ab in die Universität! Klingt doch nach weniger Stress, oder? 😉

Was sagt ihr zu der Begrüßung am Morgen? Sollte das bei uns auch eingeführt werden?
Und meint ihr ist es besser, dass es keine Matura gibt? Die Abschlussjacken sind eine tolle Idee, oder?

Bariloche – Das österreichische Argentinien und der Malvinaskrieg

Berühmt für das selbstgebraute Bier.

In der Osterwoche fuhr meine Gastfamilie mit mir nach El Bolsón um Urlaub zu machen. Die Reise dauerte 8 Stunden, da es wieder einmal einige Verkehrsunfälle und Umleitungen gegeben hatte. (Wusstet ihr, dass die argentinische Führerscheinprüfung aus 20 Fragen besteht? Aber dementsprechend schrecklich ist die Fahrweise!) Schon bei der Hinreise verwandelte die sich mir bekannte Wüstenlandschaft meiner Stadt in grüne Hügel, große Seen und schneebedeckte Berge.
Als wir endlich in El Bolsón ankamen, war es schon dunkel. El Bolsón kann man mit einer Hippiestadt vergleichen. Wirklich jeder Einwohner trägt Dreads und Hippiegewand!

Sieht aus wie Österreich, oder? ;)

Sieht aus wie Österreich, oder? 😉

Wir wohnten in einer kleinen Hütte außerhalb der Stadt. Fast jeden Tag gingen wir wandern oder stiegen auf einen Berg hinauf. Für meine Gastfamilie war das natürlich ein unglaubliches Erlebnis einmal im Wald zu wandern. Es war natürlich ein wunderschöner Urlaub, aber wenn man schon 18 Jahre in so einem Land gewohnt hat, ist es auch nichts Besonderes mehr, vor allem wenn man nie ein begeisterter Wanderer war. 😀
Am Ostersonntag sind wir schließlich nach Bariloche gefahren. Zu Ostern wird dort immer „Das Fest der Schokolade“ gefeiert. Es wird ein riesiges Schokoladenei hergestellt und schließlich wird es zerbrochen und jeder der sich gerne 2 Stunden anstellt, bekommt ein Stück handgemachte Schokolade. 🙂 Sonst wird Ostern leider nicht wirklich gefeiert. Man kann zwar Schokoeier in den Geschäften einkaufen (Schokohasen habe ich keine gesehen), aber man bekommt weder etwas geschenkt, noch findet ein besonderes Essen statt.
Dann sind wir auch schon wieder heimgefahren und schließlich in den Morgenstunden angekommen.

Am nächsten Tag in der Schule wurde der Gedenktag an den Malvinaskrieg gefeiert, der genau vor 31 Jahren stattfand. Dazu muss man sagen, dass wirklich jeder Argentinier, bis auf wenige Ausnahmen, Engländer hasst.
Malvinas ist eine Insel neben Argentinien und hatte vorher den Argentiniern gehört. England kündigte Argentinien den Krieg an und nahm schließlich die Insel ganz für sich ein. Viele junge Argentinier mussten unfreiwillig einrücken und viele sind dabei gestorben.
In der Schule wurde die argentinische Flagge von den 3 besten Schülerinnen in den Festsaal getragen, dann wurde die argentinische Hymne abgespielt und schließlich ein paar Videos von dem Krieg vorgeführt.
Argentinien, und ich denke auch ganz Südamerika, ist sehr patriotisch und es ist sehr wichtig solche Ereignisse zu feiern. Genauso groß wurde zum Beispiel auch der „Internationale Frauentag“, „Der Tag der Lehrer“, „Der Tag der Schüler“ und jeder andere besondere Tag gefeiert. Im Fernsehen wird dann auch oft ein ganzes Monat nur von diesen Ereignissen berichtet, leider bekommt man dafür keine Nachrichten und Neuigkeiten aus dem Rest der Welt mit.

Hast du in deinem Gastland auch Nationalparks besucht? Was hat dich dort an Österreich erinnert? Oder bist du nun vielleicht neugierig geworden und würdest auch gerne nach Argentinien kommen?

Liebe Grüße,

Caroline