Excursiones!

Hallo!

Gastschwester und ich mit Plastik-Weihnachtsbaum

Gastschwester und ich mit Plastik-Weihnachtsbaum

Vom Christkindlmarkt übers Eislaufen bis hin zu überfüllten Einkaufsläden und Metros fängt auch schon langsam in Barcelona der Weihnachtswahnsinn an. Jedoch sind die Weihnachtsbräuche hier so ziemlich das Gegenteil zu denen in Österreich.

Wenn ich es dann live erlebt habe, werde ich euch in einem anderen Blogeintrag davon berichten. Heute werde ich euch erzählen, wie es mir in den letzten Wochen so ergangen ist. Weiterlesen

Australia & Austria are living together?!

Vielleicht fragen sich jetzt ein paar Leute, was ich mit meinen Titel meine, also hier kommt die Erklärung: Maddy aus Australien (ebenfalls eine Austauschülerin von AFS) und ich gehen zur gleichen Schule. Da sie nicht so gut mit ihrer Gastfamilie ausgekommen ist, lebt sie Weiterlesen

Winterferien

Oh mein Gott. Ich habe ewig nicht geschrieben o.o Es ist so viel passiert! Aber  ich habe kaum Zeit, Beiträge zu schreiben… Als japanische/r High School Schüler/in ist man ziemlich beschäftigt, das könnt ihr mir glauben!

Schulalltag

In meiner Schule habe ich täglich sieben Stunden Unterricht, beginnend um 8:30 Uhr, und anschließend haben die meisten Schüler/innen Klub – bis spätestens 18:30. Es gibt wirklich viele Klubs: jede Menge Sportarten wie Fußball, Rugby, Basketball, Schwimmen, Badminton, Kendo (Schwertkampf), Softball usw., aber auch Englisch, Teezeremonie, Band oder Kunst.

Ich bin dem Softtennisclub beigetreten, weil Weiterlesen

Halftime!!

Unglaublich, das jetzt schon Halbzeit ist!!! Ich bin vor genau 163 Tagen hier angekommen und in 162 Tagen fliege ich auch schon wieder heim!

Es ist viel passiert im letzten Monat und ich war immer zu beschäftigt, um einen Beitrag zu schreiben, aber ich fange einfach mal an, wo ich bei meinem letzten Eintrag aufgehört habe.

Mid Terms: 7 Tests in einer Woche – es war eigentlich nicht so schlimm wie erwartet. Da wir jeden Tag schon um ca. 11 Uhr nach Hause gekommen sind, war immer genug Zeit zum Lernen und da die Tests großteils nur Multiple Choice und Matching waren, war es Weiterlesen

Halbzeit

150 Tage meines Lebens hier in China liegen schon hinter mir. 163 liegen noch vor mir. Es fällt mir ziemlich schwer zu glauben, dass fast die Hälfte meines Austauschjahres schon Vergangenheit ist. Man könnte meinen, fünf Monate sind eine lange Zeit. Ein ganzes Schulsemester, zwei Jahreszeiten, fast ein halbes Jahr. Aber fünf Monate als Austauschschüler sind nicht mehr als ein Augenblick und wenn man nur einen Moment lang nicht aufpasst, steht man auf einmal da und realisiert, dass man nicht so viel Zeit hat, wie man dachte. Weiterlesen

In Which We Say Goodbye

Der erste Schultag, Thanksgiving, Weihnachten, Neujahr… Ich kann mich noch genau an diesen heißen Augusttag erinnern, an dem mir all das eine Ewigkeit entfernt vorkam. Dinge, auf die ich mich gefreut habe. Dinge, auf die ich nicht warten wollte. Und dann wacht man eines Tages auf und bemerkt, dass alles hinter einem liegt. Man realisiert dass man mehr Gestern als Morgen auf dem Konto hat, und das ist… Ein eigenartiges Gefühl.

Letztes Gruppenbild mit meiner Tanzklasse

Letztes Gruppenbild mit meiner Tanzklasse

Die letzte Schulwoche vor den Weihnachtsferien war wirklich traurig, denn ich musste mich schon von all meinen Lehrern und den meisten Mitschülern verabschieden. Ich muss wirklich zugeben, ich hätte nicht gedacht dass mir der Abschied so schwer fällt, denn meine Schule hier war nicht gerade atemberaubend. Trotzdem haben mich diese letzen Tage in der Schule einige Tränen gekostet. Weiterlesen

Chinesische Logik?!

大家好!

Hej liebe Leute! Wie geht’s der Menschheit am anderen Ende der Welt so? Ich hoffe, gut und gehe davon aus, dass Weihnachten und Silvester gut überstanden worden sind. In meiner Welt hier in China ist gerade so einiges los (wie immer eigentlich :D). Das letzte Mal hab ich euch von meinem AMAZING NOVEMBER erzählt und dieses Mal folgt ein wunderbarer Dezember. Es gab 3 große Highlights: AFS Cultural Trip nach Yunnan, Weihnachten und Silvester. In China feiert man kein Weihnachten und auch kein Silvester?! Ja also eigentlich nicht, aber irgendwie schon, aber dann doch wieder nicht, ABER wir AFSer haben uns da eben ein paar Freiheiten genommen und ganz lieb unsere Lehrer um einen „Feiertag“ gebeten. Und voilà hat man ein unvergessliches Weihnachten und Silvester vor seiner Nase 😀 Aber mal von Anfang… Weiterlesen

Weihnachtsstimmung

Park mit Weihnachtsbeleuchtungen.

Park mit Weihnachtsbeleuchtungen.

Da es nur mehr ca. zwei Wochen bis Weihnachten sind, ist unser Haus schon sehr weihnachtlich dekoriert und der Christbaum steht auch schon (es ist ein Fakebaum, ansonsten würde er nicht so lange halten).

Weihnachtsbeleuchtungen spielen hier anscheinend eine große Rolle. Ich habe sogar schon so eine Art Park mit Weihnachtsbeleuchtungen gesehen, man fährt mit dem Auto durch und kann die Lichterfiguren anschauen.

Kuhglocke auf unserem Christbaum.

Kuhglocke auf unserem Christbaum.

Da es jetzt endlich kalt geworden ist, bin ich auch Weiterlesen

Weihnachten.

Mein Weihnachten in Costa Rica war definitiv anders. Doch auf keinen Fall schlecht oder langweilig, eigentlich könnte ich es mir vorstellen immer so den 24. Dezember zu verbringen. (Aber nur weil meine Familie Weihnachten immer einen Tag früher feiert! 🙂 )
Als ich in der Früh des 24. Dezembers aufstand, gab es schon mal ein riesiges Frühstück. Mit Pancakes, Kuchen, Reis, Bohnen, und noch gaaaanz viel mehr. Danach haben wir das ganze Haus mit Lichterketten geschmückt und dazu Weihnachtsmusik gehört und auch ganz schön falsch gesungen. Es war so toll, da ich mich bei solchen Dingen immer noch mehr als Familienmitglied sehe.

Tamales!

Tamales!

Nach dem vierten Mal „Last Christmas“ und einer Soloeinlage meines Bruders rief uns meine Gastmutter zum Mittagessen. Es gab Tamales. Das ist ein costaricanisches Gericht, welches um die Weihnachtszeit oft gegessen wird.
Ich kann es nicht genau beschreiben, es ist eine, in Palmenblättern eingewickelte weiße Paste, inder Fleisch ist, oder auch manchmal Ei, Bohnen, Reis. Eigentlich immer das, was man gerade Zuhause hat.
Am Anfang habe ich es gar nicht gemocht, doch mit der Zeit wird es besser, nun kann ich es sogar schon selber kochen! 🙂

Meine Schwester und ich

Meine Schwester und ich

Nach dem Essen gingen ich und meine kleine Gastschwester auf den Balkon. Ich, um mich zu sonnen, das ist mein neues Hobby hier geworden, denn ich bin noch immer nicht wirklich braun. Meine Schwester versteht das natürlich gar nicht, denn sie, und die meisten anderen Costericaner, wollen nicht braun werden. Somit lag ich in der Sonne, sie im Schatten und gemeinsam schauten wir DVDs.
Als wir um fünf am Nachmittag fertig waren, spazierten wir in die Stadt, um die DVDs wieder zurückzugeben. Ich fragte mich natürlich ob das Geschäft überhaupt geöffnet hätte, doch wie mir später auffiel, war meine Sorge um sonst.
Das Center war voll mit Menschen, die noch schnell Weihnachtsgeschenke kauften! Da habe ich gleich an meine Mama in Österreich denken müssen, denn sie bekommt schon immer die Krise, wenn sie am 2. Adventsonntag nicht alle Geschenke hat!

Am Abend meinte meine Gastmutter zu mir, dass ich bitte um halb acht fertig sein sollte, da wir zu ihrer Mutter fahren würden. Ich war natürlich fertig, doch wir fuhren erst eine Stunde später. Ich liebe so etwas einfach. Wirklich.
In Österreich bin ich IMMER die letzte, und mein Stiefvater und meine Mama regen sich oft darüber auf. Hier nicht!

Als wir dort ankamen waren, lief es eigentlich so ab wie immer. Meine Gastmutter ging zu ihren Schwestern und ihrer Mutter in die Küche, mein Gastvater zu den anderen Männern auf den Balkon und ich und meine Geschwister setzten wir uns zuerst zu unseren Cousins ins Wohnzimmer. Wir schauten bis Mitternacht „The Big Bang Theory“ und aßen nebenbei Gegrilltes. Um Mitternacht, gab es dann Geschenke für die Kleinen und meine Schwester, meine Lieblingscousine, Francini, und ich gingen in ein Nebenzimmer, spielten Musik und tratschten. Ich mag das total gerne, weil bei solchen Gelegenheiten merke ich, dass ich schon ziemlich gut Spanisch spreche.

Später bekamen auch wir Geschenke, sogar ich! Ich hatte mir eigentlich nicht gedacht, dass ich auch etwas bekomme, doch ich bekam ein Handtuch, mit einer Fahne von Costa Rica drauf und einen Schlüsselanhänger.
Meine Familie freute sich total über meine Geschenke!
Als wir dann nach Hause fuhren, war ich einfach nur glücklich. Dieses Weihnachten war total schön und Heimweh hatte ich überhaupt keines. 🙂

Feliz Navidad!!

Knapp fünf Monate in Portugal – die Ereignisse überschlagen sich!

Zuerst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich schon seit 4 Monaten nichts mehr geschrieben habe. Ich hatte etwas viel um die Ohren, aber das werdet ihr gleich merken 🙂

In den ersten Monaten hat es nicht besonders viele „wirklich wichtige“ Ereignisse gegeben, deshalb werde ich die überspringen und direkt zum 2. November, dem Tag meiner ersten Reise vorspulen.

Nach der Schule sind meine Gastschwester Bárbara und ich gleich in den Bus gestiegen, um nach Praia da Rocha in der wunderschönen Algarve zu fahren, wo meine Gastgroßeltern ein Haus haben.

Und nein, ihr habt euch nicht verlesen, wir haben die rund 300 Kilometer in einem hochmodernen Bus mit W-Lan-Verbindung hinter uns gebracht. Denn hier in Portugal ist es so, dass die meisten Zugverbindungen extrem veraltet und somit langsam oder sogar unpassierbar sind. Deshalb setzen die Portugiesen auf den Bus als Hauptreisetransportmittel und modernisieren das Netz und die Busse ständig.

Nach etwa 3 Stunden sind wir dann auch im Süden Portugals angekommen. Ich habe meine Gastgroßeltern kennen gelernt und wir haben uns sofort super verstanden. Das Wetter war an diesem Wochenende, das ich dort verbracht habe, leider nicht so gut, aber ich habe, trotz des Regens, sehr viel gesehen, tolle Fotos gemacht und sogar einen Glücksklee gefunden. Außerdem hat meine Gastgroßmutter mir versichert, dass ich jederzeit willkommen sei 🙂

Am 12. November gab es das nächste große Ereignis: „As Listas“.

So nennt sich hier der Wahlkampf in der Woche der Schulsprecherwahl. Die Schule ist in „Parteien“ („listas“) aufgeteilt und es funktioniert wie bei den „echten“ Wahlen in Österreich . 4 Tage lang wird in jeder Pause der Schulhof zur Disco. Mit Musik, Süßigkeiten und Wahlgeschenken kämpft jede der „Parteien“ um jede einzelne Stimme. Diese Art der Schulsprecherwahl kennenzulernen hat mir echt Spaß gemacht 🙂

Außerdem habe ich im November noch bei einer Segelregatta mit meinem Gastvater, meiner Gastschwester und einigen ihrer Freunden mitgemacht. Ich habe das zuvor noch nie in meinem Leben gemacht und es war echt ein cooles Erlebnis. Auch wenn es öfters laut wurde und wir nicht gewonnen haben, hat es mir echt gut gefallen 🙂

Zu Weihnachten habe ich endlich meine Einladung akzeptieren und in die Algarve zurückkehren können. Das Weihnachtsfest ist auch hier im katholischen Portugal das wichtigste im Jahr.

Ich bin schon am 21. angereist und habe erstmal das wunderschöne Wetter und den Strand, der 50 Meter vom Haus entfernt liegt, genossen und mich ausgeruht.

Am 23. Dezember haben wir dann das Weihnachtskonzert, bei dem mein Gastgroßvater mitsang, besucht.

Am Heiligen Abend sind  meine Gastschwester und ihr Vater angekommen. Es gab ein großes Familienabendessen mit dem typischen Weihnachtsgericht – Bacalhau mit Kartoffeln und Kohl – und vielem mehr. Danach – pünktlich um Mitternacht – ging es ans Geschenkeauspacken 🙂

Mir wurde die Weihnachtsmann-Mütze (denn hier gibt es kein Christkind) ausgesetzt und ich teilte die ersten Geschenke aus. Auch für mich war so einiges dabei – was ich mir nicht erwartet hätte. Vielleicht habe ich mich auch grade deshalb so über alles gefreut 😉

Am nächsten Tag war das Weihnachtsmittagessen dran – es gab einen riesigen gefüllten Truthahn und gegrillten Fisch.

Nach einigen Tagen voller Action – zum Beispiel bei der Wanderung auf einen „Berg“, die vorbei an Eukalyptus- und Olivenwäldern führte oder beim Orangenpflücken – reisten wir am 29. Dezember wieder zurück nach Lissabon.

Dort blieb ich aber nur einen Tag, denn zum Jahreswechsel ging es ab nach Porto, in den Norden. Dort hat es zwar sehr oft geregnet, aber wir waren in einem super Hotel im Zentrum der Stadt und konnten so zu Fuß alles mögliche ansehen. Mit einem 13-minütigen musik-synchronen Feuerwerk begann das neue Jahr. bis zum 2. Jänner blieben wir noch in der atemberaubenden Hafenstadt und dann ging es, nach einem Zwischenstopp in Aveiro – dem Venedig Portugals – wieder zurück nach Lissabon, denn am 3. Januar fing schon wieder der Unterricht an.

Doch die nächste „Reise“ stand schon bevor.

Ich verbrachte das Wochenende vom 11. – 13. Januar in Sintra. Ich habe echt total viel gesehen, auch wenn das Wetter voll schlecht war.

Seitdem bin ich hier in Lissabon 🙂

So, jetzt habe ich über alle Reisen gesprochen und kommen wir nun zu der Gefühlsachterbahn.

Ich hatte in den letzten knapp 5 Monaten ein stetiges Auf und Ab der Gefühle. Ich war oft knapp davor, einfach meine Koffer zu packen und nach Hause zurückzufliegen. Meine Gastmutter und ich hatten ein paar Meinungsverschiedenheiten und es ist einfach alles so anders hier: Kulturschock.

Meine Gastfamilie ist sehr streng religiös und es gibt zahlreiche Kirchenaktivitäten wie Gottesdienste, Bibelabende und auch Bibelcamps, an denen sie (und auch ich) teilnehmen. Das bin ich aus Österreich überhaupt nicht gewöhnt und so war es nactürlich etwas schwierig sich einzuleben, da eigentlich der ganze Tag – mit Beten, Bibel lesen und christlicher Musik sowie Alltagsdiskussionen, die immer darauf hinauslaufen, dass alles auf dieser Welt entweder das Werk Gottes oder des Satans ist – auf ihrem starken Glauben aufbaut.

Wir hatten zwei große Aussprachen – meine Gastmutter und ich -, von denen eine eher nicht so erfreulich endete  – ich wollte/sollte die Familie wechseln, doch das war genau zur Weihnachtszeit und die AFS-Mitarbeiter hatten natürlich Urlaub – und die andere dann darauf hinauslief, dass wir uns darauf einigten, alle dem eine zweite Chance zu geben. Ich glaube, das war eine gute Entscheidung, denn es ist seitdem viel besser geworden. Doch trotzdem war ich auf dem AFS-W-Kurven-Modell noch immer auf dem Weg abwärts, denn ich hatte immer wieder Tage, in denen ich einfach meine Familie und meine Freunde und auch oft kleine Sachen sehr vermisst habe.

Man weiß erst, wie wichtig einem etwas oder jemand ist, wenn man ihn/es nicht mehr hat.

Doch der Aufwärtstrend setzte letzte Woche ganz plötzlich ein. In meine Klasse kam ein neuer Austauschschüler aus Argentinien und ich beschloss, mit ihm gleichzeitig noch einmal neu anzufangen. Seitdem gehen wir immer zusammen (und auch mit anderen Freunden) Mittagessen und ich habe gemerkt, was wohl der Hauptgrund dafür war, dass es mit oft so schlecht ging: meine Verschlossenheit.

Ich habe mich seither den Leuten aus meiner Klasse, mit denen ich mich sehr gut verstehe immer mehr geöffnet – und siehe da, wir sind jetzt schon gute Freunde und machen auch außerhalb der Schule öfters etwas zusammen ( z.B. Bowlen, Essen gehen,  Eislaufen,…).

Und jetzt wo das Wetter auch bald mal besser werden soll, steht dem Genießen meines Auslandsabenteuers in diesem wunderschönen Land Portugal und der tollen Stadt Lissabon – gemeinsam mit meinen neuen Freunden – nichts mehr im Wege 🙂

Bis bald,

euer Benjamin