Excursiones!

Hallo!

Gastschwester und ich mit Plastik-Weihnachtsbaum

Gastschwester und ich mit Plastik-Weihnachtsbaum

Vom Christkindlmarkt übers Eislaufen bis hin zu überfüllten Einkaufsläden und Metros fängt auch schon langsam in Barcelona der Weihnachtswahnsinn an. Jedoch sind die Weihnachtsbräuche hier so ziemlich das Gegenteil zu denen in Österreich.

Wenn ich es dann live erlebt habe, werde ich euch in einem anderen Blogeintrag davon berichten. Heute werde ich euch erzählen, wie es mir in den letzten Wochen so ergangen ist. Weiterlesen

Australia & Austria are living together?!

Vielleicht fragen sich jetzt ein paar Leute, was ich mit meinen Titel meine, also hier kommt die Erklärung: Maddy aus Australien (ebenfalls eine Austauschülerin von AFS) und ich gehen zur gleichen Schule. Da sie nicht so gut mit ihrer Gastfamilie ausgekommen ist, lebt sie Weiterlesen

Austria & Australia – isn’t that the same thing?

Also zuerst einmal zur Erklärung meines Titels, ich glaub, ich wurde nichts so oft gefragt wie das. Ich finds ja süß, dass Leute echt denken ich bin von Australien, aber allein mein Akzent sollte eigentlich verraten, dass Englisch definitiv nicht meine Muttersprache ist. Ich hab mittlerweile eine ganze Liste von lustigen Sachen, die ich gefragt wurde.

time goes by .. so fast/slowly?

Ich hab mir echt vorgenommen, jedes Monat zu schreiben. Naja, das hat wohl nicht so ganz funktioniert. Sorry, dass ich so lange nicht geschrieben hab, aber ob man es glaubt oder nicht, ich war echt ganz schön beschäftigt die letzten 2 Monate! Mittlerweile bin ich schon fast 4 Monate hier. Einerseits kommt es mir vor, als ob ich schon die Hälfte meines Lebens hier wäre, andererseits Weiterlesen

Große und kleine Unterschiede

Jetzt bin ich also schon über einen Monat hier – und trotzdem komme ich mir noch manchmal vor wie ein Alien. Was vor allem daran liegt, dass ich „blonde“ Haare habe. In Österreich wäre ich nie auf die Idee gekommen, meine Haare blond zu nennen – die sind doch braun!? Aber hier haben alle, und ich meine wirklich ALLE, schwarze Haare, oder richtig, richtig dunkelbraun, da falle ich schon etwas auf. Ich wurde deswegen auch schon angequatscht: „Hey, du hast voll schöne Haare, können wir ein Foto gemeinsam machen?“ Das ist schon merkwürdig, wenn man dann Fotos mit wildfremden Menschen macht… Weiterlesen

In Which We Say Goodbye

Der erste Schultag, Thanksgiving, Weihnachten, Neujahr… Ich kann mich noch genau an diesen heißen Augusttag erinnern, an dem mir all das eine Ewigkeit entfernt vorkam. Dinge, auf die ich mich gefreut habe. Dinge, auf die ich nicht warten wollte. Und dann wacht man eines Tages auf und bemerkt, dass alles hinter einem liegt. Man realisiert dass man mehr Gestern als Morgen auf dem Konto hat, und das ist… Ein eigenartiges Gefühl.

Letztes Gruppenbild mit meiner Tanzklasse

Letztes Gruppenbild mit meiner Tanzklasse

Die letzte Schulwoche vor den Weihnachtsferien war wirklich traurig, denn ich musste mich schon von all meinen Lehrern und den meisten Mitschülern verabschieden. Ich muss wirklich zugeben, ich hätte nicht gedacht dass mir der Abschied so schwer fällt, denn meine Schule hier war nicht gerade atemberaubend. Trotzdem haben mich diese letzen Tage in der Schule einige Tränen gekostet. Weiterlesen

Ein Leben in einem Jahr

Ich verabschiedete mich von meinen Freunden und meiner Familie, ich stieg ins Flugzeug und begann meine Reise ins Ungewisse – vor mittlerweile mehr als 9 Monaten. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht.

Auch wenn es nicht immer einfach war bereue ich es kein bisschen, diesen „Neuanfang“ gewagt zu haben.

All die Fragen, die ich mir an diesem Tag vor vielen Monaten selbst gestellt habe, wurden während der Zeit hier beantwortet.

Ich habe tolle neue Weiterlesen

Mate, Rindfleisch, Rio Negro

Jetzt weiß ich was der Satz „Man könnte lachen und weinen gleichzeitig“ bedeutet . Als ich mich von meinen Eltern verabschiedete und im Flugzeug saß, wusste ich wirklich nicht genau, was ich fühlen sollte, aber die Aufregung war dann doch am größten!
Als wir sechs Österreicher in Frankfurt am Flughafen ankamen, kamen wir uns etwas klein vor neben den 60 Deutschen und 65 Italiener!
Im Camp in Buenos Aires angekommen, trafen wir auch auf die anderen Nationen. Insgesamt waren wir 240 Austauschschüler auf 3 Camps aufgeteilt. Gleich am ersten Tag musste ich feststellen, dass niemand, der in Argentinien war übertrieben hatte: Das Fleisch hier muss wirklich das beste auf der Welt sein!

Am dritten Tag flogen wir dann nach Neuquén, welches circa eine Stunde von General Roca entfernt ist. Als wir dort ankamen, wurden wir schon von unseren Gastfamilien mit Plakaten und der ganzen Verwandtschaft erwartet. Es war so ein herzlicher Empfang, dass einigen von uns sogar Tränen in die Augen stiegen! 🙂

Meine Familie hier ist wirklich nett, besonders mein Gastvater kümmert sich sehr um mich, denn ich habe einige Probleme mit meiner Gastschwester. Wir verstehen uns nicht besonders gut, und da ich am Anfang in der selben Klasse wie sie war und wir uns auch ein Zimmer teilen müssen, waren wir 24 Stunden am Tag zusammen. Aber jetzt, da ich Klasse gewechselt habe, ist es etwas besser geworden. Ich hoffe trotzdem, das wir uns bald noch besser verstehen, denn es ist sehr anstrengend im Moment. 🙁

Ich habe Argentinien gewählt, weil ich eine komplett andere Kultur kennenlernen wollte und ich muss sagen, es ist hier wirklich ALLES anders als in Österreich! Ich musste mich daran gewöhnen, dass das Frühstück aus einem Stück Brot mit Butter besteht und dafür um 11 in der Nacht die Hauptmahlzeit gegessen wird, vor allem ich, die nie nach 6 Uhr zu Abend isst 😀
Das Schulsystem ist hier auch ganz lustig: Es gibt Noten von 1 bis 10 und wenn man unter 17 ist, kann man auch nachmittags zur Schule gehen, wenn man will. Spanisch konnte ich ja davor überhaupt nicht, aber da meine Familie kein Englisch spricht und ich in einer öffentlichen Schule bin, das heißt, dass die Schüler auch nicht wirklich Englisch sprechen können, bin ich gezwungen die Sprache schnell zu erlernen. Ich muss sagen, nach drei Wochen kann ich schon recht gut mit meinen Klassenkollegen kommunizieren. Ich bin echt erstaunt, wie schnell das eigentlich geht!
Von den Ausgehzeiten hier war ich auch sehr überrascht, da man um zwei oder drei in der Früh in die Stadt geht und um sechs Uhr nach Hause kommt. Manchmal bleibt man auch bis 10 Uhr am Morgen! Als meine Mutter in Österreich das gehört hat, war sie natürlich nicht begeistert, aber das ist nun mal hier so 😀 Und das letzte war noch das Wetter: Ich bin nicht im Norden, wo es sehr heiß ist, aber selbst hier hat es im Spätwinter schon 25 Grad!

General RocaFür Argentinier sind denke ich drei Dinge wichtig: Mate, Rindfleisch und Rio Negro. Mate ist ein Tee, den man aus einem Metall-Strohhalm-Löffel trinkt und aus einer Menge bitteren Kräutern besteht. Die Leute hier meinen, sie könnten sich ein Leben ohne dieses Getränk nicht vorstellen. Wenn ich mit meinen Klassenkollegen etwas unternehmen, setzen wir uns in einen Park und trinken Tee (ja ich musste sehr lachen, als ich das zum ersten Mal gehört habe!). Rindfleisch wird hier jeden Tag gegessen, egal ob als ganzes Stück auf Pasta oder sonst wo. Es wird einfach überall Fleisch hinaufgelegt. Aber da es so gut ist, ist das natürlich kein Problem! Rio Negro ist der Fluss hier, der unter anderem durch meine Stadt führt. Die Leute hier gehen im Sommer alle dorthin schwimmen und er ist besonders wichtig für die Einwohner, da es hier eine Art Wüstenlandschaft ist und dementsprechend trocken. Außerdem lieben die Menschen hier Äpfel! Es gibt riesige Apfelplantagen und mitten in der Stadt steht eine Statue, die „La Manzana“ (der Apfel) genannt wird. Im September gibt es sogar 3 Tage lang ein Fest, das sich rund um den Apfel dreht!

"La manzana"Heimweh hatte ich bisher noch gar nicht, ich bin wirklich froh, dass ich mich auf dieses Abenteuer eingelassen habe und genieße jeden Moment! Und falls manchmal doch ein Zweifel aufkommt, lass ich mich einfach von Freunden ablenken, denn Argentinier haben nicht umsonst den Ruf, dass sie immer freundlich und froh sind! 🙂

Meine ersten Schultage

Wie bereits erwähnt, hatte ich schon Heimweh. – Was dagegen hilft ist kein Geheimnis: Ablenkung!

Aber meine Art ist für viele sicher neu: die Schule!

Als ich am Dienstag so Heimweh hatte, packte mich meine Mami in das Auto und wir fuhren zu meiner neuen Schule, um mich einzuschreiben. Es war ein schreckliches Gefühl als wir durch das große Schultor gingen.

Ich hatte natürlich nicht daran gedacht, dass ich durch meine helle Haut, meine Größe und meine Haare eh schon genug auffalle. Noch dazu hatte ich auch einen Rock und ein rotes T-shirt an.

Alle anderen trugen eine Uniform.

Ich wurde angestarrt wie … Edward und Bella aus Twilight, als sie das erste Mal zusammen zur Schule gingen. ( sorry für das Beispiel :) )

Auf jeden Fall fiel ich auf.

Da am Mittwoch Feiertag war, ging ich am Donnerstag mit meinem Bruder in die Schule. Meine ersten drei Stunden waren Englisch, (das System erkläre ich noch) was ich gut fand, da ich mich mit der Lehrerin unterhalten konnte. Es war sehr lustig und alle wollten mit mir reden, mir Spanisch beibringen und Wörter auf Deutsch lernen.

In der Pause nach Englisch kam ein Junge zu mir und erklärte mir, dass er mir helfen wird, da er der einzige in der Klasse ist, der Englisch kann. Das habe ich sehr nett gefunden, also haben er und zwei Mädchen aus meiner Klasse mir die Schule gezeigt. Sie ist klein, aber sehr sauber und gepflegt. Seit diesem Zeitpunkt, verbringe ich jede Pause mit Adrian und seinen Freunden. (Natürlich sind auch Mädchen dabei, sonst dürfte man das nämlich nicht.) Es war ein schöner und spannender erster Schultag, aber als ich nach Hause kam überfiel mich meine Familie mit Fragen: “Fabricio (mein Bruder ) hat erzählt dass du schon einen Jungen als Freund hast …” oder “Schaut er gut aus?” , “Das ging ja schnell!”
Ich wusste zuerst nicht wie ich reagieren soll, aber jetzt fühle ich mich wie daheim, da nervt meine Mama auch immer so. :)
Was ich aber total lustig an der Schule finde ist, dass irgendwie nie wirklich was gelernt wird. Außer es wird ein Examen geschrieben. Also entweder die Jungs spielen Karten und Mädchen tippseln am Handy oder sie schreiben ein Examen. Das habe ich noch nicht so ganz verstanden. :)
Ich mag meine Schule, meine Lehrer und Mitschüler jetzt schon. Und es ist wirklich wichtig in die Schule zu gehen. Es lenkt ab UND du lernst die Sprache! Der Stundenplan geht von 7.00 – 16.30 Uhr. Es sind immer zwei Stunden als Block und dann 10 Minuten Pause außer zu Mittag, da sind 30 Minuten Pause. Es ist aber normal das du oft Freistunden hast, ich fange am Montag erst um 1 mit Schule an und hab dann auch wieder Freistunden.
Sollte es in Österreich auch geben, oder??