Der Moment der Rückkehr

Wie oft hab ich mir diese Momente im Kopf ausgemalt? Diese Momente der Rückkehr. Den Moment, in dem ich meine Familie nach 10 Monaten zum ersten Mal wieder in den Arm nehmen kann. Den Moment, wenn ich das erste Mal nach 10 Monaten wieder Messer und Gabel in den Händen halten werde. Den Moment, wenn ich nach 10 Monaten wieder am Platz vor „meiner“ Schule stehe und jeder um mich herum Deutsch spricht.

Ich hab wirklich SEHR oft über diese Momente meiner Rückkehr nachgedacht und jetzt da ich seit fast einem Monat wieder hier in Österreich bin, kann ich euch eines sagen: Weiterlesen

Kulturschock gut überstanden

Hallo liebe Leser!

Erstmals danke für die lieben Kommentare, habe mich echt gefreut! 😉

Ich bin jetzt gerade mal zwei Wochen hier, es kommt mir aber so vor als wären es schon zwei Monate… es ist einfach viel zu viel passiert!

Ich versuche das jetzt also kurz in diesem Blog-Eintrag zusammenzufassen (bevor mein Deutsch komplett abkratzt).

Camp

Die ersten drei Tage in Südafrika verbrachte ich in einem Camp in „Honeydew“, wo ich und die beiden anderen Mädels aus Österreich mit fünf weiteren Austauschschülern Weiterlesen

‚Kulturschock‘

So, jetzt bin ich schon genau einen Monat hier in Panama, was wirklich wie im Flug vergangen ist. Leider bin ich nie dazu gekommen einen neuen Beitrag zu verfassen, denn hier ist echt jeden Tag etwas los.

Schule …

Also an meinem ersten Schultag hier in Panama mussten Camilla (eine italienische Austauschschülerin) und ich Weiterlesen

Die „Post-Austausch-Depression“

Wenn man so darüber nachdenkt, klingen 5 Monate nach einer wahnsinnig langen Zeit. Ich kann mich noch gut an die Tage vor Beginn meines Auslandssemesters in Russland erinnern, an all die Erwartungen, Ängste und die große Vorfreude. Fast ein Jahr fieberte ich dem 25.Jänner 2013 entgegen, der Austausch war Weiterlesen

Das nennt sich dann wohl KULTURSCHOCK

Hallo ihr Lieben da draußen!

Eine Woche bin ich jetzt hier in China, vier Tage bei meiner Gastfamilie … Und ich kann euch sagen, es ist definitiv seeeehr anders als Österreich, oder eigentlich ganz anders als alles andere auf diesem Planeten! Immer wieder springen mir absurde Sachen ins Auge und als Antwort fällt mir dann nur ein: „This is China!“

Flug

Abschiedsplakat!

Abschiedsplakat

Von Wien aus bin ich am 22.8. gemeinsam mit zwei anderen Österreichern, Bianca und Sebastian, nach Frankfurt geflogen. Bevor’s aber los ging, haben mich noch Weiterlesen

Chau, Argentina – hallo, Österreich!

Die letzte Woche in Argentinien war stressig, tränenreich, aufregend, traurig und voller Vorfreude.
Am Samstag wollte ich ja eigentlich meinen Koffer packen anfangen und die Familie meines Freundes wollte mich um 10 Uhr abends abholen, um noch ein paar Tage gemeinsam in Buenos Aires zu verbringen. Es war dann so, dass alle meine Freunde gekommen sind, um mich zu verabschieden und wir mit zwei Stunden Verspätung losgefahren sind. Die Verabschiedung meiner Gastfamilie fiel mir sehr schwer, wir haben ja doch neuneinhalb Monate zusammen verbracht, sind zusammen in den Norden gefahren, in den Süden, haben uns gestritten, wieder vertragen und einfach die beste Zeit miteinander verbracht. Meine ganze Familie hat geweint und ich konnte meine Tränen dann natürlich auch nicht mehr zurückhalten 🙁

Nach 13 Stunden Fahrt kamen wir dann schließlich in Buenos Aires an. Ich liebe diese Stadt, sie ist einfach Weiterlesen

Ein Leben in einem Jahr

Ich verabschiedete mich von meinen Freunden und meiner Familie, ich stieg ins Flugzeug und begann meine Reise ins Ungewisse – vor mittlerweile mehr als 9 Monaten. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht.

Auch wenn es nicht immer einfach war bereue ich es kein bisschen, diesen „Neuanfang“ gewagt zu haben.

All die Fragen, die ich mir an diesem Tag vor vielen Monaten selbst gestellt habe, wurden während der Zeit hier beantwortet.

Ich habe tolle neue Weiterlesen

Der Familien-Marathon

In den letzten 10 Tagen erlebte ich so viel Familie, dass es vermutlich für die nächsten 3 Monate ausreicht. 😀 Denn ich hetzte nicht nur von einem russischen Familientreffen zum anderen – als Höhepunkt der letzten Woche bekam ich Besuch aus Österreich!! Aber mal langsam …

… begonnen hat der Marathon vorletzten Samstag. Um 5 Uhr morgens fuhr ich mit meiner Gastfamilie auf die Datscha. Datschas sind kleine, gemütliche Wochenendhäuser, die Schutz vor dem Rummel der Großstädte bieten. Die Datscha meiner Gastfamilie gehört den Großeltern. Auf die Datscha zu fahren bedeutet vor allem drei Dinge: Banja, Schaschlik und gaaanz viel Familie! (:

..mit Polina auf Entdeckungstour (:

..mit Polina auf Entdeckungstour (:

Gleich als wir ankamen wurden mir noch zig andere Familienmitglieder und Freunde vorgestellt. Danach wurde natürlich richtig Weiterlesen

Zu Besuch in Tatarstan

The colourful world of AFS (:

The colourful world of AFS (:

„Was bitte ist Tatarstan?!“- Diese Frage werden sich jetzt sicherlich einige von euch stellen. Muss euch nicht peinlich sein, ich wusste es bis zum letzten Wochenende auch nicht. 😀 Dank AFS hab ich wieder einmal einiges dazugelernt, denn letzten Donnerstag reiste ich gemeinsam mit einer Gruppe anderer AFSer/innen nach Kazan, der Hauptstadt Tatarstans. Bevor ich das Rätsel um diesen geheimnisvollen Ort auflöse, erzähl ich euch noch etwas über den Weg dorthin- ja, auch Zugfahren ist in Russland spannend!

In Russland gibt es einen Haufen an Möglichkeiten, von A nach B zu kommen. Autos, Taxis, Busse, Trolleybusse (O-Busse), Marschrutkas (im Prinzip Sammeltaxis), Elektrichkas (Kurzstrecken-, aber auf keinen Fall Schnellzüge!) und die eigentlichen Züge. Diese sind einfach etwas Besonderes, da sie wirklich nur für längere Strecken dienen. Wir zum Beispiel fuhren 12 Stunden, das war meine erste richtig lange Zugfahrt. (: Aus diesem Grund sind alle Züge mit Betten ausgestattet, es gibt also keine Schlafwaggons wie in Österreich. Auch hier gibt es mehrere Klassen, wir haben (leider) die schlechteste/billigste gewählt. Wenn ich so im Nachhinein darüber nachdenke, war’s außer ekelhaft nur ekelhaft. Während der Fahrt war ich Gott sei Dank zu beschäftigt, um mir darüber Gedanken zu machen. Denn mit AFSer/innen ist einfach immer was los!

Meine Asiatin im russischen Zug (:

Meine Asiatin im russischen Zug (:

Zurück zu den Zügen: Unser Waggon bestand zwar aus mehreren Abteilen mit jeweils 6 Betten, aber es gab keine Türen. Dies machte die ganze Sache sehr heimelig. Sobald der Zug losfährt zieht automatisch jede/r sein Pyjama an- einfach wie zu Hause. Toilette gibt es für den ganzen Waggon nur eine, diese wird auch als Badezimmer genutzt. Ich denk ihr könnt euch vorstellen, wie sie nach 12 Stunden aussieht. Was sehr cool ist, Teewasser gibt es umsonst in Hülle und Fülle. Das heiße Wasser wird vor allem auch zum Zubereiten von Fertigprodukten benutzt. In Russland kann dir nämlich schnell passieren, dass du mal 2-3 Tage oder auch länger im Zug sitzt.

Auf in die Moschee!!

Auf in die Moschee!!

Nach einer langen Nacht- wenn man mit so einer tollen Truppe unterwegs ist, kann man einfach nicht schlafen – kamen wir dann am Freitagmorgen in Kazan, der Hauptstadt Tatarstans, an. Tatarstan ist eine autonome Republik im östlichen Teil des europäischen Russlands und gilt als sehr eigenständig. Die Hauptstadt Kazan liegt an der Wolga, die momentan zugefroren ist. Man kann sogar mit dem Auto den Fluss überqueren! Gegründet wurde die Stadt vor über 1000 Jahren und sie gilt als das Zentrum des russischen Islam. Dies merkt man sofort, denn es gibt in der Stadt unzählige, wunderschöne Museen. Gemeinsam mit den anderen Austauschschülern besuchte ich zum ersten Mal eine solche Kirche – wahnsinnig interessant!

Eine der unzaehligen Kirchen (:

Eine der unzähligen Kirchen (:

Außerdem sahen wir uns auch einige wunderschöne orthodoxe Kirchen an. Die ganzen umwerfenden Gebäude beeindruckten mich sehr. Immerhin wurden sie großteils mit bloßen Händen gebaut! Kazan ist eine wunderschöne Stadt. Zuerst dachte ich aufgrund der vielen alten, aber wirklich schönen Häuser, dass Kazan eher klein ist. Da hab ich mich ziemlich getäuscht, denn die Stadt hat ca. 1,2 Millionen Einwohner und sogar eine U-Bahn-Linie – ja, nur EINE U-Bahn-Linie 😀

An diesem Wochenende durfte ich auch erstmals den „richtigen“ russischen Winter erleben- es war verdammt kalt dort und das mein ich wortwörtlich. Zwar hab ich alles angezogen, was ich mit hatte, aber eine leichte Erkältung konnte ich leider trotzdem nicht vermeiden. Naja, was soll’s, Winter in Russland ohne klirrende Kälte wäre sowieso ein bisschen enttäuschend gewesen. (;

Hat dir mein Bericht gefallen? Willst du mal selbst russische Züge ausprobieren? Hast du schon mal vom russischen Islam gehört? Schreib mir doch bitte ein Kommentar oder trage dich in den Newsletter ein, werde Fan auf Facebook, folge Twitter oder Google+.

Knapp fünf Monate in Portugal – die Ereignisse überschlagen sich!

Zuerst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich schon seit 4 Monaten nichts mehr geschrieben habe. Ich hatte etwas viel um die Ohren, aber das werdet ihr gleich merken 🙂

In den ersten Monaten hat es nicht besonders viele „wirklich wichtige“ Ereignisse gegeben, deshalb werde ich die überspringen und direkt zum 2. November, dem Tag meiner ersten Reise vorspulen.

Nach der Schule sind meine Gastschwester Bárbara und ich gleich in den Bus gestiegen, um nach Praia da Rocha in der wunderschönen Algarve zu fahren, wo meine Gastgroßeltern ein Haus haben.

Und nein, ihr habt euch nicht verlesen, wir haben die rund 300 Kilometer in einem hochmodernen Bus mit W-Lan-Verbindung hinter uns gebracht. Denn hier in Portugal ist es so, dass die meisten Zugverbindungen extrem veraltet und somit langsam oder sogar unpassierbar sind. Deshalb setzen die Portugiesen auf den Bus als Hauptreisetransportmittel und modernisieren das Netz und die Busse ständig.

Nach etwa 3 Stunden sind wir dann auch im Süden Portugals angekommen. Ich habe meine Gastgroßeltern kennen gelernt und wir haben uns sofort super verstanden. Das Wetter war an diesem Wochenende, das ich dort verbracht habe, leider nicht so gut, aber ich habe, trotz des Regens, sehr viel gesehen, tolle Fotos gemacht und sogar einen Glücksklee gefunden. Außerdem hat meine Gastgroßmutter mir versichert, dass ich jederzeit willkommen sei 🙂

Am 12. November gab es das nächste große Ereignis: „As Listas“.

So nennt sich hier der Wahlkampf in der Woche der Schulsprecherwahl. Die Schule ist in „Parteien“ („listas“) aufgeteilt und es funktioniert wie bei den „echten“ Wahlen in Österreich . 4 Tage lang wird in jeder Pause der Schulhof zur Disco. Mit Musik, Süßigkeiten und Wahlgeschenken kämpft jede der „Parteien“ um jede einzelne Stimme. Diese Art der Schulsprecherwahl kennenzulernen hat mir echt Spaß gemacht 🙂

Außerdem habe ich im November noch bei einer Segelregatta mit meinem Gastvater, meiner Gastschwester und einigen ihrer Freunden mitgemacht. Ich habe das zuvor noch nie in meinem Leben gemacht und es war echt ein cooles Erlebnis. Auch wenn es öfters laut wurde und wir nicht gewonnen haben, hat es mir echt gut gefallen 🙂

Zu Weihnachten habe ich endlich meine Einladung akzeptieren und in die Algarve zurückkehren können. Das Weihnachtsfest ist auch hier im katholischen Portugal das wichtigste im Jahr.

Ich bin schon am 21. angereist und habe erstmal das wunderschöne Wetter und den Strand, der 50 Meter vom Haus entfernt liegt, genossen und mich ausgeruht.

Am 23. Dezember haben wir dann das Weihnachtskonzert, bei dem mein Gastgroßvater mitsang, besucht.

Am Heiligen Abend sind  meine Gastschwester und ihr Vater angekommen. Es gab ein großes Familienabendessen mit dem typischen Weihnachtsgericht – Bacalhau mit Kartoffeln und Kohl – und vielem mehr. Danach – pünktlich um Mitternacht – ging es ans Geschenkeauspacken 🙂

Mir wurde die Weihnachtsmann-Mütze (denn hier gibt es kein Christkind) ausgesetzt und ich teilte die ersten Geschenke aus. Auch für mich war so einiges dabei – was ich mir nicht erwartet hätte. Vielleicht habe ich mich auch grade deshalb so über alles gefreut 😉

Am nächsten Tag war das Weihnachtsmittagessen dran – es gab einen riesigen gefüllten Truthahn und gegrillten Fisch.

Nach einigen Tagen voller Action – zum Beispiel bei der Wanderung auf einen „Berg“, die vorbei an Eukalyptus- und Olivenwäldern führte oder beim Orangenpflücken – reisten wir am 29. Dezember wieder zurück nach Lissabon.

Dort blieb ich aber nur einen Tag, denn zum Jahreswechsel ging es ab nach Porto, in den Norden. Dort hat es zwar sehr oft geregnet, aber wir waren in einem super Hotel im Zentrum der Stadt und konnten so zu Fuß alles mögliche ansehen. Mit einem 13-minütigen musik-synchronen Feuerwerk begann das neue Jahr. bis zum 2. Jänner blieben wir noch in der atemberaubenden Hafenstadt und dann ging es, nach einem Zwischenstopp in Aveiro – dem Venedig Portugals – wieder zurück nach Lissabon, denn am 3. Januar fing schon wieder der Unterricht an.

Doch die nächste „Reise“ stand schon bevor.

Ich verbrachte das Wochenende vom 11. – 13. Januar in Sintra. Ich habe echt total viel gesehen, auch wenn das Wetter voll schlecht war.

Seitdem bin ich hier in Lissabon 🙂

So, jetzt habe ich über alle Reisen gesprochen und kommen wir nun zu der Gefühlsachterbahn.

Ich hatte in den letzten knapp 5 Monaten ein stetiges Auf und Ab der Gefühle. Ich war oft knapp davor, einfach meine Koffer zu packen und nach Hause zurückzufliegen. Meine Gastmutter und ich hatten ein paar Meinungsverschiedenheiten und es ist einfach alles so anders hier: Kulturschock.

Meine Gastfamilie ist sehr streng religiös und es gibt zahlreiche Kirchenaktivitäten wie Gottesdienste, Bibelabende und auch Bibelcamps, an denen sie (und auch ich) teilnehmen. Das bin ich aus Österreich überhaupt nicht gewöhnt und so war es nactürlich etwas schwierig sich einzuleben, da eigentlich der ganze Tag – mit Beten, Bibel lesen und christlicher Musik sowie Alltagsdiskussionen, die immer darauf hinauslaufen, dass alles auf dieser Welt entweder das Werk Gottes oder des Satans ist – auf ihrem starken Glauben aufbaut.

Wir hatten zwei große Aussprachen – meine Gastmutter und ich -, von denen eine eher nicht so erfreulich endete  – ich wollte/sollte die Familie wechseln, doch das war genau zur Weihnachtszeit und die AFS-Mitarbeiter hatten natürlich Urlaub – und die andere dann darauf hinauslief, dass wir uns darauf einigten, alle dem eine zweite Chance zu geben. Ich glaube, das war eine gute Entscheidung, denn es ist seitdem viel besser geworden. Doch trotzdem war ich auf dem AFS-W-Kurven-Modell noch immer auf dem Weg abwärts, denn ich hatte immer wieder Tage, in denen ich einfach meine Familie und meine Freunde und auch oft kleine Sachen sehr vermisst habe.

Man weiß erst, wie wichtig einem etwas oder jemand ist, wenn man ihn/es nicht mehr hat.

Doch der Aufwärtstrend setzte letzte Woche ganz plötzlich ein. In meine Klasse kam ein neuer Austauschschüler aus Argentinien und ich beschloss, mit ihm gleichzeitig noch einmal neu anzufangen. Seitdem gehen wir immer zusammen (und auch mit anderen Freunden) Mittagessen und ich habe gemerkt, was wohl der Hauptgrund dafür war, dass es mit oft so schlecht ging: meine Verschlossenheit.

Ich habe mich seither den Leuten aus meiner Klasse, mit denen ich mich sehr gut verstehe immer mehr geöffnet – und siehe da, wir sind jetzt schon gute Freunde und machen auch außerhalb der Schule öfters etwas zusammen ( z.B. Bowlen, Essen gehen,  Eislaufen,…).

Und jetzt wo das Wetter auch bald mal besser werden soll, steht dem Genießen meines Auslandsabenteuers in diesem wunderschönen Land Portugal und der tollen Stadt Lissabon – gemeinsam mit meinen neuen Freunden – nichts mehr im Wege 🙂

Bis bald,

euer Benjamin