Strandmarathon!

Ich kann sagen: In den letzten Wochen war „Strand“ mein zweites Zuhause! 🙂 Ich verbrachte echt seehr viele Tage am rauschenden Meer, in der Sonne brutzelnd (leider ein bisschen zu lange) und mit guter Musik.

Ich liebe es einfach nur unter einer Palme im Sand zu liegen, das Wasser zu hören und einfach nur dahin zu dösen. So kam ich auch einem meiner letzten Zielen näher: Weiterlesen

Wie die Zeit vergeht: Der letzte Monat

Es hört sich schrecklich an, wenn ich jemandem sage, dass ich schon in weniger als einem Monat wieder nachhause fliegen werde.

Natürlich freue ich mich wahnsinnig darauf, meine Familie zu umarmen und mich mit meinen Freunden zu treffen und gaaaanz viel zu tratschen, aber es ist mindestens ein weinendes Auge dabei, denn nach über 10 Monaten habe ich auch hier beste Freunde und eine Familie.

Besonders meine Schwester Pamela werde ich ungeheuer vermissen! Ich kann mich an keinen Tag erinnern, an dem wir nicht zusammen gelacht haben.

Frida, Hannah, Marie und Caro

es ist wirklich ungewohnt mal die mit den dunkelsten Haaren zu sein 🙂

Aber nun erzähle ich euch, was so in den letzten Tagen geschehen ist! 🙂

Zum Beispiel war ich bei einer Talentshow von allen Colegios in meiner Stadt. Es war ein Riesenevent und ich habe viele andere Austauschschüler getroffen!

Letztes Wochenende war der Quinto-Ball, dies war eine Tanzveranstaltung von der Abschlussklasse, um noch mehr Geld für die Patidos-Politicos zu bekommen. Drei andere Austauschschülerinnen kamen am Nachmittag zu mir und wir haben uns fertiggemacht, danach trafen wir uns mit den jeweiligen Tico-Freunden und es war ein echt toller Abend

Caro und Freundin

und hier mit einer meiner Freundinnen aus Costa Rica

Mein Jahrgang und ich waren auch im Theater und ich war soo stolz, dass ich wirklich ALLES verstehen konnte. Leider konnte ich keine Fotos von den tollen Kostümen machen, da der Saal zu dunkel war. 🙁

Ich habe meine Meinung immer oft und schnell gewechselt, aber nun in den letzten Tagen denke ich wirklich oft daran, was ich hätte besser machen können, oder wie ich das Auslandsjahr noch mehr ausnutzen hätte können. Doch im Endeffekt bin ich einfach nur unglaublich froh es gemacht zu haben und ich kann sagen ich bin sehr stolz auf mich ( wie eingebildet 😉 ) !

Was denkst Du? Kann ich drauf stolz sein? Wenn ja, schreib mir doch einfach ein Comment 🙂 …Leute aus Österreich, wir sehen uns BALD wieder…

Ticos!

Was alles schon geschah?

Mmh, ich habe sehr lange nichts mehr gepostet, also werde ich mit Februar beginnen. Die Schule ging wieder los, und ich besuche nun eine neue, nämlich die, auf welche auch meine Schwester, meine beste AFS-Freundin Julie, und auch zwei andere „Tica“-Freundinnen gehen. Ticas oder Ticos sind Costa-Ricaner. 😉
Somit ging ich am ersten Schultag mit meiner Gastmutter zur Schule, natürlich hatte ich die Unform schon gekauft, und da ich wusste, dass ich in den Abschlussjahrgang kommen werde, war meine Uniform auch etwas Besonderes.

Hier in Costa Rica haben die Abschlussklässler immer eine eigene Uniform und in manchen Schulen, dürfen sie sich die T-shirts auch selbst designen 🙂
Das finde ich richtig toll!

Meine Schwester und ich

Meine Schwester und ich

 

Meine kleine Schwester brachte mich nach der Anmeldung zu meiner Klasse, was ihr ziemlich unangenehm war, da sie nervös war, weil dort alle nur Abschlussklässler waren und die in Costa Rica einen besonderen Stellenwert haben.
Das habe ich am gleichen Tag auch bemerkt, da ich ziemlich ungeschickt bin und aus Versehen ein kleiners Kind gestoßen habe. Doch als ich mich umgedreht hatte um mich entschuldigen zu können, stotterte sie tausend Entschuldigungen und ging dann ganz schnell weg!
Das fand ich ziemlich seltsam…

Als ich in die Klasse kam, erschrak ich zuerst mal über die Menge der Schüler, da sich in meiner Klasse befanden. Mit mir sind das 47 Schüler! Doch als ich ein Mädchen aus der vorletzten Reihe meinen Namen rufen hörte, freute ich mich, dass eine meiner Freundinnen wirklich in dieser Klasse war. Ich setzte mich neben Celeste, eben diese Freundin, und mein erster, richtig toller Schultag begann! … Und darauf folgten noch viele weitere 🙂

Freundinnen und ich

Freundinnen und ich

 

Ich habe nun echt viele Freunde, nicht nur in meiner Klasse, auch in anderen. Somit unternehmen wir fast jeden Tag etwas! Zum Beispiel, bin ich am Donnerstag mit 6 Freundinnen zum Piercing-stechen mitgegangen, oder wir gehen in den Park. Leider hat nun wieder die Regenzeit begonnen, und mit Regen meine ich nicht das, was man sich in Österreich unter „starkem“ Regen vorstellt, sondern eher so etwas wie duschen, doch von allen Seiten. Es ist unmöglich, trocken von der Schule nach Hause zu kommen!
Also gehen wir manchmal zu Kemlyn, einer Kassenkameradin, da ich unbedingt noch costa-ricanisch kochen lernen will, und sie zeigt mir immer neue Rezepte!

Am Montag, fragte mich ein Mädchen aus meiner Klasse, ob ich nicht mit zu einer Schulsitzung der Quintos (Abschlussklässlern) mitkommen wollte, und ich sagte zu. Denn selbst, wenn ich nur eine Sache in meinem Auslandjahr gelernt habe, dann ist es, dass man einfach „Ja“ sagen muss. Natürlich nicht zu verbotenen Dingen, doch selbst wenn man gerade keine Lust hat, wer weiß ob sie dich nochmal fragen werden?

Wer weiß, ob du dir nicht gerade eine Freundschaft verbaust, wenn du nun „Nein“ sagst?

Auf jeden Fall, bin ich mit zu dieser Sitzung, es ging um die Planung von den „Political“-Wochen, ich weiß nicht ob es die in ganz Costa Rica gibt, oder nur an meiner Schule. Doch es geht darum, dass es jeweils eine Gruppe der Quintos (fünfter und letzter Jahrgang) und eine des vierten Jahrganges eine Partei darstellen darf. Man muss einen Präsidenten wählen, ein Promotionsteam und alles was dazugehört, um möglichst viel Geld zu bekommen.

Geld wird nämlich als Wahlzettel gewertet.
Ich bin im Promotionteam, und wir haben schon T-Shirts designt, ein Maskottchen gefunden, und noch viel mehr. Wir planen auch gerade einen Ball, um noch mehr Geld zu bekommen, denn am Ende der 2 „Political“-Wochen werden beide Jahrgänge eine Party organisieren, und dafür sammeln wir durch dieses Politikding Geld!
Ich finde das ich eine super Idee und bin froh, ein Teil davon sein zu dürfen 😉

Würdet ihr in eurem Austauschjahr auch gerne Dusche von allen Seiten erleben? Habt auch ihr Schuluniform getragen? Was hält ihr von der Idee, so eine auch in Österreich einzuführen? 😛

Liebe Grüße,

eure Caro

Urlaub und Silvester

Als ich meinen Schlaf am 25. Dezember nachgeholt hatte, saßen wir alle beim Frühstück/Mittagessen und es entstand der erste Familienstreit, in den ich involviert war. Man sollte wahrscheinlich nicht glücklich darüber sein, doch ich war es!
Aber mal alles von Anfang.
Fünf Minuten vor dem Mittagessen kam meine kleine Gastschwester Pamela in mein Zimmer und meinte, sie bräuchte meine Hilfe, weil ihre zwei großen Geschwister sie mit ihren Eltern mitschicken wollten, da meine Gasteltern ab 26. für einen viertägigen Urlaub Verwandte in den Bergen besuchen fahren würden, und meine Geschwister das Haus für sich alleine haben wollten. Somit war meine Aufgabe beim Mittagessen meine Gastschwester zu verteidigen und meine Eltern zu überreden, dass sie mit mir und den anderen hierbleiben würde.
Das ganze nahm mehrere unschöne Wendungen, von einer demokratischen Abstimmung, bis hin zu einer wütend schreienden und wild trampelten Pamela.

„Im Endeffekt saßen meine Gasteltern, meine Gastoma, meine kleine Schwester und ich am nächsten Tag im Auto in die Berge.“

Im Endeffekt saßen meine Gasteltern, meine Gastoma, meine kleine Schwester und ich am nächsten Tag im Auto in die Berge. Für mich war es der erste Urlaub mit meinen Familie und die vier Tage waren wirklich schön. Pamela und ich verstanden uns nie besser, das Essen war toll, und wir halfen einen Tag auf der Kaffeeplantage von Verwandten. Das war jedoch ein Punkt bei den Erzählungen, wo ich und Pamela andere Wörter verwendeten. Sie meinte wir MUSSTEN helfen, ich sage wir DURFTEN. 🙂
Es war ein einmaliges Erlebnis und total toll. Nach dem Tag hatte ich zwar Muskelkater und einen Sonnenbrand, aber es hat sich gelohnt!

Auch der restliche Besuch war schön und als wir am Samstag zu Mittag wieder daheim ankamen, waren ich und Pamela ein Spitzenteam, wenn es um das Nerven unserer großen Geschwister ging, da diese nach den vielen Partys dieser Woche nicht in Höchstform waren.
Zwei Tage später war Silvester. Es war ein ungewohntes Gefühl, nicht zu Hause zu sein, welches ich zu Weihnachten gar nicht hatte.
Doch meine Familie sorgte dafür, das mir in keiner Weise langweilig wurde. Und als es dann auch noch mein Lieblingsessen – NACHOS – gab, war alles vergessen. Ich fand es lustig, als ich um fünf Uhr am Nachmittag bei Freunden in Österreich anrufen und ihnen „Frohes neues Jahr“ wünschen konnte, und das, obwohl bei mir noch die Sonne schien.
Nach dem Abendessen fingen meine Schwester und ihr Freund an zu tanzen und bald auch meine Eltern. Als mich dann mein Bruder fragte, fing der Spaß für die anderen erst richtig an! Doch nachdem ich ein paar Mal gestolpert und meinem Bruder auf die Füße gestiegen bin, schaffte ich es. Es war total lustig!
Aber am besten von allen Dingen an dem Abend war, dass ich um Mitternacht in einer kurzen Hose und T-Shirt allen gratulieren konnte!

Weihnachten.

Mein Weihnachten in Costa Rica war definitiv anders. Doch auf keinen Fall schlecht oder langweilig, eigentlich könnte ich es mir vorstellen immer so den 24. Dezember zu verbringen. (Aber nur weil meine Familie Weihnachten immer einen Tag früher feiert! 🙂 )
Als ich in der Früh des 24. Dezembers aufstand, gab es schon mal ein riesiges Frühstück. Mit Pancakes, Kuchen, Reis, Bohnen, und noch gaaaanz viel mehr. Danach haben wir das ganze Haus mit Lichterketten geschmückt und dazu Weihnachtsmusik gehört und auch ganz schön falsch gesungen. Es war so toll, da ich mich bei solchen Dingen immer noch mehr als Familienmitglied sehe.

Tamales!

Tamales!

Nach dem vierten Mal „Last Christmas“ und einer Soloeinlage meines Bruders rief uns meine Gastmutter zum Mittagessen. Es gab Tamales. Das ist ein costaricanisches Gericht, welches um die Weihnachtszeit oft gegessen wird.
Ich kann es nicht genau beschreiben, es ist eine, in Palmenblättern eingewickelte weiße Paste, inder Fleisch ist, oder auch manchmal Ei, Bohnen, Reis. Eigentlich immer das, was man gerade Zuhause hat.
Am Anfang habe ich es gar nicht gemocht, doch mit der Zeit wird es besser, nun kann ich es sogar schon selber kochen! 🙂

Meine Schwester und ich

Meine Schwester und ich

Nach dem Essen gingen ich und meine kleine Gastschwester auf den Balkon. Ich, um mich zu sonnen, das ist mein neues Hobby hier geworden, denn ich bin noch immer nicht wirklich braun. Meine Schwester versteht das natürlich gar nicht, denn sie, und die meisten anderen Costericaner, wollen nicht braun werden. Somit lag ich in der Sonne, sie im Schatten und gemeinsam schauten wir DVDs.
Als wir um fünf am Nachmittag fertig waren, spazierten wir in die Stadt, um die DVDs wieder zurückzugeben. Ich fragte mich natürlich ob das Geschäft überhaupt geöffnet hätte, doch wie mir später auffiel, war meine Sorge um sonst.
Das Center war voll mit Menschen, die noch schnell Weihnachtsgeschenke kauften! Da habe ich gleich an meine Mama in Österreich denken müssen, denn sie bekommt schon immer die Krise, wenn sie am 2. Adventsonntag nicht alle Geschenke hat!

Am Abend meinte meine Gastmutter zu mir, dass ich bitte um halb acht fertig sein sollte, da wir zu ihrer Mutter fahren würden. Ich war natürlich fertig, doch wir fuhren erst eine Stunde später. Ich liebe so etwas einfach. Wirklich.
In Österreich bin ich IMMER die letzte, und mein Stiefvater und meine Mama regen sich oft darüber auf. Hier nicht!

Als wir dort ankamen waren, lief es eigentlich so ab wie immer. Meine Gastmutter ging zu ihren Schwestern und ihrer Mutter in die Küche, mein Gastvater zu den anderen Männern auf den Balkon und ich und meine Geschwister setzten wir uns zuerst zu unseren Cousins ins Wohnzimmer. Wir schauten bis Mitternacht „The Big Bang Theory“ und aßen nebenbei Gegrilltes. Um Mitternacht, gab es dann Geschenke für die Kleinen und meine Schwester, meine Lieblingscousine, Francini, und ich gingen in ein Nebenzimmer, spielten Musik und tratschten. Ich mag das total gerne, weil bei solchen Gelegenheiten merke ich, dass ich schon ziemlich gut Spanisch spreche.

Später bekamen auch wir Geschenke, sogar ich! Ich hatte mir eigentlich nicht gedacht, dass ich auch etwas bekomme, doch ich bekam ein Handtuch, mit einer Fahne von Costa Rica drauf und einen Schlüsselanhänger.
Meine Familie freute sich total über meine Geschenke!
Als wir dann nach Hause fuhren, war ich einfach nur glücklich. Dieses Weihnachten war total schön und Heimweh hatte ich überhaupt keines. 🙂

Feliz Navidad!!

Zum Geburtstag: selbstgeschlachtete Piñata

Ich bin heute (28.10.) genau 100 Tage hier, in Costa Rica 🙂 Wie ich schon bei meinem 3-Monats-Eintrag geschrieben habe, hat sich viel verändert. Dieses Mal möchte ich von einer echten costa-ricanischen Geburtstagsfeier berichten. Es war der letzte Samstag und meine Familie war so lieb und hat mir davor alles genau erklärt.

Es war schon am Vormittag ganz toll, da wiedermal alle meine Geschwister da waren und wir zusammen das Haus hergerichtet haben und gekocht. Ich durfte sogar auch eine Freundin einladen, damit es für mich nicht allzu langweilig wird 🙂 Also kam eine andere AFSerin am späten Nachmittag zu uns. Als die ersten Gäste eintrafen, war es 19.00 Uhr und auf der Einladung stand 18.00 Uhr, aber das ist hier normal.

Meine Schwester Nana und ich füllten die Piñata. Das ist hier eine Tradition: Es ist eine Figur oder einfach nur ein Ballon auf Papier oder Karton. Die Piñata wird an die Decke gehängt und das „Geburtstagskind“ muss sie mit einem Stock aufschlagen. In der Figur befinden sich kleine Geschenke, Süßigkeiten und Nüsse.

„Sie wurde geschlachtet. Es war so lustig!“

Dann kamen immer mehr Menschen und alle nahmen sich Gartenstühle und setzten sich auf die Terrasse. Es war unglaublich, so viele Leute und alle redeten miteinander. Als mein Gastbruder dann die Musik anmachte, fingen viele an zu tanzen! Wir halfen dabei, jedem sein Essen zu bringen und die Getränke zu verteilen 🙂 Es war einfaches Essen, aber unglaublich köstlich. Zuerst bekam jeder Nachos mit Käsesauce oder so einer Sauce aus Bohnen. Ich liebe das einfach! Danach gab es (natürlich) Reis und Bohnen, mit Kochbananen und Hühnchen. Einfach und soo gut! Erst um halb 12 in der Nacht wurde die Piñata aufgehängt und „geschlachtet“. Es war so lustig, danach gab es eine Torte! Ich liebe die Torten hier, sie sind so köstlich, und mit vielen Früchten und Cremen… *___* herrlich 🙂

Danach gingen wir schlafen. Ich war so müde, aber unten wurde weiter gefeiert! Bis in die Früh! Am nächsten Tag half die ganze Familie, das Haus zu putzen, es war so lustig! Ich glaube, so eine Party will ich auch mal haben 🙂

….und auf die nächsten 100 Tage!

drei Monate :)

Morgen sind es genau drei Monate, die ich schon hier bin 🙂

Es hat sich schon so viel verändert, seit ich meinen ersten Blogeintrag geschrieben habe und ich bin stolz auf alle Erfahrungen, die ich schon erleben durfte. Auch wenn nicht alle schön waren, ich bin soo froh, dass meine Mama mir dies ermöglicht hat.

Ich habe neue Freundschaften aufgebaut, eine neue Familie gefunden, mein Leben ist definitiv nicht mehr das gleiche wie vorher und ich bin mir sicher, es wird sich noch sehr viel mehr verändern, aber ich habe keine Angst davor.
Ich freue mich jeden Abend auf den nächsten Tag und natürlich gibt es Dinge, die ich ändern will und jetzt kann ich sie auch bald schon selbst ändern, da mein Spanisch von Tag zu Tag besser wird.

Ich hatte am Anfang schwere Selbstzweifel, ob ich das schaffen könnte, da meine erste Familie eigentlich gar nicht mit mir gesprochen hatte und ich immer dachte es wäre mein Fehler, dass ich nach einem Monat noch keinen ganzen Satz sagen konnte.

Doch nun habe ich mir schon ein kleines Leben aufgebaut, mit meiner Familie, AFS-Freunden und auch Freunden von hier.

Ich bin mir sicher, dass es jetzt einfacher wird und wenn ich daran denke, ich könnte im Jänner schon wieder nach Hause, glaube ich nicht, dass sich irgend jemand darüber freuen kann.

Bald fangen bei uns die großen Ferien an, dann ist Weihnachten, Neujahr, mein 16. Geburtstag, Schulbeginn und dann nur mehr drei Monate. Die gleiche Zeit wie bis jetzt, und seit September fliegt die Zeit nur so davon!

Nun verstehe ich warum uns die Leute von AFS immer sagen:

„Geh‘ ein Jahr, dann fängt der Spaß erst an!“

Wo bin ich Zuhause?

Nun habe ich endlich wieder eine fixe Gastfamilie.

Da es mit meiner ersten nicht so geklappt hat, musste ich als Übergang bei meiner Kontaktperson wohnen. Für mich war es ein nicht so tolles Gefühl, weil man ja nicht weiß wie lang man dort bleiben kann und ob man sich überhaupt einleben soll.

Doch nun ist es fix, sie behalten mich für ein ganzes Jahr und ich bin überglücklich!
Ich habe (natürlich) eine Mutter und einen Vater die sind beide einfach nur nett und meine Gastmama kann so super gut kochen 🙂 ! Mein Gastvater – Eric – arbeitet in San Jose, circa 3 Stunden von unserer Stdt entfernt und kommt jeden Abend pünktlich zum Abendessen. Es ist so ein schönes Gefühl mit ihnen und meinen Geschwistern zu sein, da sie mich wirklich als Familienmitglied sehen.

Ich habe 3 Geschwister. Der älteste von uns allen ist David José. Er und Nana (meine große Schwester) wohnen bei unserer Tante in San Jose und studieren dort. Dann komme ich, und am Schluss Pamela. Sie ist 14 und die Schwester die ich nie hatte.
Wir verstehen uns richtig gut und haben mit der Zeit auch den gleichen Musikgeschmack entwickelt. 🙂 Sie hat nämlich einen neuen CD-Player und hört nur Lieder „unserer“ Lieblingsband: One Direction!

Ich muss zugeben das ich mit der Zeit die Musik auch gut finde und auch schon mitsingen kann. Es sind solche kleinen Dinge, die mich Lächeln lassen wenn ich mal an zu Hause denke.

Das Haus, in dem ich lebe, hat zwei Stockwerke, was für Costaricanische Verhältnisse ziemlich ungewöhnlich ist und oben sind die drei Kinderschlafzimmer und ein Bad. Da unsere älteren Geschwister nicht zu Hause wohnen, ist der erste Stock das Reich von Pame und mir.

Wir beide haben keinen Spiegel in unseren Schlafzimmern und somit treffen wir uns immer in der Früh, wenn wir in das Zimmer der älteren tapsen.

So gut ich mich auch mit Pamela verstehe, die beste Zeit ist immer die, wo alle Zuhause sind und mein Gastvater fern sieht, mein großer Bruder im Wohnzimmer Basketball spielt, meine Gastmutter und meine große Schwester kochen und Pamela lautstark bei One Direction-Songs mitsingt!

Dann fühle ich mich so richtig Zuhause 🙂

Tortuguero

Wo soll ich anfangen…
…es war einfach unglaublich toll!!!

Da meine Stadt 3 Stunden weg von San Jose ist, und wir dort am Freitag um 5.45 starteten, fuhren ich und drei andere aus meiner Stadt schon am Donnerstag in der Früh, da wir umbedingt noch Zeit in der San Jose verbringen wollten.
Wir spazierten durch die Stadt und fuhren, nach einer ewigen Suche durch die Innenstadt, zu Starbucks, welcher „leider“ neben der größten Mall in Costa Rica lag.

Was für ein Pech wir hatten 🙂

Da wir drei Mädchen und ein Junge waren, hatten manche von uns schon ein schlechtes Gewissen gegenueber Jakob, doch als wir ihn später in dem Burton-Store erlebten…
Ab diesem Zeitpunkt lasse ich mir NIEMALS mehr erklären, shoppen wäre Mädchensache 🙂

Als wir fix und fertig waren, fuhren wir zurück in unser Hotel und da waren auch schon viele andere AFSer und wir hatten einen lustigen und seeehr langen Abend…

Am nächsten Tag stand eine schier unglaublich lange Busfahrt an, aber da wir alle ziemlich müde waren schliefen die meisten, doch das war fast unmöglich, denn AFS hatte einen Führer bestelt und der hat durch das Busmikrophon immer Auskünfte gegeben was wir gerade sehen konnten… 😀
Als wir zu einem Fluss kamen, hielt der Bus und es hieß: „umsteigen bitte“ wir hatten eine tolle Fluss-Fahrt und sahen kleine Bootshütten auf dem Ufer, einfach scön.

Als wir zu unserem Hotel kamen konnte ich meinen Augen kaum glauben, es war so unglaublich. Es sah aus wie in einem Film.

Wie bei Sex and the City 2 nur mitten im Regenwald!

Und in der Früh wurden wir sogar von Affen aufgeweckt! Naja, leider schon um 4.30 oder 5.00 aber es war trotzdem toll. 🙂

Am ersten Tag fuhren wir mit dem Boot auf die andere Uferseite und gingen zum Strand um den Müll zu recyclen. Es war ehrlich gesagt lustiger als gedacht, wir waren ca. 40 Menschen mit riesigen Müllsäcken und es war ein Spaß!!

Wir konnten uns für verschiedene Aktivitäten einteilen lassen. um Beispiel Kajaken, Canoping und das Beste: eine Nachttour an einem Schildkrötenstrand. Ich war in der Gruppe am Samstagabend um 8. Es war schon dunkel und der Himmel war voller Sterne. Als wir am Strand entlang gingen sahen wir riiiiesige Schildkröten die Eier legten oder eine Schildkröte die wieder ins Wasser robbte.

Es war ein unglaublicher Anblick!!

Am nächsten Tag fuhren wir um 5.30 Uhr (!!!!) mit dem Boot los, es war eine 3 stündige Tour durch den Regenwald auf dem Fluss.

Der Nachmittag war außer für eine Führung im Wald für uns frei. Wir verbrachten Zeit im Pool oder einfach nur mit Sonneliegen, am Abend gab es einen Tanzkurs.

Somit endet eines der Besten Wochenenden in meinem Jahr in Costa Rica mit einer 10 stündigen Heimfahrt am Sonntag.

Es war unglaublich und die Stimmung unbezahlbar 🙂

Die drei Regeln

Oder: Mein zweites AFS-Camp.

Ich habe mich so auf dieses Wochenende gefreut. Natürlich, wie man aus dem anderen Text schon rausgelesen hat, mag ich die anderen AFSer in meiner Stadt, doch wieder mit Österreichern oder verschiedenen deutschsprechenden Menschen, zusammen zu sein ist einfach eine tolle Erfrischung…

Wir haben wie in jedem Camp eeewig über die 3 Regeln geredet, aber sonst haben wir wirklich NUR Lustiges gemacht. Wir waren in einem Naturpark, da gab es sooo viele Schmetterlinge, und die waren so gross!! …WOW…
Es gab auch ein Pool bei dem Hotel UND die zwei wichtigsten Dinge waren definitiv:

  • ENDLICH wieder warmes Wasser zum duschen!
  • und es gab zum Frühstück nicht NUR Reis und Bohnen 🙂

Eine ziemliche Überraschung gab es für mich am ersten Abend bevor wir ins Hotel gingen: Unsere Koffer und Taschen wurden durchgesehen!! Man musste seine Kleidung auf einen Tisch ausbreiten und drei Männer und eine Frau schauten es an um sicher zu gehen ob du eh keine Drogen, keinen Alkohol oder Zigaretten mit hattest.

In Österreich findet man es ja schon „unerhört “ wenn jemand nur fragt ob man in die Handtasche schauen darf. 🙂

Die Abwechslung tat gut und ich freue mich schon auf nächstes Wochenende, dann gehe ich nämlich auf eine Reise nach Tortuguero, mit AFS 🙂 !!!