Gastfamilienwechsel und eine kleine Entdeckungstour in Nanjing :)

Familien

Es gibt viele Leute, die jedes Jahr aufs Neue ihr Leben einfach leben. Jedes Jahr dasselbe, immer wieder. Und dann gibt es einige Leute, die sich dafür entscheiden, ein Jahr zu einem besonderen zu machen. Das sind jene Leute, die zum Beispiel ins Ausland gehen und sich dort ein neues Leben aufbauen. Man nennt sie ganz einfach AUSTAUSCHSCHÜLER! Austauschschüler, so wie ich und alle anderen hier in China, leben bei Gastfamilien. Familien, die uns aufnehmen, freiwillig muss man dazusagen, also nicht bezahlt werden.

Jede Familie ist einzigartig und hat ihre eigenen Persönlichkeiten und Eigenheiten. Doch eines sollte jede Familie gemeinsam haben: Warmherzigkeit! Jeder Austauschschüler soll sich da, wo er wohnt geborgen fühlen, immerhin sind die Leute, mit denen man nun zusammenwohnt, seine Familie. Und wenn man sich nicht geborgen fühlt, die Familie einen nicht als Familienmitglied akzeptiert und einen einfach nicht mit einem lächelnden Gesicht von Anfang an empfängt, was für eine Familie ist das dann? Weiterlesen

Der Kampf von Angst und Vorfreude

Hallo! = )

Ich heiße Eva, bin 15 Jahre alt und werde am 22. August 2013 ein Auslandsjahr in Japan beginnen, gemeinsam mit meiner Freundin Fiona (die ich am zweiten Camp kennengelernt habe) und noch drei anderen zukünftigen Auslandsschülern. Es würde mich freuen, wenn ihr meine (ziemlich langen) Beiträge lesen und kommentieren würdet! 🙂

Die spontane Entscheidung …

Warum ich gerade mit AFS ins Ausland gehen werde? Weil mir eine Auslandsschülerin aus China, die in meiner Parallelklasse war, von dieser Organisation erzählt hat. Davor kannte ich Weiterlesen

Eine Woche kann alles ändern

In der Zeit nach dem letzten Blogeintrag ist eigentlich nicht so richtig viel Neues passiert – bis letzte Woche.

Wie schon gesagt, ist meine Gastfamilie sehr religiös und in viele Kirchenaktivitäten mit eingebunden. Deshalb haben wir alle zusammen auch die Osterwoche in einem Camp in Spanien verbracht.
Die Kirche, die ich mit meiner Gastfamilie besuche, konzentriert sich sehr stark auf die Arbeit mit Jugendlichen. In Spanien, wo die Glaubensgemeinschaft ihre Wurzeln hat, finden daher regelmäßig Judendcamps statt, in einer Anlage, die eigens dafür errichtet wurde.

Da die Beziehung zwischen der Kirche und mir nicht sehr stark war, begann ich die 6,5-stündige Autofahrt mit sehr schlechten Erwartungen. Das war in gewisser Weise auch gut so – denn nur so war es möglich, dass ich so positiv überrascht wurde.

Als wir am Palmsonntag um etwa 22 Uhr dort ankamen, wurden wir schon sehr herzlich von jeder Menge Jugendlicher begrüßt. Nach einem „Willkommensabend“ gingen wir um etwa 1 Uhr morgens ins Bett, und es fiel mir nicht sehr schwer, einzuschlafen, nach der langen Anreise.

Der Tagesablauf bestand aus Aufwachen, Morgenandacht, Frühstück, 1. Thema, Freizeit, Mittagessen, 2. Thema, Freizeit und Jause, 3. Thema, Abendessen und Freizeit (mit organisierten Spielen,…).

Ich bin nicht unbedingt die Art von Person, die zu Beginn sehr viel spricht, deshalb habe ich in den ersten 3 Tagen viel Zeit alleine verbracht und mit fast niemandem geredet.

Doch am dritten Tag sollte sich alles – und ich meine wirklich ALLES – ändern.

Am Abend saßen wir alle zusammen am Lagerfeuer, denn die Zeit des reinen Jugendcamps endete an diesem Tag – und die Erwachsenen kamen an (der Kongress begann). Schon am Lagerfeuer begann ich viel nachzudenken und zu begreifen, dass nicht alles so schlimm war, wie ich es mir einredete.

Doch die eigentliche Veränderung setzte während des Kongresses ein.

Die Themen wurden immer von Pastoren der verschiedenen Standorte der Kirche vorgetragen.

Das Thema, das alles veränderte, wurde von der Ehefrau des Pastors von Barcelona gegeben. Sie redete darüber, dass wir die Verletzungen aus der Vergangenheit zuerst heilen müssen, um weiterzukommen. Auf einem Schlag wurde mir einiges klar und ich war von ihrer Rede sehr berührt.

Zu dieser Zeit wurde mir erst richtig klar, wie wichtig mein bester Freund in diesem Camp, Samuel aus Granada (ich habe ihn beim letzten Camp im Oktober kennengelernt), für mich war. Obwohl ich mich nicht sonderlich bemühte, mich mit den Leuten dort zu unterhalten,war er seit dem Beginn des Camps fast immer an meiner Seite und hat mit mir gesprochen und mir zu helfen versucht.

Samuel und ich

Samuel und ich

Das und die Fehler, die ich in den letzten Jahren gemacht hatte, wurden mir in diesem Moment klar.

Auf einem Schlag veränderte sich meine komplette Einstellung, und die „Schutzmauer“, die ich in den letzten Jahren um mich herum aufgebaut hatte, begann zum ersten Mal zu bröckeln.

Ich sprach nach diesem Abend viel mehr mit den Jugendlichen dort (und auch mit meiner Gastfamilie) und war nie mehr alleine unterwegs. Es war sehr lustig und sie haben mir unter anderem gezeigt, dass ich stolz darauf sein kann und sollte, wie und wer ich bin – und dass ich mich nicht verstellen muss, damit mich Leute mögen, wovon ich nach der Hauptschulzeit, in der ich von meinen Mitschülern wegen Größe, Stimme und Zahnspange nicht unbedingt nett behandelt worden bin, immer mehr überzeugt war.
Die Zeit mit meinen neuen Freunden hat meinem Selbstbewusstsein einen riesigen Schub gegeben und mir richtig gut getan.

Ich habe gelernt, die dummen Aussagen und Meinungen einiger Leute, erst gar nicht zu beachten und sie nicht an mich heran zu lassen – und dass ich gut bin, so wie ich bin 🙂

Die letzten Tage vergingen wie im Flug und am Ende hielt ich auch noch ein T-Shirt mit Botschaften und Unterschriften all meiner Freunde aus diesem Camp in der Hand, auf das ich sehr stolz bin.

Wir alle waren sehr traurig, als wir uns am Ostersonntag voneinander verabschiedeten und es gab sehr viele Leute, die mich zu sich nach Hause eingeladen haben und die mir sagten, ich müsse im August unbedingt ins Camp zurückkommen. (Das ist zwar nicht unbedingt leicht, weil ich dann ja schon wieder in Österreich bin und ich den Flug und alles organisieren muss, aber ich würde mich darüber sehr freuen, wenn es möglich wäre.)

Viele Leute haben mich nach der Woche schon gefragt, was mit mir passiert ist, weil ich immer ein Lächeln auf den Lippen habe und das „Glitzern in meien Augen“ zurückgekommen ist – und auch wenn ich nicht genau weiß, was passiert ist, merke ich doch, dass ich mich sehr verändert habe und dass es mir viel besser geht 🙂


Nach knapp 7 Stunden im Auto kamen wir dann um etwa 22 Uhr wieder in Lissabon an und als ich mein Facebook öffnete, warteten schon über 100 Nachrichten und Benachrichtigungen auf mich, die meisten davon bestanden aus Erklärungen, wie sehr sie mich schon vermissen und warum ich unbedingt zurückkommen muss – was mich natürlich sehr freute 🙂

In dieser tollten und unvergesslichen Woche habe ich aber noch eine wichtige Lektion gelernt:

Verurteile Personen und Situationen nicht, bevor du sie kennengelernt/durchgelebt hast!

 

Alles in allem hat mir diese Woche richtig gut getan, die Beziehung mit der Gastfamilie sowie mein Verständnis für ihre Meinungen und Überzeugungen hat sich sehr stark verbessert und ich habe begriffen, dass ich ihnen bis jetzt gar keine richtige Chance gegeben hatte, uns gegenseitig richtig gut kennen zu lernen.

Im Nachhinein freue ich mich sehr darüber, dass mich meine Gastmutter dazu überredet hat, mitzufahren und ich möchte diese wunderschöne Zeit, meine neuen Freunde (von denen einige sicher fürs Leben sind) und all die Erfahrungen nie mehr missen.
Hattest auch du während deines Auslandsaufenthaltes einen Moment, in dem sich alles komplett geändert hat? Hast auch du eine neue und ganz andere Religion kennengelernt?
Hast auch du nun Freunde in der ganzen Welt?

Ich hoffe, euch hat mein Beitrag gefallen und wenn ihr auch weiterhin keine Neuigkeiten aus Portugal und der Welt verpassen möchtest, klicke doch auf Facebook den Like-Button und „Subscribe“ den Blog.

Bis bald,

euer Benjamin

Knapp fünf Monate in Portugal – die Ereignisse überschlagen sich!

Zuerst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich schon seit 4 Monaten nichts mehr geschrieben habe. Ich hatte etwas viel um die Ohren, aber das werdet ihr gleich merken 🙂

In den ersten Monaten hat es nicht besonders viele „wirklich wichtige“ Ereignisse gegeben, deshalb werde ich die überspringen und direkt zum 2. November, dem Tag meiner ersten Reise vorspulen.

Nach der Schule sind meine Gastschwester Bárbara und ich gleich in den Bus gestiegen, um nach Praia da Rocha in der wunderschönen Algarve zu fahren, wo meine Gastgroßeltern ein Haus haben.

Und nein, ihr habt euch nicht verlesen, wir haben die rund 300 Kilometer in einem hochmodernen Bus mit W-Lan-Verbindung hinter uns gebracht. Denn hier in Portugal ist es so, dass die meisten Zugverbindungen extrem veraltet und somit langsam oder sogar unpassierbar sind. Deshalb setzen die Portugiesen auf den Bus als Hauptreisetransportmittel und modernisieren das Netz und die Busse ständig.

Nach etwa 3 Stunden sind wir dann auch im Süden Portugals angekommen. Ich habe meine Gastgroßeltern kennen gelernt und wir haben uns sofort super verstanden. Das Wetter war an diesem Wochenende, das ich dort verbracht habe, leider nicht so gut, aber ich habe, trotz des Regens, sehr viel gesehen, tolle Fotos gemacht und sogar einen Glücksklee gefunden. Außerdem hat meine Gastgroßmutter mir versichert, dass ich jederzeit willkommen sei 🙂

Am 12. November gab es das nächste große Ereignis: „As Listas“.

So nennt sich hier der Wahlkampf in der Woche der Schulsprecherwahl. Die Schule ist in „Parteien“ („listas“) aufgeteilt und es funktioniert wie bei den „echten“ Wahlen in Österreich . 4 Tage lang wird in jeder Pause der Schulhof zur Disco. Mit Musik, Süßigkeiten und Wahlgeschenken kämpft jede der „Parteien“ um jede einzelne Stimme. Diese Art der Schulsprecherwahl kennenzulernen hat mir echt Spaß gemacht 🙂

Außerdem habe ich im November noch bei einer Segelregatta mit meinem Gastvater, meiner Gastschwester und einigen ihrer Freunden mitgemacht. Ich habe das zuvor noch nie in meinem Leben gemacht und es war echt ein cooles Erlebnis. Auch wenn es öfters laut wurde und wir nicht gewonnen haben, hat es mir echt gut gefallen 🙂

Zu Weihnachten habe ich endlich meine Einladung akzeptieren und in die Algarve zurückkehren können. Das Weihnachtsfest ist auch hier im katholischen Portugal das wichtigste im Jahr.

Ich bin schon am 21. angereist und habe erstmal das wunderschöne Wetter und den Strand, der 50 Meter vom Haus entfernt liegt, genossen und mich ausgeruht.

Am 23. Dezember haben wir dann das Weihnachtskonzert, bei dem mein Gastgroßvater mitsang, besucht.

Am Heiligen Abend sind  meine Gastschwester und ihr Vater angekommen. Es gab ein großes Familienabendessen mit dem typischen Weihnachtsgericht – Bacalhau mit Kartoffeln und Kohl – und vielem mehr. Danach – pünktlich um Mitternacht – ging es ans Geschenkeauspacken 🙂

Mir wurde die Weihnachtsmann-Mütze (denn hier gibt es kein Christkind) ausgesetzt und ich teilte die ersten Geschenke aus. Auch für mich war so einiges dabei – was ich mir nicht erwartet hätte. Vielleicht habe ich mich auch grade deshalb so über alles gefreut 😉

Am nächsten Tag war das Weihnachtsmittagessen dran – es gab einen riesigen gefüllten Truthahn und gegrillten Fisch.

Nach einigen Tagen voller Action – zum Beispiel bei der Wanderung auf einen „Berg“, die vorbei an Eukalyptus- und Olivenwäldern führte oder beim Orangenpflücken – reisten wir am 29. Dezember wieder zurück nach Lissabon.

Dort blieb ich aber nur einen Tag, denn zum Jahreswechsel ging es ab nach Porto, in den Norden. Dort hat es zwar sehr oft geregnet, aber wir waren in einem super Hotel im Zentrum der Stadt und konnten so zu Fuß alles mögliche ansehen. Mit einem 13-minütigen musik-synchronen Feuerwerk begann das neue Jahr. bis zum 2. Jänner blieben wir noch in der atemberaubenden Hafenstadt und dann ging es, nach einem Zwischenstopp in Aveiro – dem Venedig Portugals – wieder zurück nach Lissabon, denn am 3. Januar fing schon wieder der Unterricht an.

Doch die nächste „Reise“ stand schon bevor.

Ich verbrachte das Wochenende vom 11. – 13. Januar in Sintra. Ich habe echt total viel gesehen, auch wenn das Wetter voll schlecht war.

Seitdem bin ich hier in Lissabon 🙂

So, jetzt habe ich über alle Reisen gesprochen und kommen wir nun zu der Gefühlsachterbahn.

Ich hatte in den letzten knapp 5 Monaten ein stetiges Auf und Ab der Gefühle. Ich war oft knapp davor, einfach meine Koffer zu packen und nach Hause zurückzufliegen. Meine Gastmutter und ich hatten ein paar Meinungsverschiedenheiten und es ist einfach alles so anders hier: Kulturschock.

Meine Gastfamilie ist sehr streng religiös und es gibt zahlreiche Kirchenaktivitäten wie Gottesdienste, Bibelabende und auch Bibelcamps, an denen sie (und auch ich) teilnehmen. Das bin ich aus Österreich überhaupt nicht gewöhnt und so war es nactürlich etwas schwierig sich einzuleben, da eigentlich der ganze Tag – mit Beten, Bibel lesen und christlicher Musik sowie Alltagsdiskussionen, die immer darauf hinauslaufen, dass alles auf dieser Welt entweder das Werk Gottes oder des Satans ist – auf ihrem starken Glauben aufbaut.

Wir hatten zwei große Aussprachen – meine Gastmutter und ich -, von denen eine eher nicht so erfreulich endete  – ich wollte/sollte die Familie wechseln, doch das war genau zur Weihnachtszeit und die AFS-Mitarbeiter hatten natürlich Urlaub – und die andere dann darauf hinauslief, dass wir uns darauf einigten, alle dem eine zweite Chance zu geben. Ich glaube, das war eine gute Entscheidung, denn es ist seitdem viel besser geworden. Doch trotzdem war ich auf dem AFS-W-Kurven-Modell noch immer auf dem Weg abwärts, denn ich hatte immer wieder Tage, in denen ich einfach meine Familie und meine Freunde und auch oft kleine Sachen sehr vermisst habe.

Man weiß erst, wie wichtig einem etwas oder jemand ist, wenn man ihn/es nicht mehr hat.

Doch der Aufwärtstrend setzte letzte Woche ganz plötzlich ein. In meine Klasse kam ein neuer Austauschschüler aus Argentinien und ich beschloss, mit ihm gleichzeitig noch einmal neu anzufangen. Seitdem gehen wir immer zusammen (und auch mit anderen Freunden) Mittagessen und ich habe gemerkt, was wohl der Hauptgrund dafür war, dass es mit oft so schlecht ging: meine Verschlossenheit.

Ich habe mich seither den Leuten aus meiner Klasse, mit denen ich mich sehr gut verstehe immer mehr geöffnet – und siehe da, wir sind jetzt schon gute Freunde und machen auch außerhalb der Schule öfters etwas zusammen ( z.B. Bowlen, Essen gehen,  Eislaufen,…).

Und jetzt wo das Wetter auch bald mal besser werden soll, steht dem Genießen meines Auslandsabenteuers in diesem wunderschönen Land Portugal und der tollen Stadt Lissabon – gemeinsam mit meinen neuen Freunden – nichts mehr im Wege 🙂

Bis bald,

euer Benjamin

Wo bin ich Zuhause?

Nun habe ich endlich wieder eine fixe Gastfamilie.

Da es mit meiner ersten nicht so geklappt hat, musste ich als Übergang bei meiner Kontaktperson wohnen. Für mich war es ein nicht so tolles Gefühl, weil man ja nicht weiß wie lang man dort bleiben kann und ob man sich überhaupt einleben soll.

Doch nun ist es fix, sie behalten mich für ein ganzes Jahr und ich bin überglücklich!
Ich habe (natürlich) eine Mutter und einen Vater die sind beide einfach nur nett und meine Gastmama kann so super gut kochen 🙂 ! Mein Gastvater – Eric – arbeitet in San Jose, circa 3 Stunden von unserer Stdt entfernt und kommt jeden Abend pünktlich zum Abendessen. Es ist so ein schönes Gefühl mit ihnen und meinen Geschwistern zu sein, da sie mich wirklich als Familienmitglied sehen.

Ich habe 3 Geschwister. Der älteste von uns allen ist David José. Er und Nana (meine große Schwester) wohnen bei unserer Tante in San Jose und studieren dort. Dann komme ich, und am Schluss Pamela. Sie ist 14 und die Schwester die ich nie hatte.
Wir verstehen uns richtig gut und haben mit der Zeit auch den gleichen Musikgeschmack entwickelt. 🙂 Sie hat nämlich einen neuen CD-Player und hört nur Lieder „unserer“ Lieblingsband: One Direction!

Ich muss zugeben das ich mit der Zeit die Musik auch gut finde und auch schon mitsingen kann. Es sind solche kleinen Dinge, die mich Lächeln lassen wenn ich mal an zu Hause denke.

Das Haus, in dem ich lebe, hat zwei Stockwerke, was für Costaricanische Verhältnisse ziemlich ungewöhnlich ist und oben sind die drei Kinderschlafzimmer und ein Bad. Da unsere älteren Geschwister nicht zu Hause wohnen, ist der erste Stock das Reich von Pame und mir.

Wir beide haben keinen Spiegel in unseren Schlafzimmern und somit treffen wir uns immer in der Früh, wenn wir in das Zimmer der älteren tapsen.

So gut ich mich auch mit Pamela verstehe, die beste Zeit ist immer die, wo alle Zuhause sind und mein Gastvater fern sieht, mein großer Bruder im Wohnzimmer Basketball spielt, meine Gastmutter und meine große Schwester kochen und Pamela lautstark bei One Direction-Songs mitsingt!

Dann fühle ich mich so richtig Zuhause 🙂

AFSer sind deine Freunde :)

Ich bin jetzt schon 5 Wochen hier und man kann nicht sagen, ob es schnell oder langsam vergeht. Wenn ich an meine Mama und an meine Freunde zuhause denke, kommt es mir vor wie eine Ewigkeit.

Doch wenn ich mit meinen Freunden hier zusammen bin, oder etwas mit meiner Familie mache, vergeht die Zeit so viel schneller und ich kann sogar schon in manchen Momenten erahnen, dass ich die Menschen hier in Costa Rica auch so vermissen werde wie meine Familie und meine Freunde zuhause.

Meine AFS-Freunde waren in mancher Hinsicht und in manchen Momenten der Hauptgrund hier zu bleiben. Denn als ich meine Familie wechseln musste oder ich einfach “aufgeben” wollte, konnten nur sie mich beruhigen, denn jeder von uns macht das gleiche durch!

Sie sind nicht ein Teil meines Abenteuers, doch ich werde sie alle vermissen, wenn ich wieder zuhause – in Österreich bin.

Und es hat natürlich noch einen Grund, warum ich gerne Zeit mit ihnen verbringe: Auch wenn es mir niemand glauben wird, aber wir lernen Spanisch! Oh ja! Nicht jeder ist ohne Spanisch gekommen, aber ich war auch nicht die Einzige. Das ist erstens viel lustiger als Vokabeln lernen und es gibt genug Ansporn um bis zum Nächsten mal besser zu werden, da man ja nicht der / die Schlechteste sein will 🙂

Ich habe bis jetzt sehr viel erlebt, ob gut, ob schlecht. Doch ohne sie wäre es entweder noch schwerer oder nicht so lustig geworden.

Ich danke euch, Annika, Emma, Eva, Julie und Jakob!
( ich weiß eh ihr übersetzt es erst, wenn eure Namen auftauchen 🙂 )

Also für alle: AFSer sind überall gleich und sie werden dich unterstützen und vielleicht werdet ihr auch so gute Freunde wie wir!!