Austria & Australia – isn’t that the same thing?

Also zuerst einmal zur Erklärung meines Titels, ich glaub, ich wurde nichts so oft gefragt wie das. Ich finds ja süß, dass Leute echt denken ich bin von Australien, aber allein mein Akzent sollte eigentlich verraten, dass Englisch definitiv nicht meine Muttersprache ist. Ich hab mittlerweile eine ganze Liste von lustigen Sachen, die ich gefragt wurde.

time goes by .. so fast/slowly?

Ich hab mir echt vorgenommen, jedes Monat zu schreiben. Naja, das hat wohl nicht so ganz funktioniert. Sorry, dass ich so lange nicht geschrieben hab, aber ob man es glaubt oder nicht, ich war echt ganz schön beschäftigt die letzten 2 Monate! Mittlerweile bin ich schon fast 4 Monate hier. Einerseits kommt es mir vor, als ob ich schon die Hälfte meines Lebens hier wäre, andererseits Weiterlesen

100-Tage-in-China Tag

大家好!

Liebe Leute, wer’s glaubt oder nicht: Auf den Tag genau bin ich heute 5983 Tage alt und die letzten 100 Tage meines Lebens habe ich in dem bezaubernden, actionreichsten und beeindruckendsten Land China verbracht! 100 Tage!!! Wer sagt, dass sei nicht unglaublich, wird ignoriert 😀 100 Tage – das bedeutet ich verbringe nur mehr weitere 203 Tage hier und das erste Drittel meines Jahres ist Vergangenheit!!!!

Ja gut, nun zurück zum Ernst des Lebens: Heute erzähle ich euch was von meinem AMAZING November (um das klar zu stellen: Ich hab genau 950 Fotos aufgeteilt auf 13 Ordner nur für den AMAZING November :D) und den 100-Tage-in-China Tag, denn der war, obwohl er eigentlich nicht so wahnsinnig besonders war, einfach nur legendär !!! Weiterlesen

USA!!!!

Hi 😉

Mein Name ist Celine, ich bin 15 Jahre alt und wie ihr vielleicht schon wisst verbringe ich gerade mein Auslandsjahr in den USA, genauer gesagt in der Heimat der Philadelphia Eagels, Pennsylvania, USA!

Just arrived!

Am Mittwoch, dem 11 September hat meine Reise begonnen. Anfangs war ich wegen des Datums etwas beunruhigt, weil es das erste Mal war, dass ich geflogen bin. Zu meiner Überraschung waren die Angestellten am Flughafen alle sehr nett.. haha ja selbst als sie mich durchchecken lassen haben, weil ich vergessen hatte das ich eine 20cm lange Feile bei mir trug 😉 Aber wie gesagt waren alle voll nett und locker drauf..

Mein 1. Flug!!!!!!Der Flug war toll! Lange, etwas langweilig aber toll! Ich bin mit 3 anderen Österreichern geflogen, die alle sehr nett und lustig waren.

Endlich angekommen, ging es dann weiter ins Hotel. Wir haben im Hilton übernachtet, was sooo cool war!! 🙂 Dort waren auch andere Weiterlesen

The Girl With No Name

Erster Schultag mit meiner Gastschwester :)

Erster Schultag mit meiner Gastschwester 🙂

Lamar Highschool.

Mit über 900 Schülern pro Jahrgang eine der größen Schulen in Texas und Umgebung. Es ist relativ normal, wenn man nicht jeden aus seinem Jahrgang kennt. Aber man kennt sich doch irgendwo. Tja, außer mich. Mich kennt niemand. Oder besser kannte. Denn nach dem 2. Schultag habe ich eigentlich schon relativ gut Anschluss gefunden. Wobei der erste Schultag war auch ein Ausnahmezustand…. Weiterlesen

Die Wasserfälle von Iguazú

Die Ruinen von San Ignacio

Die Ruinen von San Ignacio

Jetzt habe ich auch die 2. Reise von AFS miterleben dürfen. Und zwar sind wir zu einem der sieben Naturwunder, den Wasserfällen von Iguazú gefahren! Es war einfach unglaublich schön! Da ich hier im Süden wohne, wollte ich sowieso schon immer einmal den Norden besuchen, was aber natürlich nicht ganz so einfach und billig ist, da Argentinien einfach ein riesiges Land ist.

Zuerst ging es 14 Stunden mit dem Bus nach Buenos Aires. Dort machten wir eine Städtetour und sahen berühmte Sehenswürdigkeiten wie das Haus der Präsidentin und das Boca Stadium.
Am nächsten Tag ging es dann weiter mit der Busfahrt. Nach 16 Stunden Fahrt und einem kleinen Halt, in dem wir die Ruinen von San Ignacio besichtigten, kamen wir endlich in Iguazú an und sind gleich in den Pool gesprungen, da es dort, trotz Winter, noch warme Weiterlesen

Schulkarriere beendet …

Zitat

…zumindest in Russland! Denn vor einer Woche läuteten für meine MitschülerInnen und mich zum letzten Mal die Schulglocken.

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Meine Klasse – 11A

Wie euch schon bekannt ist (hab ich ziemlich sicher schon einmal erwähnt), besuche oder, besser gesagt, besuchte ich hier die 11. Klasse, die Abschlussklasse. Wie auch in Österreich wird zum Abschluss eine Art Ball veranstaltet, doch damit nicht genug. Die Russen lieben das Feiern, ein Fest reicht also nicht aus. Der eigentliche Abschluss des Schullebens findet schon vor den Prüfungen (im Prinzip wie die Matura bei uns) statt – das “letzte Klingeln”.

„Was bitte ist das letzte Klingeln?“

Bis vor ca. eineinhalb Monaten konnte ich mir darunter auch überhaupt nichts vorstellen. Wie das in Russland so ist, beginnt man immer ziemlich spät, sich auf irgendwelche Dinge vorzubereiten. Wer bitte würde in Österreich erst eineinhalb Monate vor so einem großen Fest anfangen, sich vorzubereiten? 😀

Wie auch immer, Mitte April fingen wir also an, uns Gedanken darüber zu machen, wie wir uns von den Lehrerinnen und Lehrern bzw. der ganzen Schule verabschieden würden. Sinn und Zweck des letzten Klingelns ist es, sich für die (mehr oder weniger :p) tolle Ausbildung in den letzten 11 Jahren zu bedanken. Also suchten wir fleißig umgetextete Lieder zusammen, oder passten sie selber dem Thema an – fast jeder Lehrerin und jedem Lehrer wurde ein eigenes Lied gesungen! Jetzt kann ich mich zumindest nicht mehr beschweren, dass ich keine russische Musik kenne … auch wenn ich immer den “falschen” Text singen werde. (; Ein bisschen stolz bin ich schon, dass ich bei allen Liedern mitsingen konnte, ohne sie groß auswendig zu lernen, das viele Proben hat natürlich sehr geholfen. Außerdem wurden zig Gedichte aufgesagt, abertausende von riesigen Blumensträußen und Gestecken verschenkt, den Taferlklasslern Glück gewünscht und – was meiner Meinung nach das Highlight war – 10 meiner KlassenkameradInnen und ich tanzten einen Mix aus Funky und Boogie! Ich hoffe sehr, dass ich euch bald ein Video zeigen kann. (:

Nach der zweistündigen Veranstaltung gingen wir natürlich noch nicht nach Hause! Zuerst wurden erneut die LehrerInnen beschenkt- ganz ehrlich, so sehr lieben kann ich die gar nicht, dass ich so viel Geld fuer sie ausgeben wollte … Dann fuhr ich mit meiner Klasse nach Moskau, wo wir als Abschlussausflug einen wunderschönen Park besuchten. Wieder zurück in Klimowsk feierten die “AbgängerInnen” der Stadt alle gemeinsam am Hauptplatz.

Im Zarizyno-Park

Im Zarizyno-Park

Während der ganzen Proben, die nicht gerade stressfrei verliefen, wurde mir klar, wie schwer sich die meisten von “ihrer” Schule trennen werden. Es ist bestimmt nicht leicht, elf Jahre mit ein und denselben Leuten zu verbringen und dann von heute auf morgen sein Leben zu verändern. Gerade deshalb fand ich das “letzte Klingeln” so wunderschön, es ist einfach ein passendes Fest, die Schule schenkt ihren Kindern ein letztes Mal richtig viel Aufmerksamkeit. Auch für mich war der Abschied traurig, es war auch mein letztes Klingeln an dieser Schule, in dieser Stadt, mit dieser Klasse. Am liebsten hätte ich mitgeweint. :p Mir hat der Tag wirklich extrem gut gefallen und ich bin froh, dass ich dabei sein durfte. Das “letzte Klingeln” ist etwas Besonderes … eigentlich sollten wir uns dies bei den Russen abschauen. (;

Zum Schluss noch die Lösung eines weiteren Rätsels: Nein, ich habe nicht aus Geldnot den Kleidervorrat meiner Oma geplündert! 😀 An unserer Schule ist es Tradition, dass die Elftklässler ihr Abschlussfest in der alten, sowjetischen Schuluniform feiern. Diese bestand für die Maedchen aus einem braunen Kleid, einer wunderschönen weißen Schürze, Bestickung an den Handgelenken und am Kragen und weißen Kniestrümpfen. Vor allem in der ersten Klasse macht man sich auch noch zwei Zöpfe und dekoriert diese mit überdimensionalen Haarbändern. 😀 Die Jungs trugen schon damals einfach einen Anzug und ein helles Hemd- soooo fad! (:

Schuluniform wie damals (:

Schuluniform wie damals (:

Was hältst du von diesem Fest? Würdest oder hättest du dich auch gerne so von der Schule verabschiedet? Was sagst du zur Schuluniform? Könntest du dir vorstellen, jeden Tag so aus dem Haus zu gehen?

Schreib mir doch ein Kommentar! Ich beantworte auch gerne weitere Fragen!

Bis ganz bald (ja, mir bleiben nur mehr knappe vier Wochen 🙁 ),

eure Anja

Ticos!

Was alles schon geschah?

Mmh, ich habe sehr lange nichts mehr gepostet, also werde ich mit Februar beginnen. Die Schule ging wieder los, und ich besuche nun eine neue, nämlich die, auf welche auch meine Schwester, meine beste AFS-Freundin Julie, und auch zwei andere „Tica“-Freundinnen gehen. Ticas oder Ticos sind Costa-Ricaner. 😉
Somit ging ich am ersten Schultag mit meiner Gastmutter zur Schule, natürlich hatte ich die Unform schon gekauft, und da ich wusste, dass ich in den Abschlussjahrgang kommen werde, war meine Uniform auch etwas Besonderes.

Hier in Costa Rica haben die Abschlussklässler immer eine eigene Uniform und in manchen Schulen, dürfen sie sich die T-shirts auch selbst designen 🙂
Das finde ich richtig toll!

Meine Schwester und ich

Meine Schwester und ich

 

Meine kleine Schwester brachte mich nach der Anmeldung zu meiner Klasse, was ihr ziemlich unangenehm war, da sie nervös war, weil dort alle nur Abschlussklässler waren und die in Costa Rica einen besonderen Stellenwert haben.
Das habe ich am gleichen Tag auch bemerkt, da ich ziemlich ungeschickt bin und aus Versehen ein kleiners Kind gestoßen habe. Doch als ich mich umgedreht hatte um mich entschuldigen zu können, stotterte sie tausend Entschuldigungen und ging dann ganz schnell weg!
Das fand ich ziemlich seltsam…

Als ich in die Klasse kam, erschrak ich zuerst mal über die Menge der Schüler, da sich in meiner Klasse befanden. Mit mir sind das 47 Schüler! Doch als ich ein Mädchen aus der vorletzten Reihe meinen Namen rufen hörte, freute ich mich, dass eine meiner Freundinnen wirklich in dieser Klasse war. Ich setzte mich neben Celeste, eben diese Freundin, und mein erster, richtig toller Schultag begann! … Und darauf folgten noch viele weitere 🙂

Freundinnen und ich

Freundinnen und ich

 

Ich habe nun echt viele Freunde, nicht nur in meiner Klasse, auch in anderen. Somit unternehmen wir fast jeden Tag etwas! Zum Beispiel, bin ich am Donnerstag mit 6 Freundinnen zum Piercing-stechen mitgegangen, oder wir gehen in den Park. Leider hat nun wieder die Regenzeit begonnen, und mit Regen meine ich nicht das, was man sich in Österreich unter „starkem“ Regen vorstellt, sondern eher so etwas wie duschen, doch von allen Seiten. Es ist unmöglich, trocken von der Schule nach Hause zu kommen!
Also gehen wir manchmal zu Kemlyn, einer Kassenkameradin, da ich unbedingt noch costa-ricanisch kochen lernen will, und sie zeigt mir immer neue Rezepte!

Am Montag, fragte mich ein Mädchen aus meiner Klasse, ob ich nicht mit zu einer Schulsitzung der Quintos (Abschlussklässlern) mitkommen wollte, und ich sagte zu. Denn selbst, wenn ich nur eine Sache in meinem Auslandjahr gelernt habe, dann ist es, dass man einfach „Ja“ sagen muss. Natürlich nicht zu verbotenen Dingen, doch selbst wenn man gerade keine Lust hat, wer weiß ob sie dich nochmal fragen werden?

Wer weiß, ob du dir nicht gerade eine Freundschaft verbaust, wenn du nun „Nein“ sagst?

Auf jeden Fall, bin ich mit zu dieser Sitzung, es ging um die Planung von den „Political“-Wochen, ich weiß nicht ob es die in ganz Costa Rica gibt, oder nur an meiner Schule. Doch es geht darum, dass es jeweils eine Gruppe der Quintos (fünfter und letzter Jahrgang) und eine des vierten Jahrganges eine Partei darstellen darf. Man muss einen Präsidenten wählen, ein Promotionsteam und alles was dazugehört, um möglichst viel Geld zu bekommen.

Geld wird nämlich als Wahlzettel gewertet.
Ich bin im Promotionteam, und wir haben schon T-Shirts designt, ein Maskottchen gefunden, und noch viel mehr. Wir planen auch gerade einen Ball, um noch mehr Geld zu bekommen, denn am Ende der 2 „Political“-Wochen werden beide Jahrgänge eine Party organisieren, und dafür sammeln wir durch dieses Politikding Geld!
Ich finde das ich eine super Idee und bin froh, ein Teil davon sein zu dürfen 😉

Würdet ihr in eurem Austauschjahr auch gerne Dusche von allen Seiten erleben? Habt auch ihr Schuluniform getragen? Was hält ihr von der Idee, so eine auch in Österreich einzuführen? 😛

Liebe Grüße,

eure Caro

„La fiesta de la manzana“

La Fiesta de la manzana

La Fiesta de la manzana

Im Februar fand in meiner Stadt ein rieeesiges Musikfestival statt. Es hieß „La fiesta de la manzana“, was auf Deutsch „Das Fest des Apfels“ bedeutet. Wenn man den Hintergrund nicht kennt, wirkt es wie ein sehr seltsamer Name für eine der größten Musikveranstaltungen der Nation, aber wie ich schon einmal erwähnt habe, lebe ich in der „Apfelstadt“. Es gibt Unmengen von Apfelchracas und die Äpfel meiner Stadt werden in 44 Länder ausgeliefert.
Zu diesem Fest erscheinen jedes Jahr die aktuellsten nationalen Künstler der Folklore und des Rocks. Meistens gibt es auch noch 1 oder 2 internationale Künstler. Dieses Jahr hätte sogar Shakira kommen sollen, aber dann hat sie nur wenig vorher ihre Tochter bekommen. Das war mal echt schade ):

La fiesta de la manzana

La fiesta de la manzana

Den Karneval oder besser gesagt Fasching feiert man in Argentinien eigentlich wie in Brasilien mit großen Umzügen, bunten Farben und schönen Tänzerinnen. Hier wo ich wohne, wurde er leider nicht gefeiert, weil das Apfelfest immer zu diesem Zeitpunkt stattfindet.

Ein paar Tage später hatte ich meinen 18. Geburtstag. Es war mal was ganz Anderes, im Sommer Geburtstag zu feiern und das hab ich natürlich ausgenutzt und hab ein Fest mit 27 Leuten in meinem Garten veranstaltet. Meine Mama hat eine riesige Schokoladentorte gebacken, von der wirklich alle begeistert waren und von meinen Freunden habe ich meinen eigenen Mate geschenkt bekommen mit den argentinischen Farben 🙂

Mit den 3 liebsten Argentinierinnen der Welt :)

Mit den 3 liebsten Argentinierinnen der Welt 🙂

Danach wurde, typisch argentinisch, die ganze Nacht durchgetanzt und schließlich sind wir todmüde ins Bett gefallen.
Es war ganz anders, als ich ihn in Österreich gefeiert hätte, aber der 18. ist hier nicht wirklich bedeutend, da man eigentlich erst mit 21 als erwachsen gilt.

Genau zu meinem Geburtstag ist auch noch ein Freund aus Klagenfurt zu Besuch gekommen, der zur Zeit mit AFS in Concordia/Argentinien wohnt. Er hat zwei Wochen in meinem Haus gelebt und für ihn war natürlich alles anders, da der Norden so unterschiedlich im Gegensatz zum Süden ist. Es war schön, wieder mal in Ruhe Deutsch zu sprechen und auch über die Heimat.

In Neuquen mit Austauschschülern

In Neuquen mit Austauschschülern

Seit 3 Tagen hat auch wieder die Schule begonnen. Zu meinem „Glück“ musste ich heute Morgen in der Schulaula das erste Mal die argentinische Flagge hissen. Es ist schon etwas peinlich, wenn 300 Schüler sich nur auf dich konzentrieren, aber ich hab’s wenigstens ohne Stolpern hinter mir gebracht 😀
Mein Fachzweig „Naturwissenschaften“ gefällt mir noch immer nicht. Mein Stundenplan besteht größtenteils aus Chemie, Biologie, Physik und Genetik. Ich kann natürlich nicht mitarbeiten, da ich die ganze Fachbegriffe in Spanisch nicht kann, aber da ich eh keine Noten bekomme und meine Klassenkameraden superlieb sind, macht das nichts aus. Pro Tag habe ich 5 Stunden, ich kann mir Nachmittagsunterricht gar nicht mehr vorstellen 😀

Falls ihr noch Fragen zu meinen neuesten Erlebnissen oder Argentinien im Allgemeinen habt, dann schreibt mir einfach einen Kommentar auf diesen Eintrag 🙂 Und natürlich könnt ihr auch den Blog-Newsletter abonnieren oder ganz einfach Fan von AFS Steiermark auf Facebook werden, damit ihr jedes Mal benachrichtigt werdet, wenn wieder ein neuer Artikel erscheint.

Besuch aus Österreich

Die Hälfte meines Argentinienaufenthaltes habe ich nun hinter mir und die Zeit vergeht einfach viiiieeel zu schnell! Seit mehr als 2 Monaten habe ich schon Ferien und es liegt noch ein ganzes Monat vor mir. Es ist richtig ungewohnt für mich, so lange einfach nichts zu tun, weil ich in Österreich immer in den Ferien gearbeitet habe. Und jetzt? Ab und zu schaue ich mir meine Schulbücher aus Österreich an (das Mitlernen bleibt mir leider nicht erspart, da nächstes Jahr mein Maturajahr ist), aber sonst mache ich eigentlich nicht wirklich was Produktives 😀

Vor kurzem fuhr ich zum Strand nach Villa Gesell mit meiner Gastfamilie. Wir hatten ein wunderschönes Hotel, indem es nach so langer Zeit eeendlich ein richtiges Frühstück gab und nicht nur Kekse 😀 Der Strand war wunderschön und dort verbrachten wir auch die Tage. Am Abend gingen wir in die Stadt und danach feierte ich noch mit meinem Bruder in der Disko, bis es hell wurde.

In der Mitte unseres Aufenthaltes kamen dann endlich meine Eltern aus Österreich zu Besuch! In den letzten Wochen musste ich immer wieder an zu Hause denken und deswegen war es einfach nur toll nach so langer Zeit sie wiederzusehen. Mein Bruder  konnte leider nicht mitkommen, da er zur Zeit ziemlichen Schulstress hat. Wir blieben noch ein paar Tage mit meiner Gastfamilie zusammen und verbrachten die ganzen Tage gemeinsam. Es war sehr komisch für mich, denn als ich „Mama“ sagte, bekam ich gleich zwei mal ein „Ja?“ zu hören 😀 Ich dachte, dass das Kommunizieren schwer werden würde, weil meine Eltern kein Spanisch sprechen und meine Gasteltern nur Spanisch, aber sie haben einfach auf Italienisch und Spanisch gesprochen und da diese zwei Sprachen sehr ähnlich sind, haben sich alle gut verstanden.

Nach 3 Tagen bin ich dann alleine mit meinen richtigen Eltern nach Buenos Aires gereist. Wir haben mit einem Touristenbus diese riesige Stadt angeschaut, haben die verschiedenen Märkte besucht und auch eine Tangoshow gesehen. Sie haben mir einige Sachen aus Österreich mitgebracht, unter anderem auch Milkaschokolade, da sie hier in Argentinien knappe 10 Euro kostet! Es war schön, mal wieder ganz in Ruhe auf Deutsch zu reden und zu erfahren, was es so Neues gibt in Österreich.
Das Abschiednehmen war natürlich sehr schwer, aber es ist ja nur noch einmal doppelt so lange 😉

Zurück nach General Roca bin ich dann schließlich 14 Stunden mit dem Bus gereist. Wie auch schon Benjamin in Portugal erwähnt hat, ist es hier genauso üblich einfach überall mit dem Bus hinzufahren. Es ist schön, wieder zu Hause zu sein, auch wenn es langsam wenigstens ein paar Grade kälter sein könnte!
Und was soll ich sagen? Mir bleibt noch immer ein Monat Ferien 😉

Zum Geburtstag: selbstgeschlachtete Piñata

Ich bin heute (28.10.) genau 100 Tage hier, in Costa Rica 🙂 Wie ich schon bei meinem 3-Monats-Eintrag geschrieben habe, hat sich viel verändert. Dieses Mal möchte ich von einer echten costa-ricanischen Geburtstagsfeier berichten. Es war der letzte Samstag und meine Familie war so lieb und hat mir davor alles genau erklärt.

Es war schon am Vormittag ganz toll, da wiedermal alle meine Geschwister da waren und wir zusammen das Haus hergerichtet haben und gekocht. Ich durfte sogar auch eine Freundin einladen, damit es für mich nicht allzu langweilig wird 🙂 Also kam eine andere AFSerin am späten Nachmittag zu uns. Als die ersten Gäste eintrafen, war es 19.00 Uhr und auf der Einladung stand 18.00 Uhr, aber das ist hier normal.

Meine Schwester Nana und ich füllten die Piñata. Das ist hier eine Tradition: Es ist eine Figur oder einfach nur ein Ballon auf Papier oder Karton. Die Piñata wird an die Decke gehängt und das „Geburtstagskind“ muss sie mit einem Stock aufschlagen. In der Figur befinden sich kleine Geschenke, Süßigkeiten und Nüsse.

„Sie wurde geschlachtet. Es war so lustig!“

Dann kamen immer mehr Menschen und alle nahmen sich Gartenstühle und setzten sich auf die Terrasse. Es war unglaublich, so viele Leute und alle redeten miteinander. Als mein Gastbruder dann die Musik anmachte, fingen viele an zu tanzen! Wir halfen dabei, jedem sein Essen zu bringen und die Getränke zu verteilen 🙂 Es war einfaches Essen, aber unglaublich köstlich. Zuerst bekam jeder Nachos mit Käsesauce oder so einer Sauce aus Bohnen. Ich liebe das einfach! Danach gab es (natürlich) Reis und Bohnen, mit Kochbananen und Hühnchen. Einfach und soo gut! Erst um halb 12 in der Nacht wurde die Piñata aufgehängt und „geschlachtet“. Es war so lustig, danach gab es eine Torte! Ich liebe die Torten hier, sie sind so köstlich, und mit vielen Früchten und Cremen… *___* herrlich 🙂

Danach gingen wir schlafen. Ich war so müde, aber unten wurde weiter gefeiert! Bis in die Früh! Am nächsten Tag half die ganze Familie, das Haus zu putzen, es war so lustig! Ich glaube, so eine Party will ich auch mal haben 🙂

….und auf die nächsten 100 Tage!