Weihnachtsstimmung

Park mit Weihnachtsbeleuchtungen.

Park mit Weihnachtsbeleuchtungen.

Da es nur mehr ca. zwei Wochen bis Weihnachten sind, ist unser Haus schon sehr weihnachtlich dekoriert und der Christbaum steht auch schon (es ist ein Fakebaum, ansonsten würde er nicht so lange halten).

Weihnachtsbeleuchtungen spielen hier anscheinend eine große Rolle. Ich habe sogar schon so eine Art Park mit Weihnachtsbeleuchtungen gesehen, man fährt mit dem Auto durch und kann die Lichterfiguren anschauen.

Kuhglocke auf unserem Christbaum.

Kuhglocke auf unserem Christbaum.

Da es jetzt endlich kalt geworden ist, bin ich auch Weiterlesen

FERIEN :)

你们好!

Mid-Autumn-Festival

Am Donnerstag, 19. September, stand hier  Mid-Autumn-Festival, auch Moon-Festival genannt, am Plan! Da der Feiertag auf einen Donnerstag fiel, bekamen wir Freitag als Fenstertag auch noch frei, dafür beginnt die Schule am Sonntag schon wieder. Das nennt sich „ausgeliehenes Wochenende“ und Weiterlesen

Ich will jetzt schon nicht mehr weg!!!

Ich bin jetzt knapp mehr als einen Monat in Chile und will jetzt schon nicht mehr weg!! Mittlerweile verstehe ich schon so gut wie alles in Castellano (wie man hier zu Spanisch sagt), verstehe mich super mit meinen Klassenkollegen und fühle mich wie ein richtiges Familienmitglied.

Día de la Chilenidad im Colegio

meine Gastschwester und ich in typisch chilenischer Tracht

Meine Gastschwester und ich in typisch chilenischer Tracht

Vergangenen Montag feierten wir in meinem colegio (der Schule) den Dia de la Chilenidad. Nichts besonderes, dachte ich mir, als mir mein Gastvater, Direktor meiner Schule, das vor 2 Wochen total begeistert erzählte … aber dieser Tag war sooooo cool! Eine Woche vorher hat die ganze Schule begonnen, aaaaaalles zu schmücken – die Klassen, den Gang, die Bibliothek, das Sekretariat – überall blau-weiss-rote Fahnen, Girlanden,…

Am Montag in der Früh Weiterlesen

Kühe, Boots und Kängurus

Ich würde sagen, ich habe hier schon einige Dinge getan, die ich in Österreich nie tun würde!

Neue Hobbys!

Ich meine, wer kann schon von sich behaupten, Kühe geföhnt zu haben? Naja, also ich mach das hier wöchentlich. Natürlich kommt vor dem Föhnen das Waschen der Kühe und eventuell auch Haare färben. Ich mache aber generell viel mit Kühen hier. Am Samstag war ich mit meiner Familie in Brazos (auf dem Weg dahin hab ich den riesigen Campus der Texas A&M University gesehen), weil dort eine Progress Livestockshow war, bei der meine Schwester Shelbie vier ihrer Kühe gezeigt hat. Ich weiß auch erst seit Samstag, was das eigentlich ist.

Shelbie mit einer ihrer Kühe bei der Show.

Shelbie mit einer ihrer Kühe bei der Show.

Es ist im großen und ganzen eine riesige Halle, wo nach und nach je nach Kategorie Kühe von ihrem Besitzer in den Ring geführt werden und von der Jury begutachtet werden. Auf was die Jury genau schaut, weiß ich auch nicht. Auf jeden Fall muss der Gewinner einer Kategorie danach noch gegen die Gewinner anderer Kategorien antreten. Es heißt Progressshow, weil das mehr nur eine Probeshow ist, damit sich die jungen Kühe an den Trubel einer solchen Show gewöhnen. Deshalb geht es bei Progresshows auch noch nicht um den Verkauf der Kühe, das kommt erst bei den richtigen, großen Shows. Auf jeden Fall muss ich nächsten Sonntag schon einen Stier bei einer solchen Progressshow zeigen! In dem Fall ist es wohl eher so, dass ich mich Weiterlesen

Schule, neue Freunde und chinesisches Krankenhaus

Hallo liebe Leute!

Ich bin’s schon mal wieder 🙂 Also eigentlich hab ich ja jetzt nicht vor, euch jede Woche zuzuspamen  😀 Aber diese Woche ist einfach mal so viel passiert, dass ich es euch erzählen muss!

Erster Schultag in China – Horror hoch 10

Also … Die aufregende Woche begann am Samstag, denn da musste ich das erste Mal in die Schule. Ich hab mich echt schon gefreut und war gespannt, meine Klasse kennenzulernen 🙂
Ich hatte mir den Tag folgendermaßen vorgestellt: In der Früh geh ich da hin, dann muss ich mich bei der Sekretärin anmelden und mir wird meine Kontaktperson vorgestellt. Dann bekomm ich meine Uniform und besprech alles weitere mit meiner Kontaktperson (von wegen Health Check im Krankenhaus, Schülerausweis, TravelCard, CanteenCard und so) und danach komm ich zu meiner Klasse, die so wie ich glaubte aus etwa fünfzig Leuten besteht (das ist hier Standard) und muss mich vorstellen. So gegen 13:00 Uhr darf ich dann wieder heimgehen!
Also, und nun zur Wirklichkeit: Weiterlesen

Der Familien-Marathon

In den letzten 10 Tagen erlebte ich so viel Familie, dass es vermutlich für die nächsten 3 Monate ausreicht. 😀 Denn ich hetzte nicht nur von einem russischen Familientreffen zum anderen – als Höhepunkt der letzten Woche bekam ich Besuch aus Österreich!! Aber mal langsam …

… begonnen hat der Marathon vorletzten Samstag. Um 5 Uhr morgens fuhr ich mit meiner Gastfamilie auf die Datscha. Datschas sind kleine, gemütliche Wochenendhäuser, die Schutz vor dem Rummel der Großstädte bieten. Die Datscha meiner Gastfamilie gehört den Großeltern. Auf die Datscha zu fahren bedeutet vor allem drei Dinge: Banja, Schaschlik und gaaanz viel Familie! (:

..mit Polina auf Entdeckungstour (:

..mit Polina auf Entdeckungstour (:

Gleich als wir ankamen wurden mir noch zig andere Familienmitglieder und Freunde vorgestellt. Danach wurde natürlich richtig Weiterlesen

Schulkarriere beendet …

Zitat

…zumindest in Russland! Denn vor einer Woche läuteten für meine MitschülerInnen und mich zum letzten Mal die Schulglocken.

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Meine Klasse – 11A

Wie euch schon bekannt ist (hab ich ziemlich sicher schon einmal erwähnt), besuche oder, besser gesagt, besuchte ich hier die 11. Klasse, die Abschlussklasse. Wie auch in Österreich wird zum Abschluss eine Art Ball veranstaltet, doch damit nicht genug. Die Russen lieben das Feiern, ein Fest reicht also nicht aus. Der eigentliche Abschluss des Schullebens findet schon vor den Prüfungen (im Prinzip wie die Matura bei uns) statt – das “letzte Klingeln”.

„Was bitte ist das letzte Klingeln?“

Bis vor ca. eineinhalb Monaten konnte ich mir darunter auch überhaupt nichts vorstellen. Wie das in Russland so ist, beginnt man immer ziemlich spät, sich auf irgendwelche Dinge vorzubereiten. Wer bitte würde in Österreich erst eineinhalb Monate vor so einem großen Fest anfangen, sich vorzubereiten? 😀

Wie auch immer, Mitte April fingen wir also an, uns Gedanken darüber zu machen, wie wir uns von den Lehrerinnen und Lehrern bzw. der ganzen Schule verabschieden würden. Sinn und Zweck des letzten Klingelns ist es, sich für die (mehr oder weniger :p) tolle Ausbildung in den letzten 11 Jahren zu bedanken. Also suchten wir fleißig umgetextete Lieder zusammen, oder passten sie selber dem Thema an – fast jeder Lehrerin und jedem Lehrer wurde ein eigenes Lied gesungen! Jetzt kann ich mich zumindest nicht mehr beschweren, dass ich keine russische Musik kenne … auch wenn ich immer den “falschen” Text singen werde. (; Ein bisschen stolz bin ich schon, dass ich bei allen Liedern mitsingen konnte, ohne sie groß auswendig zu lernen, das viele Proben hat natürlich sehr geholfen. Außerdem wurden zig Gedichte aufgesagt, abertausende von riesigen Blumensträußen und Gestecken verschenkt, den Taferlklasslern Glück gewünscht und – was meiner Meinung nach das Highlight war – 10 meiner KlassenkameradInnen und ich tanzten einen Mix aus Funky und Boogie! Ich hoffe sehr, dass ich euch bald ein Video zeigen kann. (:

Nach der zweistündigen Veranstaltung gingen wir natürlich noch nicht nach Hause! Zuerst wurden erneut die LehrerInnen beschenkt- ganz ehrlich, so sehr lieben kann ich die gar nicht, dass ich so viel Geld fuer sie ausgeben wollte … Dann fuhr ich mit meiner Klasse nach Moskau, wo wir als Abschlussausflug einen wunderschönen Park besuchten. Wieder zurück in Klimowsk feierten die “AbgängerInnen” der Stadt alle gemeinsam am Hauptplatz.

Im Zarizyno-Park

Im Zarizyno-Park

Während der ganzen Proben, die nicht gerade stressfrei verliefen, wurde mir klar, wie schwer sich die meisten von “ihrer” Schule trennen werden. Es ist bestimmt nicht leicht, elf Jahre mit ein und denselben Leuten zu verbringen und dann von heute auf morgen sein Leben zu verändern. Gerade deshalb fand ich das “letzte Klingeln” so wunderschön, es ist einfach ein passendes Fest, die Schule schenkt ihren Kindern ein letztes Mal richtig viel Aufmerksamkeit. Auch für mich war der Abschied traurig, es war auch mein letztes Klingeln an dieser Schule, in dieser Stadt, mit dieser Klasse. Am liebsten hätte ich mitgeweint. :p Mir hat der Tag wirklich extrem gut gefallen und ich bin froh, dass ich dabei sein durfte. Das “letzte Klingeln” ist etwas Besonderes … eigentlich sollten wir uns dies bei den Russen abschauen. (;

Zum Schluss noch die Lösung eines weiteren Rätsels: Nein, ich habe nicht aus Geldnot den Kleidervorrat meiner Oma geplündert! 😀 An unserer Schule ist es Tradition, dass die Elftklässler ihr Abschlussfest in der alten, sowjetischen Schuluniform feiern. Diese bestand für die Maedchen aus einem braunen Kleid, einer wunderschönen weißen Schürze, Bestickung an den Handgelenken und am Kragen und weißen Kniestrümpfen. Vor allem in der ersten Klasse macht man sich auch noch zwei Zöpfe und dekoriert diese mit überdimensionalen Haarbändern. 😀 Die Jungs trugen schon damals einfach einen Anzug und ein helles Hemd- soooo fad! (:

Schuluniform wie damals (:

Schuluniform wie damals (:

Was hältst du von diesem Fest? Würdest oder hättest du dich auch gerne so von der Schule verabschiedet? Was sagst du zur Schuluniform? Könntest du dir vorstellen, jeden Tag so aus dem Haus zu gehen?

Schreib mir doch ein Kommentar! Ich beantworte auch gerne weitere Fragen!

Bis ganz bald (ja, mir bleiben nur mehr knappe vier Wochen 🙁 ),

eure Anja

Bariloche – Das österreichische Argentinien und der Malvinaskrieg

Berühmt für das selbstgebraute Bier.

In der Osterwoche fuhr meine Gastfamilie mit mir nach El Bolsón um Urlaub zu machen. Die Reise dauerte 8 Stunden, da es wieder einmal einige Verkehrsunfälle und Umleitungen gegeben hatte. (Wusstet ihr, dass die argentinische Führerscheinprüfung aus 20 Fragen besteht? Aber dementsprechend schrecklich ist die Fahrweise!) Schon bei der Hinreise verwandelte die sich mir bekannte Wüstenlandschaft meiner Stadt in grüne Hügel, große Seen und schneebedeckte Berge.
Als wir endlich in El Bolsón ankamen, war es schon dunkel. El Bolsón kann man mit einer Hippiestadt vergleichen. Wirklich jeder Einwohner trägt Dreads und Hippiegewand!

Sieht aus wie Österreich, oder? ;)

Sieht aus wie Österreich, oder? 😉

Wir wohnten in einer kleinen Hütte außerhalb der Stadt. Fast jeden Tag gingen wir wandern oder stiegen auf einen Berg hinauf. Für meine Gastfamilie war das natürlich ein unglaubliches Erlebnis einmal im Wald zu wandern. Es war natürlich ein wunderschöner Urlaub, aber wenn man schon 18 Jahre in so einem Land gewohnt hat, ist es auch nichts Besonderes mehr, vor allem wenn man nie ein begeisterter Wanderer war. 😀
Am Ostersonntag sind wir schließlich nach Bariloche gefahren. Zu Ostern wird dort immer „Das Fest der Schokolade“ gefeiert. Es wird ein riesiges Schokoladenei hergestellt und schließlich wird es zerbrochen und jeder der sich gerne 2 Stunden anstellt, bekommt ein Stück handgemachte Schokolade. 🙂 Sonst wird Ostern leider nicht wirklich gefeiert. Man kann zwar Schokoeier in den Geschäften einkaufen (Schokohasen habe ich keine gesehen), aber man bekommt weder etwas geschenkt, noch findet ein besonderes Essen statt.
Dann sind wir auch schon wieder heimgefahren und schließlich in den Morgenstunden angekommen.

Am nächsten Tag in der Schule wurde der Gedenktag an den Malvinaskrieg gefeiert, der genau vor 31 Jahren stattfand. Dazu muss man sagen, dass wirklich jeder Argentinier, bis auf wenige Ausnahmen, Engländer hasst.
Malvinas ist eine Insel neben Argentinien und hatte vorher den Argentiniern gehört. England kündigte Argentinien den Krieg an und nahm schließlich die Insel ganz für sich ein. Viele junge Argentinier mussten unfreiwillig einrücken und viele sind dabei gestorben.
In der Schule wurde die argentinische Flagge von den 3 besten Schülerinnen in den Festsaal getragen, dann wurde die argentinische Hymne abgespielt und schließlich ein paar Videos von dem Krieg vorgeführt.
Argentinien, und ich denke auch ganz Südamerika, ist sehr patriotisch und es ist sehr wichtig solche Ereignisse zu feiern. Genauso groß wurde zum Beispiel auch der „Internationale Frauentag“, „Der Tag der Lehrer“, „Der Tag der Schüler“ und jeder andere besondere Tag gefeiert. Im Fernsehen wird dann auch oft ein ganzes Monat nur von diesen Ereignissen berichtet, leider bekommt man dafür keine Nachrichten und Neuigkeiten aus dem Rest der Welt mit.

Hast du in deinem Gastland auch Nationalparks besucht? Was hat dich dort an Österreich erinnert? Oder bist du nun vielleicht neugierig geworden und würdest auch gerne nach Argentinien kommen?

Liebe Grüße,

Caroline

…wie der Deckel auf den Topf!!

Nachträglich zu den Osterfeiertagen daheim möcht ich euch ein bisschen was über die russischen Feiertage erzaehlen – denn die gibt’s in Hülle und Fülle! Sie gehören zur russischen Kultur wie der Deckel auf den Topf. Die Russen nutzen einfach jede Gelegenheit, die sich bietet, zum Feiern und gegenseitigen Beschenken.

Herzen ueber Herzen am 14.02.


Herzen ueber Herzen am 14.02.

Der Valentinstag am 14.02. ist ja auch in Österreich bekannt, doch wird ihm dort eigentlich nur von Liebespärchen Beachtung geschenkt. Nachdem der Tag seinen Ursprung in Amerika hat und die Amerikaner nicht gerade die besten Freunde der Russen sind, hab ich mir den Tag wie jeden anderen vorgestellt – ganz normal. Tja, da hab ich mich ziemlich getäuscht! (; Kaum das Schulgebäude betreten, wurde ich schon mit Karten, Schokolade und anderen Geschenken überhäuft. Den Leuten war es ziemlich egal, ob ich sie kannte oder nicht, Hauptsache sie konnten mir eine Freude bereiten. Am Valentinstag wird in Russland jeder beschenkt, den man nur ein bisschen gern hat – Freunde, Verwandte, vielleicht sogar der ein oder andere Lehrer bzw. Lehrerin. Besonders süß fand ich an diesem Tag meine Russischstunde in der Volksschule. In den Pausen spielte die Lehrerin mit den Kindern Spiele und wer nicht gerade mit Spielen beschäftigt war, verteilte heimlich Karten und andere kleine Liebesbeweise. ((:

Mein erster richtiger Feiertag hier war der 23.02. – der Tag des Verteidigers des Vaterlandes. An diesem Tag blieben die Schulen geschlossen, es arbeitete niemand (ja, das ist hier eine Seltenheit, denn Geschäfte haben sieben Tage die Woche, teilweise rund um die Uhr geöffnet!). Dieser Feiertag wurde von Lenin als Tag der Roten Armee eingeführt, wird aber heute zu Ehren der Männer gefeiert, die während der ganzen Kriege stets ihrem Heimatland treu blieben und es verteidigten. Daher wurden natürlich alle kleinen und großen Maenner von uns Frauen beschenkt.

..ein Teil meiner Geschenke zum Frauentag (;


..ein Teil meiner Geschenke zum Frauentag (;

Zwei Wochen später, am 08.03. – dem Internationalen Frauentag, revanchierten sich die Männer und beschenkten uns. Zwar wusste ich schon vorher, dass dieser Tag den Frauen gewidmet ist, doch in Österreich feiert ihn fast niemand. Vermutlich kennt der Großteil ihn gar nicht. Eine besondere Überraschung erlebte ich einen Tag zuvor, denn am 08.03. hatten wir schulfrei. Meine Mitschüler organisierten für uns Mädchen eine „Tee-Stunde“, mit Torte, Früchten und anderen Leckereien. Darüber hab ich mich wirklich gefreut, weil es einfach ein Zeichen von Freundschaft und gegenseitiger Achtung war. Außerdem schenkten mir meine Gasteltern eigene, ukrainische Hausschuhe, meine AFS-Freiwillige gab mir meine erste Matrjoshka und sonst wurde an Süßigkeiten, Karten und anderen Kleinigkeiten nicht gespart.

Der bisherige Höhepunkt in puncto Feiertag war definitiv die „Masleniza“. Sie wird eine Woche lang am Ende des Winters gefeiert, für mich ein bisschen der Fasching-Ersatz. Die ganze Woche werden Blini (= Palatschinken) gebacken und gegessen, denn nach dieser Woche beginnt die Fastenzeit. So richtig gefeiert wird eigentlich nur der Sonntag, da finden in jeder noch so kleinen Stadt irgendwelche Feste statt. Es werden Spiele gespielt, Tänze und sogar Paraden aufegeführt, natuerlich Blini gegessen und am Ende wird die „Masleniza-Puppe“  verbrannt und somit der Winter feierlich verabschiedet. Ich habe diesen Tag in Moskau am Gelände des Izmailovsky Kreml verbracht, wo ein riesiges Fest stattfand, habe den Tag also „richtig“ erlebt. (;

Einige von euch vermissen jetzt wahrscheinlich einen Bericht über Ostern. Meine lieben Freunde, Ostern wird hier heuer erst am 5. Mai gefeiert! In Russland sind die meisten Leute orthodox, daher gibt’s für mich in diesem Jahr erstmals orthodoxe Ostern. Zwar war ich letztes Wochenende gedanklich zu Hause, denn unser Kärntner Osterfest ist sehr besonders, aber ich freue mich wahnsinnig darauf, Ostern einmal anders zu erleben!!

Was denkt ihr über die vielen Feiertage, kanntet ihr die schon? Sollten wir in Österreich den Internationalen Frauentag nicht auch mehr feiern und im Gegenzug einen Männertag einführen? Ist doch ein schöner Brauch, sich gegenseitig zu beschenken, oder?

Ich sende euch endlich frühlingshafte Gruesse,

eure Anja

Weihnachten.

Mein Weihnachten in Costa Rica war definitiv anders. Doch auf keinen Fall schlecht oder langweilig, eigentlich könnte ich es mir vorstellen immer so den 24. Dezember zu verbringen. (Aber nur weil meine Familie Weihnachten immer einen Tag früher feiert! 🙂 )
Als ich in der Früh des 24. Dezembers aufstand, gab es schon mal ein riesiges Frühstück. Mit Pancakes, Kuchen, Reis, Bohnen, und noch gaaaanz viel mehr. Danach haben wir das ganze Haus mit Lichterketten geschmückt und dazu Weihnachtsmusik gehört und auch ganz schön falsch gesungen. Es war so toll, da ich mich bei solchen Dingen immer noch mehr als Familienmitglied sehe.

Tamales!

Tamales!

Nach dem vierten Mal „Last Christmas“ und einer Soloeinlage meines Bruders rief uns meine Gastmutter zum Mittagessen. Es gab Tamales. Das ist ein costaricanisches Gericht, welches um die Weihnachtszeit oft gegessen wird.
Ich kann es nicht genau beschreiben, es ist eine, in Palmenblättern eingewickelte weiße Paste, inder Fleisch ist, oder auch manchmal Ei, Bohnen, Reis. Eigentlich immer das, was man gerade Zuhause hat.
Am Anfang habe ich es gar nicht gemocht, doch mit der Zeit wird es besser, nun kann ich es sogar schon selber kochen! 🙂

Meine Schwester und ich

Meine Schwester und ich

Nach dem Essen gingen ich und meine kleine Gastschwester auf den Balkon. Ich, um mich zu sonnen, das ist mein neues Hobby hier geworden, denn ich bin noch immer nicht wirklich braun. Meine Schwester versteht das natürlich gar nicht, denn sie, und die meisten anderen Costericaner, wollen nicht braun werden. Somit lag ich in der Sonne, sie im Schatten und gemeinsam schauten wir DVDs.
Als wir um fünf am Nachmittag fertig waren, spazierten wir in die Stadt, um die DVDs wieder zurückzugeben. Ich fragte mich natürlich ob das Geschäft überhaupt geöffnet hätte, doch wie mir später auffiel, war meine Sorge um sonst.
Das Center war voll mit Menschen, die noch schnell Weihnachtsgeschenke kauften! Da habe ich gleich an meine Mama in Österreich denken müssen, denn sie bekommt schon immer die Krise, wenn sie am 2. Adventsonntag nicht alle Geschenke hat!

Am Abend meinte meine Gastmutter zu mir, dass ich bitte um halb acht fertig sein sollte, da wir zu ihrer Mutter fahren würden. Ich war natürlich fertig, doch wir fuhren erst eine Stunde später. Ich liebe so etwas einfach. Wirklich.
In Österreich bin ich IMMER die letzte, und mein Stiefvater und meine Mama regen sich oft darüber auf. Hier nicht!

Als wir dort ankamen waren, lief es eigentlich so ab wie immer. Meine Gastmutter ging zu ihren Schwestern und ihrer Mutter in die Küche, mein Gastvater zu den anderen Männern auf den Balkon und ich und meine Geschwister setzten wir uns zuerst zu unseren Cousins ins Wohnzimmer. Wir schauten bis Mitternacht „The Big Bang Theory“ und aßen nebenbei Gegrilltes. Um Mitternacht, gab es dann Geschenke für die Kleinen und meine Schwester, meine Lieblingscousine, Francini, und ich gingen in ein Nebenzimmer, spielten Musik und tratschten. Ich mag das total gerne, weil bei solchen Gelegenheiten merke ich, dass ich schon ziemlich gut Spanisch spreche.

Später bekamen auch wir Geschenke, sogar ich! Ich hatte mir eigentlich nicht gedacht, dass ich auch etwas bekomme, doch ich bekam ein Handtuch, mit einer Fahne von Costa Rica drauf und einen Schlüsselanhänger.
Meine Familie freute sich total über meine Geschenke!
Als wir dann nach Hause fuhren, war ich einfach nur glücklich. Dieses Weihnachten war total schön und Heimweh hatte ich überhaupt keines. 🙂

Feliz Navidad!!